nach monaten, ach was: nach über einem jahr wieder ins bauen gefallen. und zwar so richtig, extrembauen sozusagen. nicht nur, dass ich endlich das letzte ivar-hack-regal fertig gemacht habe. easy im grunde, nur zwei türen anpassen, so wie bei dem anderen. dann alles auseinanderbauen, schleifen und wachsen, wieder zusammenbauen. dauert drei oder vier tage, weil ich ja noch anderes zu tun habe.
DIE STEUERN, verdammt!
aber nicht nur das, immer wieder kommt noch anderes dazwischen. erst den im grunde nagelneuen hocker frisch verleimen und zusätzlich verschrauben, weil der nicht einmal normales draufsteigen aushält. dann den motorradsattel flocken, weil das flüssige reparaturzeug für die kleine brandstelle endlich angekommen ist. hat gut geklappt. heute morgen als erstes das wohnungstürriegel repariert, das gestern abend beim nachhausekommen plötzlich gewackelt hat. davon hab ich keinen schimmer, ich mache nie sachen mit riegeln oder schlössern. aber wie schwer kann das schon sein? gar nicht! einfach nur den deckel abschrauben, innen drinnen die losen schrauben, die den schließzylinder halten, wieder festziehen. über zwanzig jahre drehbewegung haben denen ganz schon zugesetzt. zuletzt den deckel wieder drauf. keine fünf minuten: und fertig.
alles ganz normal bei mir. eigentlich. seltsam war nur, dass ich mich nachts noch mit dem neuen programm für die umwandlung von musik-cds in mp3-dateien beschäftigt habe. ziemlich suffisticated, das ding liest interpreten udn titel ein, zugleich aber reichlich buggy. hab es dennoch besiegt.
heute erstmal den anderen hocker frisch verklebt und verschraubt. das ist der, den ich eigentlich nicht mehr nutzen wollte, weil er zu mir schwer und mit den jahren viel zu dreckig geworden ist. der kommt in den keller, aber auch da muss er ja sicher sein und stabil stehen. anschließend nicht weiter mit dem regal, da warte ich nich auf die folie für die rückwand. ganz neue idee! stattdessen den balkon geputzt, mit allem, was dazugehört. das ist nicht wirklich bauen, ich weiß. nur ganz am rande, wenn ich das klettergestell für die tomaten ausbessere vielleicht oder bewässerungsanlage in betrieb nehme. aber auf dem balkon ist schließlich schon alles fertiggebaut, da hab ich kaum noch spielraum.
morgen geht es mit dem regal weiter, die folie ist doch noch angekommen. die türen muss ich auch noch besser anpassen. das ist ein bisschen daneben gegangen, das kann nicht so bleiben. ds macht nicht so recht spaß, weil es am ende nicht wirklich gut werden wird. sondern gebastel, gefrickel. naja.
weil ich nur hier und da ein bisschen weitermache, kann ich nichts auf der liste abhaken. auch nicht das mit den steuern, heute hab ich die datei gar nicht erst aufgemacht. oder mit all den anderen sachen: fenster putzen, ebay-zeugs einstellen, pflanzen pflanzen, sogar kino steht auf der liste. das wird aber immer wieder aufgeschoben, bis es ganz ausgemustert ist. das sehe ich deutich kommen.
aber das stipendium ist wichtiger. das steht erst sewit gestern auf der liste, auch wenn es vermutlich nichts bringt. hat es bislang noch nie, und die letzten drei jahre hab ich mich auch nicht mehr beworben. schließlich geht es um geld, nichts weiter. und geld hatte ich – ausnahmsweise – für ein paar jahre genug. das ist nun wieder anders, also: bewerbe ich mich wieder ins leere hinein. ins sinnlose, was solls?!

