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archiv: Oktober 2004


to do

24. Oktober 2004 - 10:01

ich fürchte, ich muß mir ein wenig disziplin auferlegen. die wohnung ist bei weitem nicht einmal annähernd fertig, ich sollte endlich auch ein paar auf lange zeit angelegte bewerbungen in angriff nehmen, dazu warten etliche geschichten und ideen, angefangen, angesetzt oder zumindest angedacht.
das alles könnte doch helfen, als antideprimittel sozusagen.
listen machen wäre angesagt. das dumme an diesen listen ist bei mir allerdings, daß, wenn ich so angespornt den ganzen tag eifrig viele viele dinge schaffe, am ende dennoch reichlich frustiert bin. weil ich spätestens dann nämlich feststelle, daß mir ganz andere dinge zu tun eingefallen sind als die, die auf der liste stehen.

migräne

23. Oktober 2004 - 11:50

dieses wetter tut weh. mir zumindest. aber nicht nur mir, auch eine freundin sprach gestern von ‘fön’, obwohl auch sie nicht in bayern weilt. und von schmerz. das kann ich bestätigen, heute. gerade seit ein paar minuten kann ich wieder halbwegs schmerzfrei in den bildschirm starren. vorher hätte ich mir stundenlang das auge ausgraben wollen, in den hinterkopf schießen, flüchten, fliehen, irgendwie. aber das geht ja nicht. alles nicht.
und jetzt geh ich lieber gleich wieder.
unwichtig zu erwähnen, daß ich nichts sonst getan habe heute. kein brett zurechtgeschnitten, kein bißchen aufgeräumt, keine bewerbung und auch sonst kein wort geschrieben.
nur lisas transportkorb ist jetzt weg und das katzenfutter, verkauft. bleibt noch das klo und das streu. braucht jemand in berlin ein nigelnagelneues katzenklo für ein paar kröten? ich glaub, ich will das bald mal nicht mehr sehen. müssen.

nochn blog-buch?

22. Oktober 2004 - 11:14

ich weiß nicht, aber das gefällt mir.

nicht aufregen!

22. Oktober 2004 - 07:32

… “Im Schnitt jobben die Studierenden zehn bis fünfzehn Stunden in der Woche. Das schafft man am Wochenende.”

?

21. Oktober 2004 - 11:18

die letzten tage habe ich jeweils mit morgendlichen kopfschmerzen begonnen. es ist herbst, unverkennbar, die blätter zumindest und meine gemütsverfassung sprechen dafür. nur die temperaturen spielen bislang nicht mit, und es sieht auch ganz danach aus, daß sie es einstweilen nicht vorhaben. auch das wirkt, nachhaltig, auf meinen schädel allerdings, nicht auf mein gemüt. leider.
im lauf der tage, nach und nach, erwache ich allmählich zum leben. ohne daß ich jedoch irgendetwas auf die reihe brächte, sich etwa dinge erledigen würden, wie von selbst. der weg zum baumarkt, z. b., um endlich die kammer mit regalbrettern auszustatten. das würde zwar die kleinen und mittleren häufchen und stapel von übriggebliebenem kram aus meinen räumen bannen, aber… es passiert nicht. in der küche stapelt sich das altpapier, ungespülte teller und tassen, die holzreste der letzten regalbauaktion, die silikontube, das restliche katzenstreu usw, usw, usw.
morgen.
ist noch so ein tag.
?

nein, nein, eigentlich ist es mir gar nicht schlecht. ehrlich. es vergeht nur so viel, zwangsläufig, in diesem jahr mehr noch als in anderen. und die frage: was wird werden? tja, die verbietet sich derzeit noch. irgendwie, eben.

