raum für notizen

schreibzeit (43)

14. März 2020 - 02:03

es ist seltsam. zu schreiben, während um mich herum alles wankt, auch in mich hinein natürlich. keine ahnung, wie die nächsten wochen aussehen werden. an monate vermag ich kaum zu denken.

seltsam auch, in diesem zustand in das letzte kapitel zu gehen. für das ich so ziemlich alles schon weiß, bis hin zum letzten satz. der steht nämlich bereits da, rein provisorisch natürlich. dazwischen ist wenig raum für improvisation, die dann aber dennoch geschieht, mitunter sogar massiv. da bin ich immer wieder überrascht.

schreiben ist so anders als das, was derzeit real geschieht. wo von stunde zu stunde sich immerzu alles dreht, verdreht und verwirrt. ich trau mich kaum hinsehen. wenn ich ins schreiben hinein versinke, verschwindet alles das. wie eben alles verschwindet, im flow oder strom. was immer es ist. auch eine welt, eine andere aber. eine ohne spuren, ohne macht und verzicht. eine gute welt, im grunde. einer verlorene, wenn das wort verklungen ist. leider.

wenn ich daraus wieder auftauche, dann lese ich und lerne. damit ich weiß, was ich tun sollte, in nächster zeit, was ich tun muss. und was nicht, das vor allem. ich denke darüber nach, ob ich wirklich am öffentlichen nahverkehr teilnehmen sollte. wie ich es im grunde gleich am montag wieder muss, wenn ich im büro erwartet werde. und dienstag und mittwoch auch. ich suche nach einer lösung und finde, dass ich mir so schnell wie möglich einen bürorechner für zu hause einrichten (lassen) sollte. für alle fälle, wer weiß schon, was in einer woche sein wird. oder in zwei oder drei wochen vielleicht.

na, mal sehen, was mein chef dazu sagt, gleich am montag. aber das machen längst schon einige in der firma, das sollte kein problem sein. hoffe ich zumindest, auch wenn es mir im grunde nicht gefällt. ich will nicht mein schreiben und meine sonstige arbeit vermischen mit dem brotbürojob. am selben ort, am selben tisch, mit demselben blick. das ist mir nix.

dann höre ich auf damit, dem lesen, lernen und denken. und ich schreibe wieder. und wundere mich, dass es überhaupt geht.

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