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archiv: Oktober 2012


23. Oktober 2012 - 18:39

kurz vor fünf ein rangierender wagen direkt unter meinem fenster, der den container, der dort steht, abzuholen versucht, es aber auch nach mehrmaligen versuchen nicht schafft, weil der container von beiden seiten zugeparkt ist. der hat mich geweckt. danach einfach nicht mehr einschlafen können, also hin und her mit mir, noch im bett, und ein paar seiten, mehr als zwei, notizen gesammelt, in der halbschlafwirrnis produziertes, irres zeug. dankbar bin ich für diese disziplin, denn ich hätte jedes wort vergessen, jede abfolge und allen zusammenhang, in den zwei stunden schlaf, die danach doch noch möglich waren.

der text läppert sich, wächst möglicherweise zu einem apokalyptischen großstadtkrimi heran, könnte dabei aber auch irgendwie weich bleiben. muß halt noch ausgeschrieben werden, diese sammlung aus fragmenten, die da zur zeit auf etwa sieben seiten steht. so zart wie hart und absurd natürlich. weiter weiß ich doch selber noch nicht.

22. Oktober 2012 - 13:35

ich träume von meiner ersten wohnung in berlin, immer wieder. ich laufe durch die straßen, suche sie, kann sie aber nicht finden. obwohl ich weiß, daß ich niemals weit weg bin, immer ganz in der nähe. wie blind bin ich, wie fehl. dabei weiß ich, sogar im traum, daß ich von dieser wohnung nur geträumt habe, damals, vor zwanzig oder dreißig jahren. und suche sie dennoch. heute. hier. in meinem träumen.

21. Oktober 2012 - 13:18

wieder die kirchenglocken von weit, wie jeden sonntag zur meditation. und die kleine meise, die war auch wieder da. tatsächlich.

21. Oktober 2012 - 10:47

mit dem motorrad durch essen fahren, ganz nah am bürgersteig vorsichtshalber, weil mir die tränen übers gesicht laufen. ich will nach hause, sage ich mir. immer wieder, ich will nach hause. wissend, daß es das nicht geben wird. niemals gegeben hat.

auf dem balkon einer freundin, die mir von ihrer liebe erzählt und mich dabei am ohr kitzelt. dann fragt sie unvermittelt, ob ich nicht weinen möchte, sie sei doch nun da und würde auch überall hinkommen. zu mir.

wissend, daß das nicht geschehen wird.

zur flucht nehme ich den hinterausgang, wie immer. die hölzerne kellertür, die direkt in den schacht führt und niemals verschlossen ist. der feuchte, dunkle grund, der meine heimat ist. und bleibt.

beim aufwachen geht der blick in die sonnengelben lindenblätter vor dem fenster. immerhin.

wortzen

19. Oktober 2012 - 23:00

lyrik -> # ein krankes tier

prosa -> auf der suche. in wartestellung. aber da. voll da.

the light outside

17. Oktober 2012 - 00:05

gnade

15. Oktober 2012 - 00:00

ach, dieser sommer, so verliebt war ich, so wach und roh. so irgendwo, besser aufgehoben, ein paar tage noch, nur ein paar tage frist. sonne, licht und der wind, etwas wärme in den letzten ecken, in die ich mich verkrieche. bevor ich mich vergrabe, eingrabe für den rest.

ach, die zeit, die vergeht.

14. Oktober 2012 - 12:44

bei der meditation heute morgen hatte ich eine kleine meise. auf dem balkon.

14. Oktober 2012 - 00:32

wenn so ein abend richtig gut ist, vergesse ich das twittern und fotos posten. (so ein mist. ;)

ich sollte mich nur noch mit schriftstellerInnen umgeben. und rauchigem whiskey. (oder einfach mek.)

gutnacht.

ein ebook mit stift

12. Oktober 2012 - 18:43

die arbeit an meinem ebook hat mich ja unter anderem auch besser mit meinem kindle vertraut gemacht. nach fast einem jahr wurde das endlich auch einmal zeit. und weil ich im zuge der arbeiten auch noch calibre von grund auf kennen und lieben gelernt habe, hat sich der text- und buchbestand auf meinem gerät zügig verdreifacht. und kein ende ist in sicht, seit ich weiß, daß und wie man alle mögliche texte dafür aufbereiten kann. mit calibre nämlich. jetzt lohnt es sich endlich, das ding immer dabei zu haben.

heute morgen träumte ich allerdings von dem idealen ebook für mich. es war so schön klein und leicht, wie mein jetziges. der bildschirm war matt und leuchtete selbstverständlich nicht. im grunde war alles genau so, wie derzeit auch. nur hatte das ding einen touchscreen, denn das fehlt mir wirklich. und es gab einen stift! einen kleinen, weichen griffel, mit dem man sich notizen machen konnte. direkt auf den bildschirm, fußnotizen sozusagen.

genau das will ich, genau so. weil lesen und schreiben zusammengehört. für mich zumindest. und schnell bitte. ich weiß, daß das geht.