
das manuskript ist so gut wie fertig, eine allererste fassung, ich sagte es bereits. also nur die letzten beiden kapitel werden noch gelesen und gewertet, so wie alles anderen zuvor. doch das ist nichts, zumindest erwarte ich nichts gravierendes.
was mich ein wenig umtreibt, nach fast drei wochen schreibruhe inzwischen, ist ein anderes. die tatsache, dass ich hier kaum in der lage war, das schreibgeschehen auch nur halbwegs zu begleiten. das war beim letzten schreibprojekt von grund auf anders, soweit ich mich erinnere. ich glaube, ich habe damals hier viel darüber geschrieben, was jeweils vor mir lag. die szenen, die personen und vorhandene schwierigkeiten. ebenso habe ich wohl die seitenzahlen hervorgehoben, sowohl die vor mir liegenden als auch die geplanten. ein schreiben, das auf planung und handwerk beruhte. vermutlich. ich weiß es nicht mehr genau, ich müsste es selbst nachlesen. dafür fehlt mir gerade die muße. aber wie auch immer, diesmal ist es anders. soviel steht fest.
anders als damals hat mich der text diesmal vor sich hergetrieben. nicht ich war dahinter, habe ihn vorangegebracht, mit meinem willen, meiner kraft, meiner arbeit. das war neu, und das ist es wohl, warum ich hier diesmal nicht so viel dazu zu berichten hatte. ich hatte eben nicht viel zu sagen. ich hatte zu arbeiten, das ist alles. und das habe offensichtlich ich getan.
es ist also geschehen, mit mir oder durch mich. durch mich hindurch vor allem. auf jeden fall war ich immer hintenan, jedoch niemals abgehängt, das nicht. niemals verlassen. vermutlich muss ich selber erst noch sehen lernen, was da entstanden ist. obwohl mir die grundzüge natürlich vertraut sind, das wäre ja noch schöner. aber die feinheiten. das, worauf es letztendlich ankommt. zwischen den zeilen, zwischen den abschnitten sogar, zwischen den kapiteln diesmal. darüber hinaus.
zwischen zeiten und welten. wie bin ich da nur hineingeraten? das ist noch nicht klar.