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von wegen fußballnation

09. Juli 2006 - 07:59

ich mag ja fußball, irgendwie zumindest. wie könnte ich auch nicht, ich komme schließlich aus dem ruhrpott. als kind bin ich auf dem schulweg tag für tag an dem gebrauchtwagenhandel von helmut rahn vorbei gelaufen. und willi lippens hat in derselben straße gewohnt, nur ein haus weiter. ich hätte sicher auch selber gespielt, wäre mir nicht die abwesenheit jeglichen ballgefühls zueigen. abgesehen von den lächerlich schwachen gelenken und den viel zu kurzen beinen. aber fußball gehört dazu, das steht von anfang an fest.
das mal vorneweg.
wenn ich mir nun aber dieses geschwätz reinziehe, ob in print oder in der flimmerkiste, über das neu definierte nationalgefühl und die gemeinsam-schaffen-wir-es mentalität allerorten. dann wird mir langsam aber sicher übel. denn gleich ist das ding vorbei, liebe leute. dann ist er aus, der zauber. dann müssen freude und taumel von anderswo herkommen, und das ist sicher nicht so leicht. (nennt sich übrigens adrenalin, das zaubermittel. ganz umsonst und körpereigen, aber eben auch sehr schnell verbraucht.)
diesbezüglich scheint es mir angebracht, den blick auf frau merkel und ihre “mannen” zu lenken. ganz üble performance in letzter zeit, da hilft nix. auch kein klinsmann. (aber adrenalin ist ja ein streßhormon, das springt auch bei ärger, frust und wut an.)

[oh, 1:1! also ab sofort für frankreich! wegen zidane. – 22.22h okay, letzteres revidiere ich! fußball ist ja nun kein wrestling.]

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