ich habe nachgesehen und meinen erstern eintrag aus klagenfurt über klagenfurt gefunden. ja, im ersten jahr habe ich noch geklagt, danach erst gab es offensichtlich keinen grund mehr dafür. das ist also fünfzehn jahre her, die zwei corona-versionen abgezogen sind das dreizehn jahre. nicht eingerechnet all die fernsehjahre, seit irgendwann ende der achtizger. insgesamt sind es also geschätzt an die vierzig jahre bachmannlesen. #tddl kam ja erst später. vierzig, das ist doch beachtlich, und natürlich will und werde ich das weiterführen.
die zahl dreizehn bestärkt mich allerdings darin, ab dem kommenden jahr wohl keine reise hierher mehr anzustreben. das hat auch und vor allem finanzielle gründe, von daher bin ich fest überzeugt, dass es sich umsetzen lassen wird. meine zeit des reisens ist vorbei, so sieht es aus. das ist ein bisschen schade. ich fing gerade an, mich zu gewöhnen. immerhin habe ich diesmal noch nicht hier irgendwo hingeschrieben, was für eine schlechte reisende ich bin. einfach, wie es mir noch gar nicht eingefallen war. wirklich schade.
das ist das, strich darunter.
es ist heißt hier, wie überall in europa. meine unterkunft ist in vielerlei hinsicht großartig, die beiden fenster zur süd-west-seite verfügen über außenjalousien, die rückseitige terrasse ist gut verschattet, dahinter ist ein garten. das heißt, ich kann jetzt durchzug machen, die ganze nacht. still genug ist es auch. ich würde mir nur wünschen, irgendwo zwischen den 35 großen löffeln, messern und gabeln wenigstens einen kleinen löffel finden zu können. ach.
dass ich jetzt schon hier bin, quasi zu hause, in meiner temporären wohnung, belegt eindeutig, wie anders der bewerb inzwischen ist. damals ging gleich der eröffnungsabend bis tief in die nacht, dann drei stunden schlaf, kaum jemals mehr, und ab zu den ersten lesungen. und dann in die abende, immer weiter. auch das ist vorbei.
oder ich bin einfach alt. das leihrad, das kein e-bike ist, geht mir schon nach drei kurzen fahrten an die knie. und der lärm von all den vielen menschen hier ist anstrengend, wie aller menschenlärm, selbst im freien. immerhin kann ich deshalb jetzt in aller ruhe bloggen, der tag ist gelaufen. ich schau mir nur noch die langversion der großartigen rede zur literatur 2026 von helga schubert an.
das ist alles erstmal. bis morgen.
