raum für notizen

durch

28. Juli 2019 - 23:38

sonntag! donnerstag und freitag getanzt, marschiert und gelacht. gestern und heute immerhin ausreichend reingehauen, dass der auftraggeber nicht meckern kann. im gegenteil, der folgeauftrag kam schon am freitag abend. damit löst sich auch der ausgewachsene finanzielle engpass nach dem exzessiven österreichausflug ende juni. ein wenig zumindest.

zu guter letzt dann noch ein wenig in den text. nicht viel, aber hier und da. so ist es recht. so geht es weiter, auch wenn ich jetzt erst einmal wieder pause einlegen und ins büro muss, morgen. übermorgen. und dann.

zufrieden bin ich also nicht wirklich. eher ein wenig durch. das hätte ich auch besser takten können, ausgewogener, mit ein wenig mehr balance.

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kontraprodukte

28. Juli 2019 - 01:56

was ist eigentlich das gegenteil von prokrastination? also wenn man nicht mehr dazu kommt, den müll runterzubringen, einzukaufen oder gar die wohnung zu putzen. kontrastination vielleicht?

wie auch immer, so sieht es gerade bei mir aus. das kommt davon, wenn man tango tanzen geht, statt zu hause zu bleiben. und dann noch auf dem berliner dykemarch mitstolpert, so wie ich gestern. über drei stunden im gänsemarsch, aber immerhin mit gelegentlichen kleinen tanzeinlagen. das ist mir dennoch ins kreuz geschossen, hat mir die lendenwirbel gehörig zusammengestaucht. mal was anderes.

heute dann nicht zum csd, obwohl ich mir den schon seit jahren mal wieder ansehen will. eigentlich. heute wäre ein guter tag dazu gewesen, bestes wetter und überhaupt. aber zu hause schrie mich die übersetzungsarbeit an, aber hallo! außerdem die neue pflanze, ein russischer wein, die zügig in einen tontopf umziehen wollte. und gegossen sowieso. dazu die spülmaschine, der müll, diverse pappkartons, der staubsauger usw. usf. ein bisschen was ist also erledigt. aber nicht viel, nicht genug.

und schreiben? stand nicht auf dem plan, wegen der drängenden übersetzungarbeit. hab ich dann auch nicht gemacht, heute. das ist gut so, auch wenn es mich unzufrieden macht. so unzufrieden, dass ich dann nachts doch noch mit der echten prokrastination angefangen habe. die kaputte glühlampe in der kammer gewechselt und endlich eine möglichkeit er-, nein gefunden, handtücher ohne integrierten aufhänger an einen haken zu hängen. so dinger per hand anzunähen mag ich nicht, deshalb nehme ich jetzt die alten vorhangklammer. an dennen musste nur der haken um 45° umgebogen werden. damit funktioniert das großartig. warum bin ich nicht schon früher darauf gekommen?

mehr ist mir dann aber nicht mehr eingefallen. ist ja nun auch schon spät. nur, dass die intensive gedankensortiererei zum thema roman, die ich mir neulich erst vorgenommen hatte, wohl auf kommenden mittwoch verschoben ist. vielleicht.

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tangoglück

25. Juli 2019 - 23:57

after work zum tango. naja, zur arbeit war ich ja heute nicht. obwohl doch schon arbeiten, natürlich. schreiben halt. drüber reden und drüber denken. und dann drüber tanzen. toll.

und jetzt bin ich müde. so müde.

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un

23. Juli 2019 - 00:07

nach der arbeit nach hause und mit druck gleich an die arbeit. endlich. nicht ans schreiben allerdings, nein. an die übersetzung, die mir so unendlich unbequem ist. das noch länger aufzuschieben wäre nur noch eines: unverantwortlich.

also heute, finally, das englische original, dieses ungeheuer, etwas genauer angesehen, es aufgeschlüsselt und ein wenig struktur in die sache gebracht. immerhin. so sieht das ganze jetzt schon deutlich besser aus. die ungewissheit hat sich gelegt, ich habe nun einen plan. damit wird das mächtige unterfangen zu bewältigen sein. es wird funktionieren, definitiv. hoffe ich zumindest, in diesem und dem kommenden monat noch. unausweichlich.

aber spaß macht das irgendwie nicht. so eine festanstellung ist da schon unterhaltsamer. da gibt es ungefraget jedes jahr im juli eine gehaltserhöhung. unglaublich.

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glück

22. Juli 2019 - 02:03

immer wieder in den abendstunden, bis in die nächte hinein. diese ewige unruhe. eine tiefe verzagtheit, die alles in mir lähmt. die gewissheit auch, dass ich niemandem tauge, letztendlich.

was hilft es, dass ich etwas kann, das mich selbst fraglos vollkommen erfüllt. und das auch weiß, ohne jeden zweifel. dass das schreiben ins zentrum rücken wird in den kommenden jahren, auch offiziell.

das ist ein glück, ich weiß. das hat nicht jede*r. ein derart erfülltes sein, das sollte ich feiern.

am freitag war party direkt gegenüber von meinem wohnbüro. jedes wort konnte ich verstehen, amerikanisches englisch, als stünden wir auge in auge. mitten in meine arbeit hinein, bis spät in die nacht.

heute ist party gegenüber von meinem schlafzimmer. die musik wummert, immer wieder wird lauthals mitgegrölt. natürlich stehen alle fenster offen, bei mir wie auch dort. es ist sommer, es ist warm.

ich kann das nicht leiden, menschen und lärm. jetzt stehen sie auf dem balkon. um zu rauchen, vermute ich. und zu reden. laut zu reden, dass ich mühelos jedes wort verstehe.

ich weiß einfach nicht, wie man feiert. vermute ich mal. ich weiß nicht einmal, warum. auch dafür tauge ich nicht.

