am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

minderleister/2

A.KAFKA

letztendlich war es hilfreich, einmal so ein exposé zu erstellen. das muss ich sagen. ich habe einiges gelernt, auch wenn diese textform mir nach wie vor wie die hölle vorkommt.

das wichtigste: so ein exposé beinhaltet am ende wenig, das ich nicht sowieso zu tun hätte. plotten vor allem. also exakt das, von dem ich immer behauptet habe, ich täte es nicht. dabei war mir lediglich nicht klar, was das eigentlich ist. schön blöd.

an einem exposé ist also die einzige schwierigkeit, all das, was ich sonst so tue, hinschreiben zu müssen. im zweifel auch noch, bevor ich es tue. das allerdings ist so gut wie unmöglich.

auch das ist nichts neues, die unmöglichkeit des schreibens. ein wunder, dass es dennoch gelegentlich gelingt. mir zumindest, aber auch vielen anderen, wie man liest.

absatz, schluss mit dem exposé. obwohl ich natürlich immer noch daran arbeite. doch parallel dazu kommt nun auch der text.

es ist anders, alles ganz anders als sonst. ich beginne nicht bei den figuren, bei den menschen. stattdessen erzähle ich das thema. und die menschen erscheinen wie nebenbei, wie sonst die sprache auftaucht. neben mir, in mir, aus mir. darüber hinaus wird es ein gerader text, wie eine linie, die nach vorne sticht. auch das ist anders. normalerweise schwinge ich, stolpere, mit absicht oder zufällig, finde mich nur aus versehen zurecht.

einer klaren linie zu folgen ist seltsam, dennoch habe ich heute die ersten drei seiten geschrieben. ich habe die menschen belebt, mit deren hilfe ich, die ich sie eben erst erfunden habe, über armut, geld und verachtung sprechen will. was für ein unsinn, möchte ich meinen. das kann gar nicht gelingen.

es macht mir angst, eine neue form von schreibangst vielleicht. weil nicht weiß, ob ich diese neue form kann, die nicht nur empathie von mir verlangt, das ist mir schließlich vertraut, sondern darüber hinaus das absurde, wie auch die grobe überzeichnung. da gibt es andere, die das lange schon besser konnten. warum jetzt noch ich?

party in berlin

der sommer in berlin macht sich recht gut. über hitze kann ich mich bis hierher nur wenig beschweren. in der ersten welle war ich anderswo, da hat mich nur der letzte ausläufer für ein paar tage erwischt. in wien war das. die zweite welle jetzt hat sich in berlin nur etwa einen tag aufgehalten, der rest war regen. viel regen. bin mal gespannt, wie sich das weiterentwickelt. sieht eigentlich ganz gut aus.

natürlich weiß ich auch, dass die lage anderswo ganz anders ist. da wird wasser knapp oder es brennen riesige flächen, menschen flüchten aus ihren häusern, mitten in europa. und ich experementiere hier mit meinem shark-lüfter (keine werbung, nur ein bild), ob das wirklich funktioniert: die wärmere luft nach draußen blasen, wenn es sich dort wieder abgekühlt hat. nicht so wirklich, finde ich. aber vielleicht ist das gerät für so etwas einfach doch zu klein.

seit gestern nacht – oder war das schon vorgestern? na, egal! – wird in berlin plakatiert. erst war die spd da, zu dritt kamen sie daher mit bollerwagen, kabelbindern und leiter. am morgen hingen dann die linken gleich darunter und gegen mittag kamen die grünen zum aufstocken. auf fast allen plakaten, die ich von hier aus sehen kann, sind gesichter abgebildet. darunter stehen die namen und irgendeine kürzestparole, das ist maximal uninteressant. die blauen habe ich hier zu glück noch nicht gesehen, aber ich halte die augen offen. eine echte hochburg haben die das hier natürlich nicht. keine ahnung, ob sie sich überhaupt hertrauen. die spd sollte aber besser auch aufpassen. wenn ich denen über den weg laufe, dann weiß ich wirklich nicht …

