raum für notizen

in ruhe

03. Juni 2014 - 11:32

auf dem weg vom tangounterricht nach hause, immer montags, immer nachts, noch eine kleine runde fahren. nicht viel, die sonnenallee runter, die kiefholzstraße wieder rauf bis zu mir. wie könnte ich jemals erklären, es in worte fassen, was es bedeutet, diese 250 kilo metall, gummi, öl und sprit* durch die nacht zu bewegen. diese leichtigkeit und milde, die sanftheit und ruhe von so viel kraft.

nachts ist das besonders spürbar, gegenwärtig, greifbar fast, das paradoxe daran. das glück einer bewegung, die über das selbst weit hinausgeht. so weit, daß es sich im grunde jeder kontrolle entzieht. und damit die illusion eines stabilen lebens imitiert.

dieses glück, kaum zu begreifen. und wie zu teilen? oder auch nur mitzuteilen.

darüber geht nur musik.

* und rost natürlich, in meinem fall.

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kawakick

16. September 2011 - 16:04

kupplungszug gekauft und eingebaut. alleine. (dabei gelernt, wie man den tank zurück auf die gumminupfen schiebt, ohne das gefahr zu laufen, die ganze kiste von ständer zu scheiben.) funktioniert sogar, einigermaßen. ist nur sauschwer zu bedienen, weil es ein alter zug ist, ohne teflonbeschichtung. also keine schmiere, nirgend. lange wird das nicht halten, dann ist das ding verrostet. aber einstweilen kickt es wieder.

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kawapech

15. September 2011 - 18:38

es gibt einfach kein kawasakiglück in diesem jahr. jetzt ist der kupplungszug durch und zwar richtig. ein glück zwar, daß ich letztendlich dann doch noch bin nach hause gekommen bin. ansonsten aber nur schlechte nachrichten.

mein motorradschrauber ist in urlaub. der als nächstes angesteuerte gebrauchtteilehändler mag die straße nicht überqueren, um sich die sache anzusehen. ich soll vorfahren, auf den hof, der nur sehr uneben gepflastert ist. da kann meine kiste nicht stehen, das weiß ich. höchstens auf den seitenständer, vielleicht, aber von dem krieg ich sie manchmal allein nicht wieder in die senkrechte. die zu kurzen beine. und heute ist ein tag, an dem mir diese art von vorführeffekt mit sicherheit peinlich wäre. so stehen wir dann beide dumm da, und es gibt eben keine beratung. pech.

deshalb ist heute auch der tag, an dem ich einen kupplungszug ausbauen lerne. lernen muß, nachdem dieser just vor der haustür den letzten knacks gemacht hat. das mit dem einbauen wird sich aber sicher noch deutlich schwerer gestalten. falls ich so ein ding, ohne meinen schrauber, überhaupt irgendwo in berlin auftreiben kann. kawa, bj. 86, gibt es sowieso nicht mehr, hat mir gleich der erste angerufene kawahändler verklickert.

immerhin hat er mir zwei weitere adressen gegeben, wo ich es versuchen könnte. eine davon der gebrauchtteiledealer mit dem uneben hof. ja, motorradfahren macht spaß.

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mobil

18. April 2011 - 20:12

ein bißchen spät vielleicht, aber doch irgendwie gerade recht. die maschine ist wieder da, mit funktionierender kupplung, frisch geputzten vergasern und einem geschweißten auspuff. das heißt, daß ich nun nach über einem jahr wieder ein nahezu voll funktionsfähiges motorrad haben werde. eines, mit dem ich fahren kann, ohne ständig zwischengas zu geben und einen mittelprächtigen lärm um mich herum zu verbreiten. also ohne mich damit bei jedem schnösel zum affen zu machen. besser zur äffin, das kommt ja immer besonders gut. statt dessen ein ruhiger, tuckernder sound, ganz so, wie ich es mag. das ist so fein, und das in dem alter. baujahr 86, also immerhin ein viertel jahrhundert inzwischen. fehlt nur noch die zerfetzte sitzbank, die mal einen neuen bezug vertragen könnte. dann hätte ich sogar noch einen trockenen arsch.

blöderweise habe ich eben versehentlich dieses biozeug getankt. nicht daß ich jetzt in panik wäre, daß mir die alte kiste womöglich um die ohren fliegt. nein. aber sollte man in dieser welt wirklich benzin anbauen?

