raum für notizen

radrappel

21. August 2009 - 14:02

ich bin untreu geworden, habe meiner bisher favorisierten froschradwerkstatt den rücken gekehrt. es gibt einfach naheliegenderes, zum beispiel velomondo, die gerade einen neuen laden in der pannierstraße 13 eröffnet haben. da wird zwar noch mächtig gerödelt, und es wird wohl eine weile dauern, bis der laden auch wie ein laden aussieht. aber reparaturen funktionieren bereits gut. ein paar neue räder sind auch schon zu bewundern. und leihräder gibt es ebenfalls, hab ich neulich mitgekriegt.

mein altes rappelrad, das sich imlaufe seines langen lebens bei mir – dreißig jahre immerhin – von einem 10-gang antrieb zu einem 15-gang bergantrieb (bergisches land) gewandelt hat, wurde nunmehr in dem neuen laden auf ein 5-gang ensemble reduziert. na ja, dafür rappelt es nicht mehr, und auch die retrooptik stimmt wieder. die bergantriebsvariante sah doch jahrelang ein wenig mountainbikeklobig an dem doch eher filigranen gerät aus. und fünf gänge sollen einstweilen mal reichen für berlin. ist ja alles völlig flach hier. und ich hab sowieso nie rausgekriegt, ob man vorne auf das große oder das kleine zahnrad wechseln muß, wenn man es leichter haben möchte.

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  • Gina:
    21. August 2009 - 18:33

    Singlespeed! In Berlin (und anderswo) fährt man Eingänger. Stählt die Waden und die Lunge. Und sieht aufgeräumt aus. Außerdem muss man sich keinen Kopf mehr um eine Schaltung machen – die schlicht nicht da ist!

    Was ist es denn für ein Rad? Marke? Klingt interessant…

    Grüße Gina

  • engl:
    21. August 2009 - 23:02

    ich weiß. in berlin sind sogar fixies recht häufig. zwei starre naben, keine bremsen, kein licht. ein sattel, immerhin. ;-)

    aber das ist nichts für mich. ich mag zwar waden haben, dafür sind aber meine knie nicht besonders radtauglich. die brauchen abwechslung. mal schnelles und mal kräftiges strampeln, je nach zustand.

    mein altes schätzchen ist ein garelli, damals das beste vom besten, für 400,- DM. ganz original ist es natürlich nicht mehr, die superdünnen rennradreifen sind weg, die lenkerstange habe ich zugunsten meines rückens verlängert und viele verschleißteile wurden ausgestauscht.

    ich mach mal ein bild, wenn ich fertig bin. ich muß noch die schutzbleche richten, hab leider eben beim anmontieren eine strebe zerdeppert. ein neues rücklicht – mit standlicht – gibt es auch noch, aber dann ist die alte herbstbereit.

  • Ze Evil Kohl:
    22. August 2009 - 2:46

    @gina: don’t buy into the hype 3 Gänge dürfens sein, und wenn ich den ersten hipster seine Einkäufe aufm Rad fahren sehe dann glaub ich daran das dieses ganze “vergewaltigte-Rennrad” Prinzip mehr ist als reines Modezeuch ;-)

    Mit 7-24 Gängen in der stadt hält auch die Trittfrequenz in brauchbaren bereichen ;-)

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    22. August 2009 - 23:28

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  • Gina:
    24. August 2009 - 8:28

    Naja… Ich habe ja auch “ernsthafte” Räder… Mit vielen Gängen, die die Trittfrequenz ebenso in erträglichem Rahmen halten wie die Herzfrequenz… Aber ein bisschen crazy darf´s manchmal schon sein. Wenn man/frau erst mehr Räder besitzt, als die Woche Arbeitstage hab, muss eines eben herausstechen. Und ich liebe meinen Singlespeeder (der allerdings mit Freilauf und Scheibenbremsen ausgestattet ist, weil Fixies am MTBs nicht wirklich Sinn machen. Obwohl… Man probieren?)

    Grüße Gina