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bonding (67)

21. Juli 2019 - 16:48

alles gut.

etwas über drei seiten des neuen kapitels einigermaßen lesbar hingekriegt, dazu steht die weitere konstruktion jetzt ziemlich sicher. das ist alles noch nicht geschrieben, aber der anfang ist ja immer das schwerste. mitten im chaos, in verzweiflung und in der gedankenflut, in der ich zu ertrinken glaube, jedesmal.

mein liebstes, der feinschliff, die zarten töne und die wortzauberei, kommen später. viel später, so ist es ja immer. wenn alles in eins gegossen und das nächste kapitel angefangen werden muss.

aber da bin ich jetzt nicht. noch nicht. weder für dieses kapitel, noch für den gesamten text.

als nächstes sollte ich mich wohl einsetzen und die überbordenden überarbeitungsansätze im hirn irgendwie strukturieren und sowohl verständliche als auch lesbare notizen dazu anfertigen. was noch einmal eine ganz andere arbeit ist. weit zurückzutreten und den blick auf alles auf einmal zu richten. wirklich alles, was da bislang steht. und alles auch, was noch geschrieben werden will.

das zusammen zu sehen, gleichzeitig, als wäre es ein gitter, ein muster, ein netz. darum geht es.

ich bin nicht sicher, aber womöglich ist genau jetzt die zeit dafür. es geht auf das ende zu, das spüre ich mit jedem wort. nicht erst seit gestern. und doch auch noch nicht so, dass ich es wirklich sehen könnte. as ende. aber ich kann es durchzählen, noch dieses und dann vier weitere kapitel. dann ist es gut. alles.

ich muss also das hirn frei kriegen, denke ich. vielleicht mittwoch nachmittag, nach dem büro und vor dem tango. irgendwo außerhalb, mit papier und bleistift. auf keinen fall mit rechner und datei. ich kenne mich doch, dann würde ich gleich loslegen und alles schön machen wollen. und fertig. aber mit füller und feder, edeledel. ; )

jaja, so geht schreiben. es dauert und dauert.

ach, egal. das ist auch nicht gerade mein liebstes, diese arbeit über alles hinweg. aber ich weiß, dass es hilft.

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urlauben

21. Juli 2019 - 00:31

so recht weiß ich nicht, was ich im bezug auf meinen jahresurlaub tun soll. das war ja alles ganz anders geplant, und ich habe gegeizt mit den mir zustehenden urlaubstagen, weil die exfrau und ich im august zusammen in den pott wollten. mit dem liebsten menschen mitten durch meine verdammte vergangenheit streifen, mit familienbegebung sogar. das war beängstigend und beglückend zugleich. ich hatte mich unendlich gefreut und ebenso im vorfeld schon am liebsten verkrochen.

was solls, das ist jetzt eh passé. das kann ich an dieser stelle getrost abbrechen, jeden schrecken und jeden gedanken. ich muss alleine planen.

urlaub ist mir fremd. allein mache ich keinen urlaub. da fahre ich nur manchmal irgendwo hin, wo ich etwas zu tun habe. oder vielleicht etwas tun will, aber nicht einfach nur so. urlauben ist wirklich nicht mein ding.

tatsache ist jedoch, dass ich durchaus urlaubsreif bin. urlaubspflichtig sozusagen. darüber hinaus allerdings, nach meinem jahresüblichen und jedesmal kostspieligen literaturausflug nach österreich, auch maximal pleite. viel geht also nicht.

der plan derzeit ist, grundsätzlich in berlin zu bleiben, vielleicht gelegentlich mit dem motorrad rauszufahren, soll ja viel zu sehen geben im umland, und natürlich das boot zu wasser zu lassen. zwei wochen, in denen das bauen und schreiben auch nicht zu kurz kommen soll. eine richtige schreibzeit kann ich mir derzeit aber nicht leisten, die kommt mit ein bisschen glück ende des jahres. wenn ich endlich einmal, wie ich es immer schon wollte, seit ich in berlin bin, die stadt verlassen will. daumen drücken, bitte.

das heißt, nein. eine winzige schreibzeit gönne ich mir doch. knapp drei tage in wuppertal, auf dem weg nach essen, zu einer familienfeier. ob das sinnvoll ist? (beides, die minischreibzeit und die familienfeier.) keine ahnung, es ist einfach so.