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sonntagsfrust, ohne bike in der sonne

10. April 2011 - 14:14

den neuen kupplungsgriff hab ich nun drin, immerhin. (gestern verschämt einen versierten motorradbastler nach möglichen tips und tricks ausgefragt und dabei dann den offensichtlichen fehler erkannt.) hilft aber alles nix, wenn die stellschraube seltsamerweise die oben abgebildete form aufweist. und das, obwohl sie vielleicht gerade ein halbes jahr alt ist. (die kontermutter nicht beachten, die ist deutlich älter.) ich hab den zug da rausgekriegt, kaum zu glauben. (nicht ganz ohne spuren zu hinterlassen, leider.) aber rein krieg ich das ding definitiv nicht mehr. keine chance.

somit ist nun passiert, was ich unbedingt vermeiden wollte. ich muß jemanden herbitten. (shit!)

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gelassenheit

14. November 2010 - 17:58

berlin im frühling. sonne satt und sicher 18° am nachmittag. und das, wo es gestern fast nur geregnet hat.

das schleunigst erstandene gaphitpulver im tacho hat übrigens nicht viel gebracht. damit blieb alles beim alten. ein herzzerreißendes gejaule, schon bei geringem tempo. mit deutlichen bauchschmerzen hab ich dann schmieröl hineingesprüht, schließlich habe ich keine ahnung, ob das tachoinnenleben öl grundsätzlich überhaupt verträgt. neben der mechanik des tachos sind dort ja auch noch elektronische komponenten zu vermuten. die tankanzeige zum beispiel. öldruck- und batterieanzeige sind allerdings seit jeher platt.

das öl hat es dann gebracht. kein gekreische mehr, nur noch das rauhe knattern der maschine. naja, des auspuffs vermutlich. aber so war mir noch – in aller ruhe – eine nette kleine stadttour gegönnt, um das öl im tacho so richtig schön in die letzten ritzen zu verschleudern. im vielleicht letzten sonnenlicht des jahres. das mächtige halstuch hatte ich dabei zu hause gelassen, nur die dünne regenhose über die jeans gezogen und in den dicken winterhandschuhen wurde mir nach einer weile so richtig warm.

die tankanzeige funktioniert noch, bislang, und fröhlich warnt die defekte batterieanzeige, wie gehabt. also, alles wieder fein. einstweilen.

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hysterie

12. November 2010 - 22:27

geiles wetter. das motorrad macht noch keine anstalten, etwa nicht mehr anspringen zu wollen. ich also los, zum kunden. nach dreißig meter fängt die schon seit ein paar tagen leise singende tachowelle an zu schreien, nach zwei kilometern kreischt sie. so laut, daß ich sie noch mit tempo 100 auf der bahn höre.

später, auf dem weg durch steglitz, gucken mir die leute nach, alle. nein, ich stehe nicht gern im mittelpunkt.

zum glück ist alles still, wenn das motorrad steht, selbst wenn der motor noch läuft. dann dreht sich ja auch die welle nicht. graphitspray habe ich leider keines dabei, also geht es genauso auch wieder zurück. auf der sonnenalle wird das kreischen dann hysterisch, die menschen winken mir freundlich zu. sie spenden sogar applaus, das macht man hier so. wenn jemand offensichtlich einen miesen auftritt hinlegt.

auch zu hause, kein graphit! ob ich mich morgen so zum baumarkt traue? ob es überhaupt die welle ist? und nicht vielleicht der tacho selbst? die verdammte maschine versucht echt, mich fertigzumachen dieses jahr.

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herbstgold, eine liebeserklärung

08. September 2010 - 21:21

derzeit mag ich die kawa wieder sehr, obwohl ich anfang des jahres beinah beschlossen hätte, sie loszuwerden, statt peu à peu dem natürlichen verschleiß entgegenzuwirken. hier ein bißchen, da ein bißchen. immer auf der suche nach ein günstigen lösung, nach gebrauchten ersatzteilen und verdrehten ideen. die neuen stoßdämpfer, falsch herum eingebaut, anders hätte sie nicht gepaßt, und der endlich dichte schlauch im vorderreifen haben das schwere ding wieder stabilisiert, vor allem in den kurven. das war ja zum schluß kaum noch auszuhalten, eher panik als fahrspaß. und daß der hauptstander mit ein bißchen schweißen wieder funktioniert, das ist nahezu zauberhaft. ende des monats werden noch die vergaser geputzt, dann kann es richtig losgehen.

aber – shit! – dann ist der herbst sicher schon fast vorbei.

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05. August 2010 - 19:05

schon schön, wenn es wieder möglich ist, die maschine ordentlich und sicher abzustellen. und leicht, so leicht, die 250 kilo kawa. da macht gleich auch das fahren wieder doppelt soviel spaß. seltsam eigentlich. dumm nur, daß wie im tausch gestern die waschmaschine den geist aufgegeben hat.

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04. August 2010 - 14:03

morgen um diese zeit, vielleicht, könnte es ein, daß sich die maschine im besten zustand seit etwa vier jahren befindet. dann wäre also der hauptständer geschweißt und der schleichplatten vorne beseitigt. abwarten. sieht aber gut aus.

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