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sommermüll in dem wochenblättern (86)

17. Juli 2010 - 11:45

es gibt ja so phasen da möchte ich mal pause, mal sommer machen, einfach so. aber dann kann ich das lesen wieder nicht lassen und rege ich mich doch wieder über diesen müll auf, den frau köhler oder jetzt schröder so verzapft:

Minijobber und Harz-IV-Aufstocker sollten sich, bevor sie ihren Kinderwunsch wahr machen, gefälligst um einen anständig bezahlten Job kümmern, um ein paar Monate später in den Genuss des Elterngeldes kommen zu dürfen. So wird eine Maßnahme, die ursprünglich geschaffen wurde, um die Entscheidung für Kinder zu erleichtern, zu einer arbeitsmarktpolitischen Strafaktion. Das ist absurd.

Denn damit würden gerade diejenigen bestraft, die sich – zusätzlich zu Hartz IV – um Arbeit bemühen. Gerade diejenigen, die für sehr wenig Geld oft sehr harte Arbeit verrichten, die zusätzlich zu einem schlecht bezahlten Hauptjob einen noch schlechter bezahlten Nebenjob annehmen, diejenigen also, die sich aller Widrigkeiten zum Trotz nicht aufgegeben haben.

erst werden also löhne gedrückt, von wem auch immer, bis tief in die untergeschosse. dann wird der minijobmarkt erfunden, der sich großer beliebtheit erfreut, vor allem bei den dadurch weitgehend aus der verantwortung entlassenen arbeitgebern. und zum guten schluß, ja, da wird dann druck ausgeübt auf die menschen, die sich in diesem zwischenarbeitsmarkt verfangen. gute alte erziehungsmethoden: strafen und ausgrenzen. brandmarken vielleicht noch.

fordern statt fördern, so muß man das wohl nennen.

trübsinn | 0 » | plink

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