PS: eine kurze recherche hat ergeben, dass es in wuppertal gar nicht diese hübschen elektromietroller gibt, die mir hier immer so auf die nerven gehen. hätte ich dort glatt mal ausprobieren mögen. schade.

PPS: leih-e-bikes scheint es auch nicht zu geben, obwohl die sicher toll wären im bergischen, oder diese neuen nichttretroller. diese kippeligen einpersonendraufstehbretter. es ist wohl ein reines großstadtproblem, diese allgegenwärtige mietfahrgerätrumstehplage in berlin, wien und anderswo.

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bonding (66)

20. Juli 2019 - 23:10


viel geht nicht aktuell. alles nur stückwerk, wort für wort und satz für satz. eine grausame maloche. am ende fehlt mir dann das gefühl. was steht da? wo bin ich? wie geht es weiter? das ist blöd, denn eine solche einschätzung ist hochvonnöten, jederzeit, um das gesamtpaket eines romans bis zum ende tragen zu können.

so ist es wenig, was heute an text dazugekommen ist. und es ist durchwachsener text, vermutlich nicht besonders belastbar. doch was weiß ich? ich bin enttäuscht und genervt. das allein ist gewiss.

so ist das mitunter, immer wieder im schreiben, im leben. da muss man durch,  es vorbei. und draußen fängt es an zu gewittern. jetzt gerade.

das ist gut.

darüber hinaus gibt es überlegungen, die auch nicht ohne sind. nachdem die letzten 60 bis 80 seiten bis zum guten schluss detailliert durchstrukturiert sind und „nur noch“ geschrieben werden müssen, fange ich jetzt bereits an, für den zweiten durchgang zu sammeln. so vieles, was ich ändern, anpassen, verbessern und vertiefen muss. besonders am anfang, auf den ersten 100 seiten, als ich noch frei schwingend losschreiben konnte. ohne rücksicht auf verluste und im kopf eine struktur, die sich dann hier und da doch noch ein wenig geändert hat. besonders meine hauptfigur, meine erzählerin, hat sich als durchaus anders herausgestellt, als ich zunächst angenommen hatte. viel weniger nah an mir. außerdem hat sie sich um einiges anders entwickelt.

es wäre wohl keine schlechte idee, das mal von grund auf zu durchdenken. und zu notieren auch, die zeit sollte ich mir nehmen. nur so kriege ich es vielleicht stück für stück aus kopf, verliere die angst, womöglich etwas zu vergessen. zumal es ja immer mehr wird.

nicht zuletzt gilt es, der beiläufigen, aber überaus wichtigen kriminalstory im gegenwartsstrang die letzte konkretisierung zu verpassen. etwas, das ich nicht einfach so aus dem ärmel schüttle, denn noch bin ich ein wenig ratlos, wo genau das ganze hin soll. es ist ja auch nicht der kern, sondern nur das objekt, an dem die eine figur, von der auf am ende sicher über 300 seiten so viel erzählt wird, die ab erst ganz am ende auftritt, sich erklärt.

klingt verrückt, ja? ist es! warum mache ich das eigentlich?

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chaos

20. Juli 2019 - 01:51

so kann ein tag immer wieder grundlegend anders sein als der darauf folgende. heute also ein riesiges durcheinander gelebt, kein bisschen ordnung und zufriedenheit. alles vollkommen anders als gestern. spät am abend erst wieder ganz langsam zurückgefunden. zu mir. mich wieder wohlgefühlt in meiner wohnung, immerhin das. noch nicht jedoch in meiner haut, auch jetzt noch nicht so richtig.

die anstehenden arbeiten haben sich dementsprechend leichtfertig in das inwendige desaster eingewebt. oder aus ihm heraus erst entwickelt, was weiß denn ich? hier ein bisschen, da ein wenig, kein plan und keine richtung. ich bin ein nichts, ein niemand. sinnlos und verlassen.

naja, nein. so schlimm war es gar nicht. es ging schon alles, irgendwie. in die dringend anstehenden übersetzungen geschaut, ein bisschen was geregelt und viele fehler gefunden. (nicht auf meinem mist, nein.) und rechnungen gemahnt, immer dassebe. das ist lästig, aber soweit alles gut. unzufrieden war ich halt. mit mir und mit allem.

außerdem: die medikamente zeigen wirkung und nebenwirkung. letzteres ganz eindeutig, die verdauung spielt latend verrückt, selbst mein magen meldet sich sporadisch. das tut er sonst nie. das macht auch nicht gerade freude, muss ich sagen. ist aber wohl der preis für die fähigkeit, fünf tage am stück tango zu tanzen. so wie in der letzten woche.

dass ich dann spät in der nacht doch noch an das nächste kapitel bin, war dann genau genommen ein kleines wunder. oder auch wieder nicht, denn es ist das chaos, aus dem sich alles nährt. etwas mehr als eine seite. das ist gut, das ist ein anfang. damit ist die richtung gesetzt, das macht es morgen schon leichter. ich glaube sogar, dass der ansatz insgesamt schon ganz gut geworden ist. ohne große hoffnung und mühe.

das kreative chaos des universums, in mir. das ist zeitlos verschwendet. weil ich es kann.

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