übrigens ist die unangenehm, direkt vor dem schlafzimmerfenster platzierte punkkneipe seit ich aus wien zurück bin konsequent geschlossen. seit vier wochen also. ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll. vorsichtshalber tippe ich immer noch auf betriebsferien, immerhin hatten die seit – ich glaube – fast drei jahren beinah täglich offen. allerdings lässt sich nirgendwo ein eindeutiger hinweis finden, weder im aushang, noch im netz. sehr viel ruhiger geworden ist es dadurch hier auf der ecke auch nicht. die außen fest installierten tische und bänke sind inzwischen so gut wie alle ausgeklappt und werden gern von nächtlichen kneipenwanderen besetzt. oder tagsüber von der späti-betreuten trinkergruppe. die scheinen sich richtig darüber zu freuen, besonders im regen. kann ich verstehen.

in den späti gehe ich selbst aber kaum noch. nur manchmal, wenn ich ein paket abgeben will. dhl ist in der kleinsten hütte. dabei musste ich feststellen, dass sich das sortiment sehr verändert hat. es gibt im grunde vorwiegend alk, dazu chips, süßigkeiten und eis, tabak natürlich. ein paar backwaren noch, so wie früher. immerhin.

kein trost & glück

das sollte ein gemütlicher sonntag werden, der letzte sonntag. mit ruhigem bloggen auf dem balkon, ein bisschen über das bauen und die pläne. ein bisschen über zähne vielleicht. dann aber war es ein nachmittag auf dem pariser platz, unter bewölkung, gelegentlichen regentropfen, am ende ging es in einem platzregen auf dem rad wieder nach hause.

ich bin nicht gut auf demos, noch schlechter leider auf gedenkveranstaltungen, aber da gehe ich natürlich hin. da kann ich gar nicht anders. auch wenn ich nicht gut bin in verschwisterung, viel weniger noch in gemeinschafttröstung. ich sehe lieber hin, ganz genau, ganz für mich. ohne dass ich dabei gestört werde. ich sehe ihn an, den schrecken, der gewesen ist. der real geworden ist, nicht weit. nie ist er weit, so scheint es.

mit schmerzen im gesicht ist so ein geschehen noch übler, deshalb ging es zügig wieder zur zahnärztin, die dann doch überzeugt war, besser eine wurzelbehandlung einzuleiten. seitdem ist es besser, viel besser, fast schon richtig gut. mein gesicht ist zufrieden, befriedet könnte man sagen. mein gemüt befindet sich woanders, irgendwo zwischen hitzewelle und politikbeobachtung. ersteres ist okay. ich arbeite von zu hause, gehe möglichst nicht nach draußen, und morgen soll es ja schon wieder besser sein. zweiteres ist ekelhaft.

so recht weiß ich nicht, wohin mit mir. zwei texte warten auf mich, einer zur er-, der andere zur überarbeitung. ein exposé will überarbeitet sein, ein zweites ganz neu erstellt, vielleicht auch ein drittes. um all das herum wuchert noch anderes kleinzeug, doch da habe ich noch nicht einmal eine liste erstellt. ich habe auch noch zeit, ich könnte ruhig sein. im august, das hatte ich mir ende mai versprochen, im august fange ich damit an. und das ist ja nun erst übermorgen.

außerdem ist glen hansard tot, hat sich ganz allein früh am mittwoch morgen auf einer motorradfahrt zerlegt. daran denke ich selbst oft, wenn ich unterwegs bin. das bin ich ja eigentlich immer allein, ich kann mir gar nichts anderes vorstellen. fahrfehler passieren so leicht, ich hab mich auf die art viermal auf die fresse gelegt in meinem motorradleben. nur zweimal dagegen hat mich jemand umgefahren, jedesmal als ich im grunde dastand. also harmlos, nur blech, beulen im tank und abgebrochene hebel. wenn ich mir allerdings materialfehler vorstelle. geplatze reifen, defekte bremsen. oder dinge, die auf der fahrbahn liegen, die von oder aus autos fallen. all sowas. ich habe ein glück bislang, das mag mir bleiben bitte.

jetzt schaue ich immer wieder dieses gesicht an, fast antik, irgendwie römisch. mehr noch griechisch, wie ein gott in marmor. wie kann das sein!