neues von der arbeitssuchfront

19. Oktober 2004 - 09:41

inseriert war: nebenberuflich, 25€/h, für leichte datenerfassung, handynummer. beim ersten anruf gab es keine auskunft, um was für eine tätigkeit es sich handeln könnte. nun gut, es könnte eine sekretärin oder eine aushilfe gewesen sein, die keine ahnung hat. beim rückruf, wieder von einem handy, gab es einen termin, eine adresse, eine genaue wegbeschreibung, aber keine weitere info. nicht einmal den firmennamen. es sei denn, der wäre ‘ergeschoß’, was ich aber auf anhieb zu bezweifeln wußte. auf spekulationen meinerseits, ob den daten pc-gerecht aufbereitet werden müßten, kundennummern, bestellisten usw. bekam ich – wie ich meinte – eine zustimmende resonanz.
dachte ich.
die veranstaltung heute, zu der ich im übrigen 1 3/4h mit der s-bahn nach schöneiche hinausfuhr, war im grunde eine verkaufsveranstaltung. der ‘financial consulting services’ – wie gut, daß ich ein bißchen englisch kann – stellte sich mithilfe einiger recht agressiv vorgetragener rechenbeispiele zum thema krankenversicherung, kfz-versicherung, rentenversicherung vor und scheute sich nicht, gleich auch ein paar daten der ‘bewerber’ abzufragen. versicherungen, banken usw. wurden schlechtgemacht, dafür aber das hauseigene (?) intranet und die dazugehörige software aufs schönste präsentiert. so einfach ist das mit den finanzen.
vor der pause, nach der dann (endlich) etwas zu dem job (leichte datenerfassung, you kow) gesagt werden sollte, wurde noch dazu aufgerufen, doch gleich mal für sich einen beratungstermin zu machen. selbstverständlich auch dann, wenn man dann vielleicht gar nicht für den ‘financial consulting services’ tätig werden sollte.
bitte jetzt nicht fragen, was das denn für eine tätigkeit gewesen wäre. erstens ist das nicht schwer zu erraten. und zweitens bin ich, nachdem ich in der pause – einmal bevor und einmal nachdem ich aufs klo geflüchtet war – natürlich noch aufs übelste (‘ach, dann sind sie also schon aufs beste versorgt?’) persönlich auf einen beratungstermin angehauen wurde, nach hause gefahren.
fazit: ???
oder doch, vielleicht: diese leute verstehen weder was von geld, obwohl sie sicherlich den zinseszins auszuwerten in der lage sind. noch verstehen sie etwas von menschen. als würde ich solchen leuten freiwillig auch nur einen hauch meiner finanziellen lage offenbaren.
aber ich fürchte, das gesamtkonzept reicht um reichlich abzusahnen. angst liegt ja genug in der luft.

rechts vom flughafen

18. Oktober 2004 - 03:26

selbst in dieser stadt kann ich offensichtlich ost und west nicht auseinanderhalten.

report

16. Oktober 2004 - 10:26

das war ein seltsamer trip, zwischen den welten, hin und wieder zurück. alles geht so schnell, die tage, die wege.
ebenso wie ich letzte woche eigentlich nicht nach wtal fahren wollte, ganz genau so hatte ich am mittwoch keine lust auf berlin. erst langsam bin ich wieder hier angekommen. beinah jedenfalls.
es ist komisch in der alten heimat, wo ich alle und alles kenne, die menschen auf der straße, das café um die ecke, alles ganz und gar vertraut. doch wo immer ich hinkam und wieder wegging, ich konnte nicht mehr nach hause. das stand fest, in mir, manifestiert. ich bin längst fremd.
der bühnenabend war schön, fast berauschend, wie immer im grunde, nur besser. das licht und das publikum, die eigene stimme, ganz leise, ganz langsam, füllt über das mikro den ganzen raum. es ist so leicht. es ist ein genuß. (nebenbei bemerkt komme ich an mit meinen kürzestdialogen, I und ich, er schwul, ich lesbisch oder so, interpretieren drei kleine hetenschmonzetten, jeweils gedoppelt, inklusive finaler scheidung.)
so schnell kommt das nicht wieder, hier, seit mittwoch schweige ich wieder. suche arbeit und finde mich mühsam zurecht. aber es geht schon, es geht.
nur lisa fehlt.

die radisch

14. Oktober 2004 - 11:06

aktuell, über die jelinek. nun ja, besonders der letzte satz. da fehlen mir die worte.

aber

08. Oktober 2004 - 11:10

der nachgeschaltete sommer ist vorbei, es ist herbst eindeutig. ich höre und lese viel, überall, über das sterben und die toten. unsere toten, die haben wir alle, nicht wahr? irgendwo. das gibt mir zu denken, und es gäbe viel zu sagen. aber.
es ist nicht leicht. nicht wahr?