raum für notizen

high noon

18. April 2019 - 11:55

ein wenig angst hatte ich ja vor der mir inzwischen gut bekannten, sehr harten matraze. nicht ganz zu unrecht, wie sich herausgestellt hat. zunächst recht angenehm, weil bewegungen mit den akuten hws-einschränkungen durchaus leichter fallen. auch die schultern schmerzen weniger, aber das ist ohnehin so seit ein paar tagen. oder nächten.

am morgen aber ist es eher schlimm. der kopf, der nacken will keinen entspannten platz finden, keine haltung. gegen sieben bin ich wach, nach einer lange sich hinziehenden halbwachphase. nicht hellwach, nicht ausgeschlafen. das sowieso nicht. aber wach eben, schmerzwach.

dass ich dann nach einer halben stunde doch wieder im bett liege, mein hartes lager für die kommenden tage, und noch einmal zwei stunden schlafe, liegt wohl an dem verheerenden schlafmangel der letzten wochen und monate. jetzt, um fast zwölf, nach kaffee und frühstück, kann ich behaupten, dass ich mir seit langem zum ersten mal so etwas wie ausgeschlafen vorkomme.

das fängt ja gut an.

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schreibzeit (16)

17. April 2019 - 19:54

am schreibort angekommen, überaus freundlich begrüßt worden und sofort den schreibtisch eingerichtet. festgestelllt, dass ich den für die vier mitgebrachten usb-geräte notwengigen usb-hub vergessen habe. was heißt vergessen? ich hab mich dagegen entschieden, ohne nachzuzählen. ich habe das ding in der docking-station stecken lassen und trotzdem die lieblingsminimaus mitgenommen, statt der größeren, die über denselben stick läuft, wie die tatstatur. die habe ich natürlich in letzter sekunde auch noch in den rucksack gepackt, mitsamt stick.

ähem. warum genau bringe ich ein nahezu komplettes büro hierher, mitsamt zweitem bildschim sogar? damit ich dann morgen erstmal einen dieser elektrogroßhändler aufsuchen darf, um so einen hub zu kaufen?

nun ja, was solls. schnell einkaufen gewesen, den kühlschrankgefüllt, und gleich auch ein rad besorgt, günstig und gut. um dann morgen gleich als erstes so einen elektrogroßhandel zu (be)suchen.

sonst alles gut.

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bonding (48)

14. April 2019 - 22:45


und dann, kurz nach dem letzten blogeintrag,  einfach mal die datei mit all dem neuen text von heute bei vorsorglichen sichern versehentlich komplett löschen. kann man ja auch mal machen, so um kurz vor elf am sonntag abend. verdammt! da kommt dann freude auf und eifer und angst. alles auf einmal. an dieser stelle also ein kleines hoch auf den kleinen server auf dem fußboden hinter dem schreibtisch, der, wie ich jetzt weiß, bis zu fünf verschiedene versionen aller synchronisierten dateien speichert. das, und nur das, hat mich soeben gerettet! word selbst kann das ja eher nicht, zumindest meine uraltversion ist dazu kaum imstande.

ansonsten will ich jetzt nur noch sagen, dass einen neue schreibzeit ansteht. alles andere später. aber über ostern bin ich wieder in potsdam, in meinem mir inzwischen schon so tief vertrautem schreibdomizil, um das buch, was es ja nun mit ziemlicher sicherheit sein wird, irgendwann, ein ordentliches stück voranzutreiben. das wetter soll ja großartig werden, da ist dann außerdem noch ein wenig platz für frühling und erholung. hoffentlich.

nicht schlecht, alles in allem.

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sonntägliches nichts

14. April 2019 - 21:27

ein völlig verschluderter sonntag heute. nach einem anstrengenden samstag, unter einer spüle gelegen, mit maulschlüsseln und schraubendrehern hantiert, sollte ich vielleicht nicht machen, nicht mit meinem akuten nackenhalsschulternproblem. und einem höchst angenehmen theaterfreitag mit anDERs in potsdam, „jeder stirbt für sich allein“ am hans-otto-theater. kann man sich ansehen, zieht sich aber ein wenig über die dreistundenundzehn.

eigentlich hatte ich heute an den anstehenden übersetzungen arbeiten wollen, geld verdienen. das gibt es ja auch noch, das darf man ja nicht vergessen. ich schon gar nicht, da steht einiges an.