körperarbeit

zurück in berlin, gefühlt nach einem monat, obwohl ich zwischen wien und plessa ja über eine woche schon wieder in berlin war. aber jetzt erst gilt es, jetzt bleibe ich hier. vermutlich für den rest des jahres und darüber hinaus. im oktober – hoffentlich – will ich das wohnbüro renovieren (z. t. lassen?), dafür werde ich meinen resturlaub brauchen. dringend brauchen.

einstweilen habe ich endlich angefangen, die kammer zu richten. mit dem „neu“ entdeckten keller habe ich ja bereits die eine oder andere um- und aufräumaktion bewältigt, inklusive einer billigen regalerweiterung in eben jedem. jetzt gilt es die maroden spanplattenregalkonstruktion in der kammer, vor über zwanzig jahren gebaut und längstens bis zur beängstigung durchgebogen, ein update zukommen zu lassen. die bretter, leimholzfichte diesmal, hatte ich vorausschauend bereits in der zwischenurlaubswoche besorgt.

es ist ein wenig seltsam, in genau dem raum zu arbeiten, wo üblicherweise all das lagert, das ich zum bauen brauche. das steht jetzt überall in der wohnung herum. ja, es ist eine menge, ich bin ziemlich gut darin, viel zeug auf wenig raum zu verstauen. das liegt an meiner angeborenen (oder anerzogenen?) ordungsliebe, die dinge verbleiben weitgehend, wo sie hingehören. nur jetzt laufe ich immer wieder mal von einem zimmer ins andere und suche. die stichsäge, die schiene für die kreissäge, die dübel.

aber es wird, und es geht recht schnell. über die hälfte der neuen bretter sitzen bereits an ihrem platz, mischen sich mit ein paar der alten bretter, die ja eher spanplattenstücke sind. aber die kurzen, auf denen nur schuhe stehen, können bleiben- außerdem nutze ich auch ein paar der alten ikea-ivar-regalbretter, die passen hervorragend. ich wünschte, ich hätte alle behalten, aber da hatte ich den keller noch nicht schön. ich habe sicher sechs oder sieben weggeworfen, was für eine verschwendung.

aber egal. nur der körper, der will nicht so recht. er hat zahnschmerzen, seit die zahnärztin am montag nachmittag gebohrt hat. sie hat davon geredet, dass es so sein könnte, ich habe ihr aber nicht recht glauben wollen. sonst ist das auch nie so, nach den reparaturarbeiten ist immer gleich alles gut. nun ja, die welt dreht sich. alles ändert sich, und ich werde alt. länger als vier oder fünf stunden kann ich gerade auch nicht bohren und sägen und schleppen und schrauben.

am frühen abend war deshalb kino angesagt. der bachmannfilm mit der hüller. wie absolut wunderbar, dass es so etwas noch gibt. dass solche filme überhaupt gemacht werden, dass jemand dafür zahlt, draufzahlt womöglich, dass die erfahrung der herstellung (in diesem fall ganz besonders) zu meiner erfahrung werden kann. (für die zukunft sehe ich da ja gerade ein bisschen schwarz, tiefschwarz. ich hoffe, das legt sich wieder.)

am ende sitze ich bis zuletzt da, wie immer im kino, bemühe mich all die namen im abspann zu lesen. und diesmal lohnt es sich, oh himmel, da steht ein name, den ich gut kenne. sogar speziell im zusammenhang mit diesem film, eine der bachmann-übersetzerinnen ins englische kenne ich. genau aus der zeit, in der sie diese übersetzungen angefertigt hat, oder zumindest damit angefangen. damals in wuppertal, das ist sicher dreißig jahre her. mein körper jubelt ein bisschen. es gibt längst keinen kontakt mehr, ich war auch immer so ganz anders als sie, nicht wirklich kompatibel. doch ich hatte lange eine trommel, die sie gebaut hat. und damals gab es eine undine-bachmann-trommel-live-performance, wenn ich mich recht erinnere. auf jeden fall war ich da, bei jutta im bücherladen. den gibt es nun nicht mehr, lese ich gerade. (einer von diesen zausel-buchläden, fällt mir dazu ein, denen man offensichtlich die so wichtige, nötige unterstützung streichen kann und muss. wie gruselig ist diese welt!)

