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lit-blog

12. Juli 2005 - 11:12

mitunter bin ich es leid, das tagesaktuelle gerede über die banalität des bloggens, und damit des alltags, natürlich. es handelt sich nicht um fundierten journalismus, nach allen regeln der kunst. ja, was? es sind auch keine geschichten, kein literarisches neuland. nein, ist es auch nicht! wer hätte das gedacht? aber was soll das denn? es ist eben bloggen, es hat seine eigene art.
und wer sagt eigentlich, daß der alltag und das eigene kleine hirn banal wären? die fragen, die uns beschäftigen sind doch vielfältig. wie ißt man döner? und warum? wie werden schweine geschlachtet? oder vögel zerteilt. wie geht poker im fersehen? und warum? wie war das mit dem käse früher? und der wein erst. warum ist der überhaupt schon wieder alle? schon mal einen liegestuhl aufgebaut? sind köche auch kunstkenner? warum bleiben labtops in s-bahnen liegen? oder werden auf bahnhöfen geklaut. von frau merkel mal ganz abgesehen, dieser tage auch ein fettes thema. das ist doch alles andere als banal.
einen zusammenhang zur literatur – und möglicherweise auch zum journalismus, das mögen die journalisten beurteilen – gibt es aber doch. man schreibt es nicht hin, oder zumindest nur sehr selten. man schreibt es wirklich besser nicht, das geht meistens auf kosten des stils. ich verstehe das, durchaus. ich bemühe mich, außer im blog natürlich. denn man beschäftigt sich ja schon mit all diesen banalen dingen, ziemlich oft sogar und ziemlich lange auch. das gehört einfach dazu. (heute zum beispiel: wie schärft man ein wiegemesser? werde ich sicher nie irgendwo erwähnen, auch nicht niederschreiben, wie sich dieses problem lösen läßt. mußte ich mich dennoch heute mit beschäftigen.)
nachtrag 1: vielleicht mag ich deshalb das fernsehen. weil man so vieles nebenbei erfährt. diese dummen, banalen alltagsdinge. und es geht nicht tiefer als es muß.
nachtrag 2: nein, antiblogging heute. keine verlinkungen!
nachtrag 3: oder auch wie man aufs klo geht, und das muß nun doch verlinkt sein, das geht nicht anders. bah!

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