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04. November 2018 - 09:53

nächtliche kreativarbeit zwischen LaTeX code aufräumen und spanplattensägen. aber warum in einem drogeriemarkt? wo man dann böse wird wegen der späne und überhaupt gar nicht genug holz für mich vorrätig hat. und warum spanplatte? ich wollte doch osb.


sommerzeitpro

28. Oktober 2018 - 22:07

ich mag das ja, diese zeitverwirrung. wenn der körper den ganzen tag eine andere zeit erfährt, als die uhr es vorgibt. eine woche in etwa wird das jetzt so gehen. spätestens morgen nachmittag, wenn es erst dämmert, dann dunkelt und der arbeitstag noch lange nicht zuende sein wird, werde ich es hassen. weil ich dann im dunkeln nach hause fahren werde, das mag ich gar nicht. außerdem werde ich trotzdem nur mit mühe und unter zuhilfenahme eines ziffernblatts herauskriegen, ob ich nun morgen früher oder später aufstehen muß. und dann gleich wieder vergessen.

aber so ist der winter. winter ist, was immer ist. manchmal aber ist sommer. danach dann, hoffentlich mit seiner zeit.

ich liebe diese verwirrung. und das licht, bitte das soll so.


nix da

21. Oktober 2018 - 22:10

sonntag abend, und ich wäre dann mal bereit für ein wochenende. alles fertig, naja, fast. ich hätte noch ein wenig mehr der brotübersetzungsarbeit erledigen sollen. stattdessen fast nur im roman versunken. auch gut. oder nicht?

keine ahnung. ich brauche ein wochenende, dringend und sofort. (aber das wird wohl nix.)


bonding (33)

21. Oktober 2018 - 00:56

puh! nur kurz, um hier zu dokumentieren, daß ich weiterhin dran bin. mitten drin im roman. völlig verloren, ab- und eingetaucht, nahezu versunken.

heute zum beispiel, satte zwölf stunden in kapitel xi, das nun so gut wie fertig ist. hoffe ich. muß ich aber morgen noch einmal nachsehen.

ich weiß jetzt schon, worauf das dann hinauslaufen wird.

mitten drin stimmt übrigens auch in anderer hinsicht. mitten in der story nämlich, sogar die seitenzahl stimmt in etwa. halbzeit, schätze ich.

aber was weiß ich schon.


#unteilbar

14. Oktober 2018 - 21:45

anfang oktober 1981, auf der friedensdemo im bonner hofgarten, da war ich nicht dabei. nicht einmal daran gedacht habe ich. ich war 18 und die friedenstäubchen hatten meine vollste verachtung. zu wütend war ich, zu sehr geprügelt und geprägt von der kriegskindergeneration.

beachtlich fand ich es dennoch. 300.000 menschen sollen es damals gewesen sein, zwei jahre später, ebenfalls im oktober, noch einmal in etwa genauso viele in der menschenkette von stuttgart nach ulm.

gesten waren es über 240.000. alle bei mir in berlin, und war ich auch dort. natürlich war ich da. großartige entspannte stimmung. kein palaver, gerangel oder gepöbel, nirgends. kaum polizei sichtbar. wenn, dann schlendernd und quatschend, entspannt. dazu die sonne, die wärme, das licht.

ab jetzt heißt es wissen und glauben, daß alles unteilbar vielfältig ist. und bleibt.


laternen!

10. Oktober 2018 - 11:04

Die Motorräder, die aus frischen Fernen
der Stadt zu brausen, tragen schon Laternen.

Theodor Kramer


bis demnächst

23. September 2018 - 23:29

seit ich aus der letzten schreibzeit an der stadtgrenze zurück bin, steht das boot hier sauber verpackt in meinem schlafzimmer. bislang habe ich es noch nicht richtig weggeräumt, also hoch oben ins regal verfrachtet. weil ich auf jeden fall noch einmal aufs wasser wollte in diesem jahr. gleich in der nächsten woche hatte ich es vor. was sage ich, keine drei tage später wollte ich zurück dorthin, noch die eine oder andere schlaufe paddelnd erkunden. da ist so noch so viel. meine lust auf berlin schwindet. (immer mehr und immer mehr.)

hat sich dann aber nicht ergeben, viel zu viel arbeit. oder das wetter war mir nicht gut genug. (kann das wahr sein?)

ich denke, jetzt werde ich es wohl wegpacken können. mein boot. oder müssen, denn so richtig warme bootsklamotten besitze ich (noch) nicht. das macht mich ein wenig traurig.

ich bin aber guter hoffnung auf einen neuen sommer, demnächst.


bonding (32)

21. September 2018 - 16:44

ich bin dran, und da bleibe ich. und wie. bald ist die erste dreistellige seitenzahl erreicht, vermutlich nächste woche schon. aber die schreibzeiten verstückeln sich irgendwo zwischen diversen brotberufen, kurztrips ins benachbarte ausland (sachsen) und der privaten tangoverpflichtung, zwei mal die woche.

das ist unangenehm und erschöpfend.

andererseits sitze ich aktell an einer sehr schönen stelle im manuskipt. ein kapitel, von dem ich selbst im letzten jahr bei der ersten wiederlesung höchst angetan war. das eine kapitel im grunde, bei dem ich dann wußte, daß es sich lohnen würde. all die schreibstrapazen auf mich zu nehmen.

das macht spaß.


achtung, neukölln

14. September 2018 - 11:47

so richtig angst hatte ich hier noch nie, ganz egal, was in den zeitungen steht. wir sind hier kein aufgegebener problemkiez. nein, auf gar keinen fall. es ist wie überall in den städten, nur vielsprachiger. man sieht sich um, besonders als frau. man passt eben auf. ich achte auf meine umgebung, das tue ich immer. und ich sehe sie, die geschäfte und cafés, die irgendwie unheimlich sind. die häßlichen, fetten autos davor, besonders in der nacht. und die männer, die dazugehören.

das ist alltag, ich gehe daran vorbei. und ich achte auf mich.

in letzter zeit ist mir allerdings ein bißchen viel schießerei auf offener straße. zuviel anspannung und angst überall. zuviel geld und gewalt, egal welcher herkunft. nur noch opfer und täter, in ständigem rollenwechsel. am ende dann tote.

aktuell ist es mir dann doch ein wenig unbehaglich hier. leider.


bonding (31)

07. September 2018 - 22:52

so gut wie nichts geschrieben heute, statt dessen viel gedankenarbeit. mitten im arbeitsprozess an dem aktuellen manuskript klopft bereits der folgetext an, und das nicht zu unrecht. es gibt diverse personalüberschneidungen, was ohnehin längst feststeht. außerdem muß ich in der aktuellen arbeit meinen pfad vermehrt durch zeiten schlagen, die später wieder aufgegriffen und vertieft werden sollen. wenn alles gut geht.

anders gesagt: was ich jetzt festlege, muß ich später benutzen können. ich muß also dinge möglichst so entscheiden, daß sie mir dann nicht im weg sind. ohne zu wissen warum sie im weg sein könnten.

alles nicht so einfach.