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romantisierendes in den wochenblättern (108)

02. September 2017 - 11:07

was für ein trauriges und ahnungsloses, beinah elendes stück satz, das der vielschichtigkeit und härte von armut, die sich niemals nur auf geld bezieht, völlig blind gegenübertritt:

… Menschen also, deren ganzer Lebensmut darauf baut, dass sie ihren Kindern zusehen können, wie sie etwas anderes lernen, entdecken, ausprobieren können als sie selbst, …

dabei ist der rest der kolumne mit dem knappen titel „Lernen“, die grundaussage und die daraus resultierenden forderungen, mehr als nur richtig und wichtig:

Wo aber Armut sich vererbt wie Privilegien, ist das Leben der einen so wenig Ausdruck eigener Leistungen oder Verdienste wie das der anderen.

An der sozialen Durchlässigkeit einer demokratischen Gesellschaft hängt ihre ökonomische wie politische Existenz.

das ist so zu treffend und wahr, auch das elend darin. das unverstandene. das ist schade.