raum für notizen

ticktack

29. März 2009 - 23:51

der erste tag nach der umstellung auf die sommerzeit ist immer ein verlorener. nichts geht, alles ist verschoben, so blöd das auch klingt. man hinkt hinterher, die ganze zeit. und weiß nicht einmal was das ist, das so unerreichbar bleibt. zeit ist eine illusion, mehr nicht. eine illusion, die in uns wohnt, wie mir scheint. tick-tack-tick-tack-tick. hier ist mein herz, dort meine nerven. das blut nicht zu vergessen, der ewige strom. nur die äußerste schicht, meine seele, kennt keine zeit. und schweigt dazu, zu allem. gelassen.

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straßenbaumaßnahmen

27. März 2009 - 20:10

hey, was lese ich da gerade? meine weserstraße wird asphaltiert, womöglich sogar noch in diesem jahr. das freut einerseits, wenn ich an das lästige kopfsteingepolter denke, denn da schwingt hier oben der dielenboden mitunter bedenklich mit. andererseits macht das asphaltieren selbst sicherlich wieder extralärm, schlimmstenfalls im sommer. ich glaube, hier hat es für mich noch keinen einzigen baufreien sommer gegeben. das nervt. außerdem ist es auch irgendwie schade, wenn überall das kopfsteinpflaster verschwindet. rein optisch, versteht sich, da verliert so eine straße doch irgendwie an charme.

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erfolgreich abwracken

27. März 2009 - 13:05

gerade ist es verlängert worden, das allgemeine abwracken. ach nein, natürlich nur das sinnlose verschrotten von durchaus funktionsfähigen kraftfahrzeugen. aber was solls, ist doch egal, ob so oder anders, dieses oder jenes. ob autos oder leben. alles neu, macht der mai. ich finde das gut, das paßt doch, dieses wort: abwracken!

klingt fast wie abkacken.

also los, wracken wir ab. in die presse mit dem ganzen schrott, und nicht nur die autos. so geht das nicht, das reicht doch niemals. es braucht mehr, das ist größer gedacht, muß also größer werden. viel größer. das ist im grunde ein globales projekt. so sehe ich das. verwandeln wir doch einfach die ganze welt in hübsch kompakte müllquader, stapelware, und lagern sie aus. dann wäre das zumindest schon mal erledigt. ein anfang, immerhin.

Ein neuer erfolgreicher Tag ist übrigens eine skulptur am wuppertaler kasinokreisel – der, nebenbei bemerkt, übrigens schon lange kein kreisel mehr ist, sondern nur noch so heißt – die von der sparda bank gestiftet dort aufgestellt wurde. normalerweise trägt der erfolgreiche kerl – ist es ein banker? tatsächlich? – natürlich einen schlips, wie es sich gehört, der ihm bei seiner harten arbeit aber offensichtlich immer wieder mal abhanden kommt.

trübsinn | 0 » | plink

wienrecherche (9)

26. März 2009 - 13:29

Eine echte Melange wird nicht in der Schale, sondern im Glas serviert.”

also schluß mit latte, endlich.

Klaus Thiele-Dohrmann, Europäische Kaffeehauskultur

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