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der körper ist ein arschloch

03. März 2019 - 23:18

so oder so ähnlich drückt ANderS sich aus, wen sie selbst mit dem ihren hadert. ich bin dann immer ein wenig erschrocken, bislang zumindest. nie käme ich auf die idee, mich derart massiv zu beschweren, weil er mal ein wenig husten und schniefen mag, der blöde körper. das geht vorbei, immerhin.

in diesem jahr, spätestens seit der gürtelrose, sehe ich das selbst ein wenig anders. bis dahin war alles so einigermaßen im lot, altersentsprechend ein wenig brüchig, mehr nicht. mit dem einem einzigen ausreißer autoimmunverwirrter natur, der sich aber über jahre am riemen zu reißen wusste. und weitgehend stillschwieg.

seit zirka vier wochen weiß ich nun nicht mehr, wo mir der kopf steht. ist das nun das rheuma? oder eine erstverschlimmerung aufgrund der massiven physioterapie? also sowas wie muskelkater, in kombination sehnendehnung und nervenreizung? geistert ein wildgewordens herpesvirus da immer noch in mir herum und lässt mich nacht für nacht nicht schlafen vor schmerzen? oder habe ich am ende nur einen fehler gemacht, als ich das bett mithilfe eines federnden lattenrostes umgebaut habe?

glaubt man an eine verbindung zwischen körper und geist, kommen noch andere faktoren ins spiel. der häßliche streit am neujahrstag, mit zunächst nicht absehbaren folgen. (ein vorgehen, das sich nur langsam wieder löst.) der plötzlich sich abzeichnende berufliche erfolg kurz darauf, den ich noch immer nicht so recht begriffen habe. (ist auch ein solches glück womöglich körperverwerfend?) und der roman nicht zuletzt. der text, der sich in den letzten wochen meiner biografie zugeneigt hat. durchaus beabsichtigt, aber deshalb nicht weniger gewagt. (die körperlichkeit des schreibens immerhin sind mir zutiefst vertraut und steht gänzlich außer zweifel.) auch das noch, auch das.

und was wohl sonst, das sich mir aktuell noch gar nicht erschließt. am donnestag, unmittelbar nach dem schreibtreffen, bin ich augenblicklich in eine derartig bleierne müdigkeit verfallen, wie ich sie lange nicht erlebt habe. eigentlich seit migränetagen nicht.

doch rechtfertigt all das eine derartige schmerzentgleisung? eine solche körperverwirrung? ist es das wert?

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