schreibzeit/96

wenn wien nur in etwa eine schreibzeit war, dann ist plessa natürlich absolut und zu 100% so gedacht. dass solche dinge nicht immer aufgehen, wie sie sollen, das gehört dazu. in diesem fall ist es wohl einfach nur die grundlegend andere situation, im vergleich zu den letzten beiden teilnahmen am hiesigen schreibretreat, in der ich mich befinde. die erste lesefassung des letzten manuskripts ist lange fertig, die testleserschaft hat gelesen und fast alle rückmeldungen sind inzwischen eingetroffen. wie es aussieht gibt es viel zu tun, es stehen größere überarbeitungen an, als ich vermutet hatte. ich sortiere noch, aber das ist im grunde kein problem. dennoch dauert es, ich kann mich nicht entscheiden. anders: ich kann mich nicht überwinden, jetzt oder irgendwann damit zu beginnen. oder es vielleicht ganz zu lassen, jetzt und für immer. wie der buchmarkt aussieht hat all meine arbeit vermutlich wenig sinn. das sage nicht ich, das sagen mir andere, die es wissen müssen. und die eben das bedauern, ganz wie ich selbst.

dass in dieser lebenslage mein grundlegendes schreibselbstverständnis dennoch nicht zu ruhen vermag, lässt mich hiersein und ein kleines nebenprojekt konzipieren. wobei die idee schon an das vorherige manuskript anschließt, es ist eine art ausgeschiedenes thema. aber es ist heikel, das ist bereits klar. es ist zeit, über armut zu reden. und es ist auch eine unzeit dafür, gerade jetzt. man weiß nicht, was kommt, aber man sieht es doch kommen mitunter. und man kann bei diesem thema der opfer-täter-falle so gut wie nicht entkommen. ich weiß also nicht, ich weiß auch hier nicht. es gibt gutes feedback, oft mit „falschen“ ansätzen, einer hoffnung auf menschlichkeit zum beispiel. das ist unsinn, geht am thema vorbei, finde ich. aber es hilft natürlich, auch und gerade das. bei der entscheidung, was zu tun wäre. wenn ich es denn tue.

ich bin also hier und schreibe eher nicht. die imaginationsräume sind und bleiben verschlossen. das ist nicht gut, das ist unangenehm. aber ich spüre sie noch, mir bleibt ein wenig licht. das ist gut. und es ist verrückt, es macht mich wahnsinnig. nicht zu wissen, was ich soll. oder wie, während im grunde der körper es kann, das schreiben. das geht nicht mehr weg, bis zuletzt.

meinwien/12

nachtrag: der letzte tag in wien ist denbkbar ruhig. es ist nicht mehr so windig, und es wird wieder wärmer. ich laufe einfach ein bisschen herum, so bin ich in meinem wien. dann will ich hoch auf die aussichtsplattform oben auf dem haus des meeres. hinein will ich nicht, das ist ein zoo. ein zoo in einem der massigen betonbunker aus dem krieg. das mag ich mir nicht einmal vorstellen. man kann aber nicht einfach so hinauf, man muss im restaurant reserviert haben. oder aber eintritt zahlen. nicht besonders viel, aber mehr als ein u-bahn-ticket. da werde ich auf einmal sperrig und gehe weg, schließlich war ich schon auf dem riesenrad oben zum schauen. jetzt tut mir das leid, denn darum ging es ja nicht wirklich. ich hätte auf einem der großen bunker stehen können, das hatte ich vergessen.

man kann nicht alles, aber man muss packen, wenn die rückreise ansteht. ein bisschen räumen und rödeln, ist ja immer ein wunder, wie all das zeug in einen koffer, einen rucksack und die bachmanntasche passt. anschließend kann ich mich nicht entscheiden: ins neue hiesige liebgingscafé? ziemlich hipster, man spricht vorzugsweise englisch, aber der kaffee!!! umfassbar gut!!! oder gleich ins wiener beisl zum abendessen auswärts? einmal immerhin, zum abschied. das brauhaus liegt nur eine haltestelle weiter, dafür muss ich vorbei am haus der urgroßmutter.

