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workflow

07. Januar 2017 - 02:31

es ist ja so. wenn ich in den baumarkt gehe, muß ich hinterher etwas bauen. meisten weiß ich sogar im vorfeld, was das sein wird. deshalb gehe ich ja in den baumarkt. wenn ich hingegen zu ikea gehe, ist das ein wenig anders. dann möchte ich zum beispiel nach einem neuen besteck schauen, einfach so. ich weiß noch gar nicht, ob ich auch eines haben will. nach hause komme ich dann mit einem bambusschneidebrett, einem eimer und einer neuen stehlampe. das ist nichts besonderes, ich weiß. das gehört zum schwedischen möbelauserlebnis wie der inbusschlüssel.

zu hause fällt mir auf, daß mir die lampe eigentlich zu hoch ist. wenn ich ehrlich bin, dachte ich das im laden schon. und ich dachte, daß ich sie ja irgendwie kürzen könnte, absägen oder so. doch das geht natürlich nicht. das kabel steckt bereits in den rohrstücken, die nur noch zusammengeschraubt werden müssen. an einem ende die fassung, am anderen ende der stecker. wie soll ich da eines der rohrstücke rauskriegen? es dauert eine weile, bis ich darauf komme, einfach den stecker abzuknipsen, um das kabel ausfädeln und das überflüssige rohrstücke entfernen zu können. jetzt brauche ich aber einen neuen stecker. ich muß also zum baumarkt.

außerdem: bei der alten stehlampe, die ich ja eigentlich wegschenken wollte, habe ich dann noch den fuß abgeschraubt, drei löcher in die stange gebohrt und sie an den schrank mit der stereoanlage geschraubt. (ja, so etwas besitze ich noch.) das schien mir praktisch und sinnvoll, schrauben dafür hatte ich natürlich. die henkel an den eimer zu schrauben, das war leicht. wesentlich leichter, als den lampenschirm auf das drahtgestänge zu bekommen. das hatte es in sich. das bambusbrett habe ich noch geölt, wie es sich gehört. alle anderen auch gleich. nur das besteck habe ich gelassen, wie es ist.


  1. casino:

    ach, wie gern hätte ich so ein handwerkerinnen-gen! ich habe ja eher angst vor bohrmaschinen, die ergebnisse meiner arbeiten sind ausnahmslos anders als beabsichtigt, manchmal sehr anders, und baustellen in meiner wohnung sind so langlebig wie baustellen auf den berliner strassen. der rest wandert ins teilelager in der kammer.

  2. engl:

    das alles ist mit diesem speziellen gen nicht die bohne anders, glaub mir.

  3. Barbara:

    Mir wird beim Lesen grad ganz schwindelig.
    Zum Glück habe ich meinen persönlichen Schrauber.
    Wobei, alles klappt auch da nicht immer.
    Denke gerade an das angebohrte elektrische Kabel 1 m unter der Erde. Der Bohrmann hatte Glück, sonst läge er da jetzt auch.