statt dessen ein paar bauhaus- und literatursendungen auf 3sat gesehen, vormittags, beim frühstück. dann selber geschrieben, gar nicht mal schlecht. einmal durch das kapitel, und hinten wieder raus. da fehlt jetzt nicht mehr viel. erschreckend, wie leicht mir das derzeit fällt, wenn ich denn einmal angefangen habe. also nicht, dass es nicht auch anstrengend wäre. die zeit, die konzentration. die angst auch, dass es wieder zäh wird, unerträglich und schwer. wie gut ich das kenne.

aber wenn ich einfach anfange. dann gehts.

außerdem die schmerzen beobachtet, wie sie aus dem rücken in die schulter, dann wieder vom nacken aus, von hinten in den schädel hinein. ein beängstigendes drücken, hitzig und dumpf. eine üble mischung.

liegen ist doof. sitzen mit lehne ist doof. in der wanne liegen und sich anlehnen ist auch doof, blöderweise. beim rumlaufen und schlenkern fängt es an zu pieksen. sonst ist es erträglich, besonders weil die linke schulter langsam ruhe gibt. zu geben scheint, ich will es ja nicht beschreien. die drückt derzeit nur noch unangenehm, wenn ich draufliege. immerhin.

sonst nichts, keine erledigungen, keine pflichten, kein muss, nicht einmal ein sollte.

nichts eben.

hat mir gefallen, dieser sonntag.

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unten durch

10. April 2019 - 22:14

weiter, wie gehabt. ein paar tage geht es ganz gut, auch das schlafen. zumindest habe ich am morgen das gefühl, dass die nacht einen gewissen zusamenhang hatte. also, dass ich wohl geträumt haben muss.

dann wieder geht nichts mehr. ich wache unter schmerzen auf, kurz nach dem einschlafen im grunde. zwei uhr war es gestern. anschließend bemühe ich mich stunde um stunde, irgendwie unter dem schmerz hinwegzukriechen. mich heimlich hinauszuschleichen aus dem geschehen, was selbstredend aussichtlos ist.

was bleibt ist quälerei. ich schlafe nicht wirklich, träume aber dennoch, irres zeug. ich suche die zeile, die falsch programmiert ist, die mir all das antut. ich den weg in den urlaub, dahin, wo alle sind, wo auch ich immer bin. doch ich finde ihn nicht. zeug halt, schwachsinn.

was bleibt ist gefühl, schlagartig alt geworden zu sein, verloren und verbrannt. von jetzt ab für immer, erschöpft bis in die letzte hirnzelle. so bin ich heute.

obwohl da immer noch was geht, ein kleines bisschen. sagt die erfahrung. ich wachse ja fleißig nach, wenn es darum geht, dass sich wer an mir nähren mag. ich bin da durchaus offen, vielleicht sogar speziell dafür gemacht.

aber wer oder was ist das? jetzt und gerade, in diesem moment. wer? und warum?

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09. April 2019 - 22:39

schreiben ist leicht, wenn man es nicht schwer nimmt. wenn man vertraut auf den augenblick, in dem die geschichte geschieht. und wenn man weiß, dass man nicht weiß, was geschehen wird.

ganz einfach.

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tage, wie dieser

07. April 2019 - 23:13

ich brauche mehr sonntage, die frei sind. und freitage auch, ich brauche mehr zeit. zeit, in der ich nichts zu tun habe. kein termine, kein geld verdienen, keine listen abarbeiten. einfach nichts.

dann wird auch das schreiben wieder leichter. die stellen, die wichtig sind. wo auf zwei, drei seiten sich alles wandeln muss. ich es wandeln muss.

im moment geht es nicht, fürchte ich.

aber auf dem motorrad habe ich gesessen. es läuft nicht nur, es fährt. ich fahre. das ist doch auch was. und der balkon ist betretbar, besitzbar sogar. noch ohne tomaten, aber immerhin.

ein bisschen was.

