reisen durch die erste hitzewelle des jahres. das ist gar nicht so schlecht, weil es in zügen in den meisten fällen eine wunderbar funktionierende klimaanlage gibt. der schweiß, der sich auf dem weg zum bahnhof gesammelt hat, ist längst weggetrocknet. deutschland liegt hinter mir, ein gelingendes bloggen scheint sicher, denn es gibt wlan satt. jetzt geht es in in die berge.
bayern, so wie ich es verstehe, ist weitgehend flach und eitel. ziemlich sauber auch, sogar von gleisen aus betrachtet. das ist erschreckend. und vielleicht getragen von den vorurteilen, die ich vor jahrzehnten erworben habe, als ich mit eltern und bruder in genau dieser gegend in den urlaub verbrach wurde. chiemsee, prien, höslwang. ach, lassen wir das.
vom gleis aus in dieses bayern hineinzuschauen, war ein leichtes. über eine halbe stunde gab es immer wieder stillstand, totalen stillstand, nicht einmal schleichfahrt, und wenig information dazu. mir ist das gerade egal, ich muss nicht umsteigen heute. und es gibt ja die klimaanlage, und jetzt ein langsames tuckeln durch die berge. aber das österreichische zugteam hat sich als erstes „für eine Verspätung aus dem Ausland“ entschuldigt. so ist das jetzt: deutschland ist ausland!
während ich vor ein paar tagen noch unwillig war, ob meiner diesjährigen gegenwart in klagenfurt. inzwischen hat sich das weitgehend gelegt, ist sogar ein wenig einer kleinen freude gewichen. keiner wirklich großen freude, aber es läuft gut bislang. ich bin einen tag früher da, wie immer. die unterkunft scheint ganz wunderbar, man ermöglich mir einen früheren zutritt. ich muss also nicht am bahnhof warten, nicht einmal die nunmehr nur noch eineinhalb stunden. und ich habe nicht viel vor während der tage. ich erwarte keine bekannten gesichter, wiewohl mir eines bereits angekündigt wurde. eine nette überraschung, immerhin.
wenn mir danach ist, werde ich „zuhause“ bleiben und an dem exposé arbeiten, die unterkunft scheint mir dazu angemessen. erdgeschoss, nur wenig erhöht, durchaus geräumig, mit separatem schlafzimmer, wie mir scheint, und nach hinten eine kleine terrasse zum innenhof. ich bin gespannt. es wird eine kleine abschiedszeit. es wird zeit.
für mich eine zeit.