home




going (27)

17. August 2014 - 21:10

das mit dem namen habe ich gelassen. der, der da steht, ist der richtige für diese person. ein wahnsinn, das jetzt ändern zu wollen. später vielleicht, einstweilen geht es so weiter.

gestern eine halbe seite, heute weiter bis zur fünften, es geht also voran im achten kapitel. das ist gut, kommt mir aber mickrig vor. andererseits überwältigend, de facto verwirrend. sehr. zum wiedereinstieg in den text habe ich tief gerührt in dem instrument, das ich bin. zu wild vielleicht, zu tief in den urgrund gestoßen. ich bin überrascht, plötzlich, wie trunken.

mich also wiedergefunden, aus dem text gerissen, im letzten moment, umgeben von einem zustand, der jahrzehnte zurückliegt. kein unbekanntes sein, ende zwanzig, anfang dreißig, irgendwo zwischen wuppertal und england. so war das, damals, so fühlte es sich an. aber was?

das ist eine neue art der erinnerung, die nicht aus mir zu wachsen scheint, sondern mich umgibt, für eine weile nur, eine gewisse zeit. dann verfliegt er wieder, ich weiß es noch während ich mich daran berausche. wie ein duft oder ein hauch, der dennoch tief eindringt. ohne spuren zu hinterlassen.

jetzt ist es wieder weg. (und läßt sich kaum mit worten fassen, daß es das noch gibt.)

ich bin nicht die, über die ich schreibe, in deren namen ich spreche. ich bin etwas anderes, zum teil etwas sehr anders. ich habe keine kinder, diese verantwortlichkeit ist mir fremd. meine sehnsucht nach familiärem zusammenhalt oder auch nur nach erklärungen diesbezüglich ist gering, im grunde nicht mehr existent. ich suche nicht nach verbindlichkeiten, die sich über jahre erstrecken, vertiefen. oder irre ich da?

nein, ich bin anders, weil ich es will. meistens jedenfalls, das ist mein recht, mein verdienst. doch wir teilen eine traurigkeit, soviel habe ich verstanden. wir teilen diese verlassenheit. das verbindet uns.

jetzt: lassen. es lassen.


  1. engljetzt » Blog-Archiv » arbeiten will ich:

    […] 17. august 2014 stammt der letzte eintrag, auch das war bereits ein anschlussversuch. ein gescheiterter, wie ich […]