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bonding (47)

06. April 2019 - 23:14


so langsam sollte ich wieder zurückfinden in den text, das nächste kapitel anfangen. das heißt, nein, angefangen habe ich schon. vor einiger zeit bereits, und heute sind ein paar noch recht dumme sätze hinzugekommen. ansätze, mehr nicht.

es fällt mir schwer, dieses kapitel. da ist ein bruch, der den text nicht weiter stört, im gegenteil. er ist höchst nötig. trotzdem kriege ich ihn nicht so recht in den griff, diesen bruch oder übergang. was auch immer. es ist wie ein großer schritt über etwas hinweg, das nur spürbar werden soll, nicht aber sichtbar. noch nicht.

der abgrund ist tief, ich darf nicht hinsehen. das alles kommt später, viel später. es ist also da, aber es wird nicht wort. (wie so vieles. ) darüber hinweg, auf der anderen seite wartet etwas, das eine art liebeserklärung sein sollte. so hoffe ich zumindest.

das fällt mir schwer. nicht, weil es um eine liebeserklärung geht. vielmehr, weil diese sich an eine person wendet, die ich noch gar nicht so gut kenne. und die ich vielleicht auch nicht mehr gut genug kennenlernen werde. das liegt in der geschichte, als autorin weiß ich das natürlich.

doch sprechen muss ich mit meiner hauptfigur.

wenn ich das allerdings genauer betrachte wird es klarer. auch die weiß natürlich, obwohl sie von davor erzählt. und sie ist es, die liebt.

nicht ich.

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lässig

02. April 2019 - 23:31

die müdigkeit, die ich mit mir herumschleppe, lässt mich nachlässig werden. ich erledige nicht mehr alles auf den punkt, nicht einmal so gerade eben. ich werde durchlässig, ich vergesse mich.

auf dem weg zur s-bahn fangen die menschen neben mir an zu laufen. fast alle, fast alle gleich, weil die ringbahn in die andere richtung gerade einfährt. ich renne nicht, es ist nicht meine richtung. nur der weg, das ist derselbe. der weg, auf dem wir uns befinden, scheint eine art brücke zu sein. das ist mir noch nie aufgefallen. doch es muss so sein, denn sie fängt im gleichförmigen laufschritt an zu schwingen.

nimmt mir den boden für einen augenblick, dass mir angst wird oder wirr. vielleicht auch nur leicht.

oder ist das nur in mir und nirgens sonst? torkelt mein kopf auf einem instabilen hals? schwankt meine existenz?

überhaupt frage ich mich, was ich noch bin. oder was ich sein kann, ab jetzt und immer wieder. ich sehe sie beide, die extreme mir. das gespreizte potenzial.

zum einen das lasttier, das der familie alles trägt und erträgt, ungefragt, wie ein stück nutzvieh. ungeschlachtet, solange es seinen zweck erfüllt, und nur deshalb noch lebendig. ungesehen auch, zum glück. tief in sich selbst verborgen, unsichtbar und sicher.

zum anderen die seltsame seele, die aus der ferne um die worten streicht, als wären sie ein instrument. ein einziges, ein klangkörper, in dem es atmet. eine zartheit, die weit reicht und ganz nah kommt. oder auch nicht. diese durchlässigkeit, die den wind liest, die augen geschlossen, und die schwingungen der brücken lebt, als wäre es musik. wie die muster im material, wie es tanzt.

alles tanzt. alles lebt.

es ist die müdigkeit, die mir das alles wieder sichtbar macht. selbst unter der last eines körpers, das lästige tier. so bin ich geboren, ich weiß es genau. ich erinnere mich.

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pain fool

01. April 2019 - 22:55

medikamente wirken und benehmen sich zeitgleich daneben. so ist das, aber ich kenne es wenig, weil ich die nur selten im leben welche nehmen musste.

die aktuelle zusammenstellung hat es in sich. die nächtlichen schmerzen halten sich in grenzen, und also kann ich wieder schlafen. endlich. tagsüber vergesse ich die schmerzen, nur ein leichter druck bleibt und ein plötzliches stechen bei einer allzu gewagten armbewegung. dennoch bewege ich mich zunehmend normal.

der schwindel jedoch, gleich nach dem aufstehen, der dann auch nicht mehr verschwinden wollte. nicht eine, nicht zwei, auch nicht drei stunden später. das ist nicht nur unangenehem, das hat mich an der ausübung meiner bürotätigkeit gehindert. heute zumindest. mal sehen, wie es morgen aussieht.

(nach einer kurzen recherche habe ich die antidepressiva in verdacht. werde also zügig die als erstes wieder zurückfahren. besser ist besser. allzulang will ich dieses spiel ohnehin nicht treiben.)

und dann wäre es natürlich auch gut, mal wieder vom körper in den geist überzugehen. in den text also, das buch. in den roman, für dessen verwirklichung ich heute schnell noch unterschrieben habe.

erste vierte zweitausendneunzehn. yeah!

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