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when things fall into place

08. Februar 2019 - 00:36

seit einer woche ist mir, als würde alles langsam, ganz langsam zusammenfallen. all die grenzen und beschränkungen, die trennwände und schutzmauern. das leben öffnet sich, ich bin da, auf einma. und ich bin sichtbar. besser spät als nie, könnte man meinen. ich habe auch gar nichts dagegen, es wurde wohl zeit. endlich.

andere erleben so etwas vermutlich als junge erwachsene. dieses gefühl, dass die welt zu allem bereit ist, jeder weg möglich, und das eigene darin von unverkennbarer bedeutung.

ganz so ist natürlich nicht. ich bin nicht jung, ich war es nie. somit ist sowieso alles anders, jetzt. dennoch scheint sich auf einmal alles an seinem platz zu befinden. wofür ich mich vor einer woche noch geschämt hätte, das elend meines eigentlichen berufs, für dessen ausübung ich seit jahren und jahrzehnten zunächst einmal das geld beschaffen muss, um ihn mir leisten zu können.

auf gut glück, ohne hoffnung, ohne ziel.

das ist es, was in sich zusammenfällt und sich damit zugleich zurechtrückt. mein talent und meine bestimmung, der weg ist gemacht. ich weiß nicht einmal wie. und warum. bislang ist auch konkret noch gar nichts erkennbar, nur die arbeit daran. die ist mir gewiss.

es ist die langsamkeit, die derzeit alles noch mehr oder weniger unkenntlich macht. auch für mich. und mich damit verwundert und beglückt zugleich.

zusehen zu dürfen, wie sich alles findet. weil es sich finden muss. im nachhinein sagt sich das leicht. doch meine welt war eine andere, bislang. nicht eingeteilt in gewinner und verlierer. nicht beschränkt auf die einfachen wahrheiten. mehr ein geflecht von atmen und verstehen in all dem nebel. deshalb war ich nie ein verlierer, allerhöchsten verloren. das habe ich gekannt, damit konnte ich rechnen, so habe ich gehandelt.

doch wie es aussieht, habe ich jetzt auf einmal gewonnen. ich kann es nicht anders sagen. und was nun?

später mehr, weniger kryptisch. vielleicht.

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