spanien ist nicht gleich spanien, und katalonien ist sowieso ganz anders. habe ich mir sagen lassen, einne wirklichen vergleich habe ich nicht. aber hier, ganz im norden, das spüre ich am eigenen leib, nur hier immerhin gibt es diesen wind. der tramuntana entsteht zwischen hoch- und tiefdruckgebieten, hat mit den bergen zu tun und ist mächtig und ausdauernd. das haus knattert und pfeift unter seinem einfluss, pflanzentöpfe und fensterläden machen sich selbstständig, türen und fenster rattern im dauerbetrieb, auch nachts, und draußen knicken bäume weg wie streichhölzer. es gibt größere und kleinere strom- und funknetzausfälle, größere solche legen auch mal ein ganzen dorf für einen tag lahm. aber es wäre wohl nicht katalonien, wenn das nicht schnell auch wieder repariert wäre. fast wie in deutschland hier, nur anders natürlich.
vielleicht sollte ich mal im frühsommer oder herbst herkommen, sonst gerät mein eindruck noch in völlig falsche bahnen. alles immer kalt und zugig hier, und die häuser haben nicht einmal eine heizung*. warum denn nur!?
abseits des winds, und das ist nicht zu weit weg, ist es warm, beinah heiß. in der bucht in cadaqués liegen die menschen halbnackt nah an der promenade im kiesstrand. gleich neben dem solide verpackten wandervolk, das aus den umliegenden bergen herfindet. eis essen ist ein muss, fisch auch, ich hab sogar, zum ersten mal im leben, eine muschel in den mund genommen. das heißt: gegessen auch. war mir nicht so toll, wie immer gesagt wird. war aber okay.
vale!
es scheint, dass der wind sich verziehen wird, wenn auch ich mich hier verziehen muss. zurück nach berlin, in die stadt, dann beginnt hier eine andere schönheit. ohne mich, nun ja.
* verzeihung! natürlich gibt es hier einen ofen, in dem holz brennt. in einem raum, so ist das. und so ist das gut für den rest des jahres. aber das haus ist groß, es hat mehr als einen raum …