natürlich tue ich beides. und bereue am ende lediglich, kein paket kaffee mitgebracht zu haben.

als es dämmert wird wien immer weicher und sanft. die äußere mariahilfer ist nichts besonderes, im gegenteil. es wird viel gebaut, besonders auch die straße selbst, die wohl auf die gesamte länge für fahrräder umgestaltet wird. die baustellen sind ein wenig chaotisch abgesperrt und ausgeschildert, ich verlaufe mich ständig. die bauarbeiter tragen große strohhüte gegen die beißende sonne auf dem kopf. keine cowboy-hüte, mehr diese breitkrämpigen damenformen. das ist lustig, aber meckern tun sie dennoch wie echte bauarbeiter, wenn ich ihnen versehentlich mitten in den arbeitsbereich laufe. überall, wo sich für eine weile solches chaos ausbreitet, finden sich schnell auch dreckecken ein. ganz wie in neukölln sammelt sich müll in den seitenstraßen. wo eine*r schnell mal etwas ablädt, da finden sich schnell auch andere. so entstehen punktuell haufen. lediglich die bürgersteige bleiben deutlich sauberer als hier, vielleicht weil sie in wien weniger als halb so breit sind. das hoffe ich zumindest, ich glaube an die menschen. an ihre scheu voreinander, wenn der raum eng wird.

diese weichheit und tiefe ruhe in wien, immer wieder. ich kann sie mir nicht erklären. keine stadt, nicht zürich zum beispiel, nicht irgendeine andere, bietet in sich eine tiefe. das muss in mir sein, umgrenzt in dem ich, das ich bin.

es ist nicht für immer.

meinwien/11

wien bleibt konstant windig und staubig in diesen letzten tagen, dazu ebenso konstant unter 30°. das ist gut, heißt allerdings nicht, dass ich nicht ständig verschwitzt bin. es ist eben auch schwül, so hätte man früher gesagt. morgen soll es wieder regnen, da bin ich froh. und zurück in berlin soll es dann richtig kalt sein, die ganze woche über. das wiederum kann ich mir kaum vorstellen.

wien ruscht mir ein wenig weg, das tut mir sehr leid. ich weiß nicht, wann ich wieder herkommen kann. doch es war letztendlich wesentlich mehr schreibarbeit als gedacht, die ich mir mit hergebracht habe. pech! aber jetzt bin ich fertig, zumindest habe ich abgegeben. also schluss.

gestern war ich noch einmal im wienmuseum, musste noch etwas nachschauen. dann bin ich zurück durch das eher poshe wien, wie mir scheint. vorbei an der staastsoper, ein sehr fettes ding. heute bin ich dann früh raus in den wind, mit der bahn bis zum yppenplatz zum dyke march. lange geblieben bin ich nicht, demos sind mir ja immer ein klein wenig langweilig. aber der yppenplatz ist cool. mit markt heute, sehr ähnlich dem am maybachufer. nur irgendwie besser. viel weiter, mit mehr raum, mehr licht. wirklich sehr schön.

viel gelaufen bin ich heute, das ging so grade wieder. seit ich mir gleich am ersten tag in münchen eine blase unter den linken fuß gelaufen habe, war das leider ein wenig schwer. ich verstehe nicht, wie andere das machen. sich ihre blasen nicht unter den fuß zu plazieren, sondern an die ferse vielleicht oder auf die zehen. ich kann das nicht, das ist übel. blasen an den fußsohlen muss man öffnen, sonst geht gar nichts mehr. das wiederum bedeutet ein ständiges säubern und frisch verkleben, zum teil mit fersenpflastern, die sich innerhalb von ein paar schritten fest mit den socken oder schuhinnensohlen verbinden. das klebt wie sau. vier blasenschichten habe ich gezüchtet in diesen knapp zwei wochen, immer wieder hat sich eine neue in der frischen neuen haut nachgebildet.

morgen werde ich noch ein wenig unterwegs sein, aber viel zeit bleibt nicht mehr. dabei ist wien eine laufstadt, wie gemacht dafür. schade!

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