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handarbeit

31. Juli 2005 - 05:09

die sonntagszeitung bringt immer auch den stellenmarkt ins haus. sofortige abarbeitung der dürftigen angebote war aber nicht möglich, da zunächst einmal der strom im büro weg war. (in den nachbarwohnungen allerdings komplett, sodaß ich mit bad- und büroausfall noch richtig gut dran war. besonders, weil in der kombination der kühlschrank zum glück nicht gnadenlos heruntergetaut war.) also kein anschreiben, keine kurzrecherche, kein lebenslauf machbar.
obwohl es da tatsächlich eine anzeige gab, die einen einerseits tabellarischen, andererseits jedoch handgeschriebenen lebenslauf forderte. allen ernstes! wo gibt es denn sowas, im digitalen zeitalter? ob die tatsächlich ein graphologisches gutachten einholen? oder ob sie nur wollen, daß sich die bewerber hinsetzen, um ein original herzustellen, statt einfach nur immer und immer wieder dieselbe fassung auszudrucken. das stimmt aber auch, da haben sie ja recht. das wird tatsächlich langweilig, so nach dem 50sten bis 100sten mal.


  1. inge lütt:

    Vielleicht wollen sie auch einfach nur wissen, ob die Sich-Bewerbenden auch ohne “Spell-Check” der Rechtschreibung zu huldigen bereit sind.

  2. engl:

    daß die rechts- oder linksverschreibung heutzutage nun wirklich kein argument mehr ist, hatten wir aber doch schon an anderer stelle geklärt:
    http://www.light-inside.de/weblogs/2005/07/rechtsverschrei.html

  3. inge lütt:

    Und wenn es eben nur um die Huldigung ginge und nicht um tiefergehende Religionsfragen?
    Könnt ja auch sein, dass die betreffenden Stellenausschreibenden eben solcherlei schreibtechnische Havarien vermieden sehen möchten.
    Ach ja. Und den Glauben an das Gute hab auch noch irgendwo auf der Festplatte. ;-)

  4. engl:

    ich weiß nicht recht. soweit ich mich erinnere, handelte es sich um eine aushilfskraft im supermarkt. in dem fall würde ich eher gesteigerten wert auf die grundrechenarten legen. oder die oberarmmuskulatur vielleicht.
    was ist auf der festplatte?

  5. inge lütt:

    auf der festplatte? da ist party angesagt.
    hoffentlich.

    vielleicht muss die aushilfskraft im supermarkt nicht nur die kisten wuchten, sondern anschließend auch die gemüsepreise oder obstnamen auf täfelchen schreiben? kann aber auch gut sein, dass ich mal wieder keine ahnung hab vom real existierenden arbeitsmarkt. (-;

  6. engl:

    hm… dann ginge es also um die lesbarkeit? dazu muß ich als gelernte dekorateurin aber sagen, daß plakatschrift etwas grundsätzlich anderes ist als handschrift.

  7. inge lütt:

    wohl wahr. (-;