raum für notizen

rad

28. August 2020 - 01:41

wenn ich mal eine nacht nicht so richtig schlafe, also so richtig schlecht schlafe, nicht einfach nur wenig. wenig schlafe ich ja meistens. wenn ich ausnahmsweise mal stundenlang wachliege, weil sich etwas im hirn dreht, das nicht mit dem buch zu tun hat, mit kreativen ideen und deren entwicklung. wenn die alten geschichten auferstehen und sich wieder einmal mit mir beschäftigen wollen. wenn es mir doch wieder über die bettdecke turnt, was sich nicht erzählen lässt. die wahrheit, die ich nicht vergessen kann. die ich dann doch zu erzählen versuche, immer und immer wieder. obwohl doch niemand da ist, niemals. wenn ich also deshalb einfach nur nicht einschlafen kann.

dann nimmt mir das schnell alle kraft, so eng ist es inzwischen. dass ich einen ganzen tag brauche, um mich davon zu erholen. rein physisch. was in der zeit in meinem hirn abgeht, keine ahnung. ich muss nicht mehr immerzu hören auf diesen wahn. immerhin. so vieles davon ist falsch.

gestern war das, die nacht auf mittwoch. und jetzt ist donnerstag, richtig? nein, freitag! langsam geht es wieder.

als ich mein altes rad von der reparatur aus potsdam zurückgeholt habe, letzten samstag war das. so stolz bin ich auf das ding, das jetzt schon über vierzig jahre bei mir ist. da sagt der typ in dem ladendoch glatt: irgendwann blaucht mal eben ein neues. tatsächlich, das war sein einziger kommentar. und ich versuche ich herauszureden, dass ich es selten benutze und außerdem mehr als nur ein weiteres habe. was völliger quatsch ist, denn das eine ist ein rennrad und das andere ein spazierrad. soll heißen cruiser. letztes ist also irgendwie alltagtauglich, aber de facto sauschwer und klobig.

ich weiß das. und es ist so, dass ich vor einiger zeit bereits begonnen habe, mich nach einem neuen umzusehen. wenig zielstrebig und ohne großen druck dahinter. weit gekommen bin ich damit zunächst auch nicht.

kürzlich habe ich es dann aber gefunden, mein wunschrad. (nicht mein traumrad, das ist ein anderes, aber das macht derzeit keinen sinn. ich wüsste nicht, wohin damit.) eher zufällig, gesucht hatte ich nicht. trotzdem habe ich mich ziemlich schnell verliebt.

mehr verrate ich nicht. nur soviel: es hat strom und wiegt trotzdem lediglich vierzehn kilo. (leichter ist nur mein rennrad.) ich kann es in kupfer oder in petrol haben. wenn ich wirklich will.

will ich das? das schwere hinter mir lassen und mit ein bisschen mehr saft vorausfahren.

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