home




keine klagen (47)

07. Juli 2017 - 17:08

nach den lesungen ist draußen wieder regen, wenn auch nicht so stark wie gestern. alles naß, also kein so rechtes seewetter. auch diesbezüglich ist es ein schlechtes jahr bislang. die texte dagegen wurden heute besser. oder sie lagen mir näher. oder ich habe mich einfach nur eingehört. kann alles sein.

ich bin auch friedlicher oder versöhnlicher oder wie sagt man. mit allen, nicht nur mit den texten, den lesenden. auch mit den jurorInnen, die sich gleichwohl verzetteln, verreden und irren. ist alles nur literatur, hätte ich fast geschrieben. ist aber alles tv, fällt mir in dem moment ein. tv und show und wettbewerb. also was?!

die arbeit, das handwerk, das wunder des schreibens, des lesens lebt dann doch noch ganz woanders. es kommt recht nah, aber es bleibt nicht, wohnt nicht in klagenfurt. nicht einmal hier. es wohnt eigentlich nie. auch nicht so neu, diese erkenntnis. daß das schreiben getan sein will, um nah zu sein.

und weil es mit dem baden nichts wird, nehme ich mir die zeit, den kopf aus der blase zu stecken und nach hamburg zu sehen. looks like hell!