raum für notizen

puzzled

14. März 2021 - 23:25

guter tag, wichtiger tag. erkenntnisreich und befreiend, weil sich teile zusammengefunden, ineinandergepasst und dadurch potentiert haben. wie in einem puzzle. am ende ist es ein bild, ein ganzes leben. und das ist keine überraschung.

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14. März 2021 - 09:37

wieder bin ich auf einer veranstaltung. es ist voll, aber nicht eng. die menschen begegnen sich nicht, alles ist safe. wieder bin ich fremd. ich suche nach meinem leben, das ich irgendwo dort gelassen zu haben glaube. ich steige treppen, hinauf und hinunter. dahin, wo das gemäuer eng wird, mir nah rückt. doch ich finde nichts, ich muss weiter oder anderswo suchen. also gehe ich. unten durch den großen saal, mitten durch die abschlussveranstaltung, ohne jede rücksicht. da ist keine musik, kein gesang, da iat alles still. dennoch findet eine art tanz statt. viele menschen, die gut choreographiert, streng geometrisch angeordnet, einander nicht anschauen. auch mich sehen sie nicht. draußen dann, endlich draußen, weckt mich das licht.

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flatterband

14. März 2021 - 01:47

gestern abend ein wenig eingeknickt, wie derzeit in schöner regelmäßigkeit. ach was, wie eigentlich immer, in gleichbleibendem rhythmus, seit jahren und jahrzehnten. so ist es, mein leben, und das ist okay. das meine ich wirklich, es gehört doch dazu. zu jedem leben, oder etwa nicht? und derzeit fällt es einfach mehr auf, auch mir selbst. wo alles leben so leer ist.

diesmal körperlich, kreislauf oder so, eventuell auch der künstlich gedrosselte blutdruck. jedenfalls lag ich plötzlich mit leichtem, aber nachhaltigem drehschwindel eine weile auf dem rücken. nicht lange, auch nicht schlimm, nur das aufrechte ging eben nicht mehr. da lag ich dann, ein wenig überrascht und kurzatmig, und dachte daran, dass bald alles in mir ausgebrannt ist. bis in die letzten ecken und winkel geht da ein flammenwerfer durch. auch das ist okay. vielleicht, ich weiß es noch nicht genau. kommt drauf an, wie weit ich damit schon bin.

heute morgen brannte dann eine wohnung gegenüber meiner küche, mit mächtig viel rauch und jede menge feuerwehr, plus absperrband und polizei. zum glück ging alles recht schnell über die bühne, ohne verletzte auch, vermutlich dank der recht neuen rauchmelderpflicht in berlin. denke ich.

einen kausalzusammenhang zwischen gestern abend und heute morgen besteht natürlich nicht. es brennt inzwischen wohl einfach überall, so oder anders.

alles vergeht.

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#insight

12. März 2021 - 00:42

heute als erstes zum friseur. komisch, als würde ich alles tun, was möglich ist. wie ein idiot, nur weil es wieder möglich ist. aber es war schon auch schön, in einem dieser shabby-schicken neuköllner läden sitzen zu dürfen, wo musik läuft und auch andere menschen sich befinden. fremde menschen, einfach so. alle mit nassen haaren, alle freuen sich und alle reden darüber. ich lache viel, obwohl ich kontaklinsen trage, wegen der notwendigkeit von masken. ich besitze keine brille, die nicht beschlägt, und kein trick, von dem ich gelesen habe, funktioniert. wegen der kontaklinsen also sehe ich mich im spiegel. ich sehe mich überdeutich, das vermeide ich normalerweise, indem ich die brille weglege. aber sogar das geht in ordnung diesmal, ich lache auch darüber. ich lache über mich, wie ich an diesem ort sitze und mich freue darüber.

heimlich denke ich an die schönheit menschlicher gesellschaft, ohne dass es eine verstrickung gibt. nur sein und tun, ein jedes für sich und dabei ganz einfach zusammen. und ich denke auch, dass jetzt jemand meinen kopf anfasst, sicher über dreißig minuten lang. dass mich jemand anfasst.

das leben, wie es jetzt ist, schon so lange: es ist wirklich viel verlangt, denn es ist nicht menschlich. das habe ich gleich gewusst, vor etwa einem jahr bereits habe ich es hier notiert. und ich habe es nicht vergessen, die ganze zeit nicht, das unmenschliche, dem ich auszuweichen versuche. weil ich nicht leben, nicht werden möchte wie früher.

hat das irgendwer mal gesagt, offiziell meine ich? hat jemand auch nur nebenbei erwähnt, dass unmenschlichkeit verlangt ist? weltweit und aus gutem grund, aber das menschsein. was ist mit dem menschsein?

niemals die lüge, heißt es da, im april 2020. ich tue es, weil ich es will, heißt es da. und dass es mich etwas kosten wird, in die notwendige isolation zu gehen, um nicht ständig mit der unmenschlichkeit konfrontiert zu sein. so steht es da.

so ist es jetzt, immer noch. es gibt kein nah.

