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archiv: März 2018


weben

29. März 2018 - 23:46

die schreibklausur so dicht an die alltagsarbeit zu legen, war nicht geplant. auch nicht, daß ich aufgrund der hohen taktung der letzten wochen wie ein rasendes rädchen hier stranden würde. aus der arbeit direkt in eine überraschend erschreckende leere. und stille. von 100.000 auf NULL. sozusagen.

die unterkunft, in der ich gestern abend gestandet bin, ist die bislang beste, die ich seit letztem sommer hier in der gegend hatte. (die teuerste auch.) passt bis fast ins letzte. große leere und schlichtheit, raffinierte raumgestaltung, schöne bilder, gutes bett, sogar platz zum sitzen. (meditatative kissenecke. das sitzkissen hab ich natürlich persönlich hertransportiert. )

nur das netz könnte langsam mal funktionieren, das hab ich schließlich mitgebucht. (ein hoch auf die mobilen 15gb, die ich sonst im leben, d. h. im monat, nicht aufbrauche.) in der küche gibt es keine scharfen messer. natürlich nicht, die gibt es nie. also habe ich vorgesorgt diesmal und mein opinel dabei. außerdem den milchschäumer und die miniespressokanne.

aber das bad hat fußbodenheizung, meine güte ist das toll.

die nächte sind ruhig und grundsätzlich dunkel. durch die nebelige kälte schien mir gestern ein fußballplatzflutlicht ins fenster, heute ist auch das still. tagsüber hört man, daß ganz in der nähe eine autobahn ist, vielbefahren. wenn man genau hinhört, liegt dieses raschen über allem.

ich bin müde, so müde.

hab aber zügig alles erledigt, was noch anstand, inklusive einkaufen usw. dann der mann im fahrradladen, bei dem ich schnell was billiges zum kette fetten kaufen wollte. ölen, heißt das. kette ölen! hat er dann auch gemacht, für umsonst, was mir ein wenig peinich war. mein grauenhaft verbogenes schrottrad, das zirka drei jahre im keller gestanden hat. aber fahren geht schon noch, so einigermaßen. zur not.

morgen soll es sonnig werden und zweistellig, bevor dann zu ostern der schnee zurückkommt. das wird helfen, den kopf freizukriegen. hoffe ich. ich glaube, ich stehe ganz gut da.

25. März 2018 - 21:46

ein paar sachen geregelt, die listen gründlich durchsortiert und (fast) alle brotberufsarbeit und (fast) auch das freie zeug erledigt, bevor ich am mittwoch wieder in klausur gehe. schreiben. und mich mal umsehen, weil es mir dort mehr und mehr gefällt. vorsichtshalber hab ich heute schon ein rad dort hingebracht, schließlich ist ja so gut wie frühling.

alles wird besser.

leipziger messematsch 2018

18. März 2018 - 21:26

es ist kalt in berlin, knapp unter null. doch das ist nichts gegen leipzig, wo die bücher wohnen. und von wo ich mit viel glück heute dann doch noch zurückkehren konnte, mit der bahn und mit zirka neunzehn stunden verspätung.

seltsam war das in diesem jahr. am mittwoch schon angereist, um kat frankie zu lauschen. (der link liegt ein wenig daneben, ist eine besprechung des göttinger konzert.) war irgendwie toll, aber auch nervig. womöglich bin ich jetzt wirklich langsam echt zu alt für ausgedehnte rumsteh- und rumwartekonzerte.

tags drauf dann, weit abseits des bücherrummels, erst mal einen abstecher zum thema bootskauf gemacht. viel gelernt und begriffen, erkenntnisse gewonnen und alles zuvor bereits so halbwegs beschlossene dann doch wieder verworfen. deshalb dann viel zu spät zur messe gekommen, am nachmittag erst. aber da war die welt noch in ordnung.

am nächten tag dann: schnee! am morgen noch matsch, aber dennoch bereits deutlich sichtbar vorhanden. beim (ausgedehnten) frühstück im café dann die info vernommen, daß über nacht weitere zehn zentimeter hinzukommen würden. so recht fehlte mir der glaube.

auf der messe etwas verloren herumgelaufen, mehrfach zeiten und orte verwechselt, zu allem zu spät gewesen und etwas vielleicht ganz besonders gutes und wichtiges ganz und gar verpasst. weil ich nichts davon wußte. erst später, bei der nachrecherche ging mir ein licht auf, aber egal. dazu will ich hier schweigen. beschämt. stattdessen zeitgleich mehr oder versehentlich in die rechte ecke geraten. unangenehm.

am abend zurück in schnee. reichlich schnee, und eis dazu. und eine kälte, auf die ich dann doch nicht so recht eingestellt war, obwohl ich den reisewetterbericht zuvor durchaus vernommen hatte. kollegInnengespäche über das schreiben, sich verschreiben oder doch nicht schreiben. dazu cointreau auf eis, wie unpassend.

noch ein messetag, für mich der letzte, der samstag. denn am abend war ich ja fix auf einem 50. geburtstag in berlin verabredet. pustekuchen! erst auch diesen messetag vorwiegend verdaddelt, das nächste mal muß ich mich wirklich besser vorbereiten. dann vier stunden versucht, im andauernden schneebedingten verkehrschaos einen zug nach berlin zu erwischen. oder einen ersatzbus. oder wenigstens eine auskunft. pustekuchen! das reisezentrum der bahn schloß pünktlich. das heißt, die wartenden wurden elegant hinausargumentiert, wobei allerdings auch ein vierköpfiges bahnsicherheitsteam tatkräftig präsenz zeigte. es übernahm die türgewalt.

geburtstagsparty = pustekuchen, zumindest für mich.

die rückfahrt immerhin in drei stunden geschafft. von der gastwohnung zur haltestelle, da dann gleich in die tram. am hauptbahnhof aufs gleis, da dann gleich in die bahn. drei schritte in den waggon und auf einen freien platz gesetzt. daß der zug im anschluß über eine stunde stillstand, weil er mit menschen überladen war? egal.

ich hatte glück, zuviel glück. zwei stunden später wäre da wohl nichts mehr gegangen.