raum für notizen

skandalon

16. November 2004 - 10:58

‘Sexualität aber bedeutet den Tod. – Wir sind sterblich, also sehr individuell, also sehr sexuell, also sehr tragisch. Das ist doch viel besser als die unendlichen Teilungen des Regenwurms.’
wie soll man nun dieses verstehen?

alle tage | 0 » | plink
  • frau fragmente:
    18. November 2004 - 3:57

    Am Anfang der Welt gab es keinen Tod.

    Am Anfang der Welt gab es Bakterien. Sie teilten sich, aus einem wurden zwei, nichts ging verloren, nichts starb.
    Dann gab es Volvox, eine Algenart. Volvox ist mehrzellig, kugelförmig, im Inneren der Kugel trägt es die Nachkommen, erzeugt durch sexuelle Vermehrung. Wenn es dann soweit ist, öffnet sich die Kugel, entläßt seine Nachkommen in die Welt, und stirbt.
    Sexuelle Vermehrung macht Evolution möglich, weil es Nachkommen gibt, die von zwei verschiedenen Lebewesen Erbinformation bekommen haben. Die Erbinformation von Bakterien bleibt immer gleich, immer eins, keine Vermischung.
    Seualität ermöglicht Evolution und Differentiation, der Preis dafür ist die Sterblichkeit.

    http://www.biologie.uni-regensburg.de/Biochemie/Sumper/seiten/Volvox/Vegetativ_Vermehr/Veg_start.htm

  • engl:
    19. November 2004 - 1:13

    oder aber sexualität und krieg?
    (wie hier angedeutet: http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/407032/ )

  • engl:
    19. November 2004 - 12:01

    interessant. hübsche bilder auch. und tochterkolonien und so. fast poetisch. alles in allem mir gar nicht so fremd, wie ich schon sagte.
    wenn es also ein verbindung von sexualität und sterblichkeit gibt, wie ist es dann mit der verbindung zwischen spiritualität und sexualität?