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#insight

11. März 2021 - 01:17

seit ein paar tagen ist es brutal. ich träume davon, menschen zu berühren, körperlich, mit ihnen zu liegen, sie zu lieben. ich träume auch die panik, die das auslöst, die angst.

ich möchte reisen oder wenigstens in die kleine stadt fahren, dort in dem café sitzen, in dem ich beschlossen habe, damals, es doch noch einmal zu versuchen. ein buch zu schreiben, dieses buch, das tatsächlich ein buch sein wird. ohne jeden zweifel.

wenn ich tangomusik höre, möchte ich weinen. selbst die traditionelle musik, die ich mitunter so verachte, weil ich sie nicht so wirklich gut tanze. gerade die. ich vermisse meine welt, so sehr. ich vermisse mein leben, das sich verlebt seit einem jahr.

das allein ist echt und wahr, und ich gebe es nicht auf, mein leben. ich löse mich nur von allem, was falsch ist, was immer schon falsch war, mir nicht entspricht und es niemals wird. ich vergesse es, denn es ist nicht echt, das war es nie. und es ist nur noch mehr verschwendung in dieser zeit.

ich bin, wie ich jetzt bin. so wie damals, als kind. es war gut, dieses kind, schön und stark. ganz egal, was es gesehen, erlebt, gelernt und erlitten hat. es hat mich verdient, dieses kind. (hoffentlich!)

nur deshalb lebe ich noch.

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10. März 2021 - 07:19

ich reise. ich fahre in einem bus oder zug mit einem jungen mann. es ist wichtig, ich weiß nicht warum. ich zweifle nicht, aber es ist voller menschen. überall. auch in dem zimmer, das wir gebucht haben, sind fünf betten. drei davon schon belegt. ich will das nicht. ich werde wach.

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endlich

09. März 2021 - 23:46

für hoffnung bin ich zu alt. was bleibt, ist das wollen und das wünschen. das wissen um leben und leichtigkeit, das ich immer schon. das lachen auch.

es ist zeit.

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09. März 2021 - 07:43

ich reise. ich fahre weg, irgendwo hin. ich komme an. ich lande in einem bett, in inniger umarmung mit einer alten bekannten. mit der ich aber nie in inniger umarmung in einem bett. überhaupt: innige umarmung! ich wache auf. geschockt.

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natural tongue

08. März 2021 - 00:49

vor gut einer woche unvermittelt viel englisch gesprochen, sicher drei stunden am stück. alltagsenglisch, geplänkel und plauderei. menschenzeug. und jetzt schwingt es wieder in mir, die zunge hat sich ebenso gelöst, wie auch die grundlegende grammatik dazu. und es geht noch, es geht gut. was für eine freude.

noch größer die freude über das wiederfinden, über dreißig jahre später. das wiedererkennen auch und das verstehen, ohne große umschweife, quasi auf den ersten blick.

das habe ich nicht verdient, aber: egal, es ist gut, so gut.

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sonntag

07. März 2021 - 21:43

gestern abend hat sich der blutdruck einigermaßen erholt, aus den absoluten niederungen zumindest ist er wieder auferstanden, hat sich in den normalbereich begeben. wie es sich gehört, mal sehen, wie lange das hält.

es ist sonntag, ich arbeite nicht. ich höre musik, ich schaue kluge beiträge über haut und berühung in der arte mediathek. das ist schmerzhaft, aber nicht neu, alles nicht. dann lese ich etwas im guardian, nichts über corona, nur das nicht. etwas über die musik, die ich gehört habe.

ich putze das klo, immerhin, die pflanzen gieße ich nicht. seit tagen schon, immer vergesse ich das, sobald der frühling, das licht. das ist dumm. aber ich stelle die infos zusammen, die es zur überarbeitung meiner webseiten braucht. endlich, denn das steht an, das kann nicht mehr ewig warten.

ich esse, ich trinke, keinen alkohol, noch nicht. später vielleicht, erstmal tatort. oder auch nicht, vielleicht schreiben. vielleicht bloggen. keine ahnung.

morgen ist feiertag, das ist gut.

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