raum für notizen

berlin, 6 monate

12. März 2005 - 09:39

über ein halbes jahr bin ich jetzt hier. der nachsendeantrag ist abgelaufen, auch die letzten umstrukturierungen bewältigt. hoffe ich zumindest. aber ob ich mittlerweile angekommen bin?
die berliner winter sind hart, wurde ich vorgewarnt. das war mir bekannt. zum ersten mal in berlin, irgendwann in den frühen 80ern, in westberlin also, war es ebenso. februar, berlinalezeit, ich erwähnte es bereits. dennoch reicht es mir jetzt, mit dem winter, meine ich. nur noch sechs tage gebe ich ihm, und dann hat sich das. gefälligst.
es könnte manches besser sein, für mich, hier. aber es hätte auch wesentlich schlimmer kommen können. im grunde läuft es doch ganz gut, hat eine freundin mir neulich gesagt. gleich mehrfach, damit ich es nicht gleich wieder vergesse. mitunter passen die dinge prima zusammen, ohne daß ich viel dazu tun müßte. das ‘neue buch’, vor allem anderen, würde es nicht geben, wenn ich in wtal geblieben wäre. und das ist das wichtigste. das ist ein ansatz, der auf dem richtigen punkt gründet. von hier aus, und nichts anderes. so war es doch gedacht, von anfang an.
von zeit zu zeit vergesse ich das.
doch mit dem frühling kommt auch das leben, da bin ich sicher. bald geht es wieder nach draußen, da ist die welt, hab ich mir sagen lassen. naja, immerhin ist da berlin. immer noch. und ich muß hier noch einiges lernen und finden vor allem.
eigenartig, die weitverbreitete kieztreue, gepaart mit zeitgleichen, vielfältig propagierten umgebungsgehäßigkeiten. eigenartig, so dachte ich zumindest zunächst. wenn ich es aber genauer überlege… auch der barmer hat wenig mit einem elberfelder gemein. von einem ronsdorfer ganz zu schweigen. obwohl es da doch irgendwie auch (hauptstädtische) unterschiede gibt. das muß sich alles noch zeigen. und finden. und so weiter.
für ostern hat sich übrigens der erste besuch aus der alten heimat angekündigt. aus der ganz alten heimat, wenn ichs recht überlege. aus essen.

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