raum für notizen

i need a brake

13. August 2011 - 11:59

so fängt ein tag gut doch an, nachts um halb drei, wenn es draußen plötzlich scheppert. und ich zehn minuten später auf der straße stehe, um die 230 kilo kawasaki irgendwie wieder in die senkrechte zu bringen. zum glück ist die weserstraße ja mittlerweile durchgehend belebt, so konnte ich wieder nicht in erfahrung bringen, ob ich diese gewichtige aufgabe nicht eventuell doch – unter zuhilfenahme der angelesenen hebeltechnik – allein bewältigen könnte. dazu war der nette mann, der gerade vorbeikam, einfach zu kräftig. und schlaftrunken, mitten in der nacht ist eh kein guter zeitpunkt für solche übungen.

etwas später dann noch ein wenig mit zwei polizisten geplaudert, die prompt vorbeigefahren kamen und nach umgeworfenen rollern suchten. da hat offensichtlich wieder mal jemand spaß gehabt, und einmal im jahr im schnitt bin ich mit dabei, egal ob absicht oder versehen. das immerhin kann ich nach ziemlich genau sieben jahren berlin inzwischen sagen. nicht immer sind die verursacher anschließend so nett wie die letzten beiden male und stellen die kiste wenigstens wieder hin. überhaupt nie kommen sie auf die idee, daß an so einem motorrad dabei immer etwas kaputtgeht. mal mehr und mal weniger, meistens nur kleinigkeiten. diesmal hat es den bremshebel in drei teile zerlegt, mit einem absolut unbenutzbaren reststummel am lenker, außerdem ist der tank vorne an einer stelle aus der verankerung gerutscht. der gumminupf ist aber noch da, das werd ich wohl selbst hinkriegen. auf eine anzeige habe ich großzügig verzichtet, mein bescheidener kleiner beitrag zur entlastung der berliner polizei.

heute morgen dann frühsport, zweimal mit dem rad zum motorradteiledealer in kreuzberg und wieder zurück. und doch keinen passenden bremshebel gekriegt, sondern nur bestellen können. kommt frühestens dienstag. das ist ärgerlich, denn das wetter ist gut und ein bike ohne bremse praktisch unbenutzbar.

alle tage | 2 » | plink