raum für notizen

bleistifte

21. Januar 2007 - 01:49

nachdem ich neulich nachts über die verkümmerung meiner höchstpersönlichen schriftkultur gejammert habe, heute dazu eine kleiner ergänzung, um nicht zu sagen eine partielle revision.
mit dem einzug der prozessoren in meinen arbeitsalltag sind papier und stifte weit an den rand gedrängt worden, das bleibt unbestritten. wobei das eine, das papier, weiterhin gebraucht und geliebt wird, das andere jedoch, die stifte, immer weiter zu verkümmern drohen. letzteres ist natürlich traurig und, bei näherer betrachtung, auch nicht unbedingt zutreffend. zwar sind kugelschreiber und anderes kritzelwerkzeug durchaus vom aussterben bedroht, dienen einzig und allein dem verfassen von einkaufszetteln oder dem ausfüllen von formularen. meist aber nicht einmal mehr das, formulare werden mit finelinern bearbeitet und listen jedweder art mit bleistift notiert. kugelschreiber haben da keinen platz mehr, nie würde ich einen kaufen. das war früher anders.
aber nun zu den bleistiften. ich liebe sie und nutze sie ausgiebig, vor allem zur korrektur. bleistifte gehören zum papier, das ist ein unzerstörbares paar. dabei bevorzuge ich derzeit den klassischen holzummantelten beistift, nachdem ich lange die feinen minenschreiber und, aus alten architekturzeiten, die meist grünen druckminenstifte benutzt habe. letztere sind natürlich sinnvoller, weil rationaler. wer hätte nicht schon einmal in ein wenigen minuten einen holzbleistift komplett weggespitzt, weil er immer wieder abgebrochen ist? und ich mag spitze spitzen.
ganz am rande: füller werden natürlich auch jederzeit vom allgemeinen stifteschwund ausgenommen sein. schließlich sind sie als einziges schreibgerät dem bleistift nahe. ich besitze etwa sieben füller, wovon aber nur drei wirklich benutzbar sind. ich benutze sie dennoch kaum.

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  • arboretum:
    22. Januar 2007 - 9:43

    Meist bekomme ich Kulis geschenkt, in die, die ich besonders mag, bastele ich dann die Minen aus den hässlicheren Werbegeschenken hinein. Bei meinen Lieblingskulis geht das aber leider nicht. Alle vier habe ich selbst gekauft: einen giftgrünen vom Zoo Leipzig (leer, nicht nachfüllbar) und dann noch drei mit Sichtfenster, in dem sich etwas bewegt. “Der rasende Roland” wie auch ein Dampfer vor den weißen Kreidefelsen von Rügen und die Schonerbrigge “Greif” vor der Silhouette von Greifswald. Die kann man zwar öffnen, aber bislang habe ich noch keine so kurzen Minen gefunden, die da hineingehören. Deshalb schreibt nur noch einer von ihnen (die “Greif”). Leider habe ich keine Ahnung, wo man kurze Kuliminen herbekommt.