raum für notizen

chris?

06. März 2006 - 02:31

früher war ich mal evangelisch. jetzt finde ich im täglichen tagesspiegel seit einiger zeit immer wieder dieses magazin, auf das ich sonst wohl nie gestoßen wäre. chrismon, was heißt das eigentlich?
diesmal wird in der rubrik ‘im vertrauen’ das thema arbeitslos heißt wertlos? behandelt, schön soft und artig. alles halb so wild, alles immer auch eine chance, natürlich. das leben geht weiter. was denn auch sonst? genau so kenn ich das bei den evangelen. nichts beißt, nichts reißt die welt auseinander. alles wird gut. sowieso. und was, wenn nicht?
beim nächsten mal reden wir dann über das thema muß ich mich für das hobby meines partners interessieren?. feine sache, finde ich. läßt sich was draus machen, schön soft und artig.

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  • Elsa:
    06. März 2006 - 9:48

    deshalb find ich ja katholens immer interessanter. da is alles so schön retro.

  • engl:
    06. März 2006 - 10:48

    ja, mit leidenschaft und papst! aber dennoch, ich weiß nicht so recht…

  • engl:
    07. März 2006 - 1:21

    ach, das ist ja schrecklich! immer dieses basisgrundlagewissen, weil sonst gar nichts geht. ist das nicht im grunde elitäres gehabe? da bin ich ja gar nicht so für. ;-)
    ganz ehrlich, wenn schon madonna auf kabbala machen kann… oder hat die da vorteile, weil sie von hause aus mal grundkatholisch war?

  • sabbelheini:
    07. März 2006 - 3:10

    chrismon liegt auch in meinem zeitungsabo dabei. ich muss sagen, ich lese es erstaunlich gerne fuer eine christliche postille. klar, man bekommt keine tiefgruendigen debatten auf 1,5 seiten geboten, aber zum sonntaeglichen fruehstueck – so statt kirchgang ;-)

  • Elsa:
    07. März 2006 - 12:29

    wir hatten es neulich davon, ein freund und ich. das problem ist, du kommst ohne grundwissen katholizismus nicht durch. weder in der klassischen musik, noch in der literatur, noch in der bildenden kunst. wenn du dich mit kulturgeschichte befassen willst, musst du mindestens wissen, was wann wo in einer liturgie gesagt wird, wie der rosenkranz aufgebaut ist blabla. weil sich mindestens bis ins 16. jahrhundert sowieso alle drauf bezogen, danach im 19. jh. sowieso wieder alle. ähnlich ist es mit dem jüdischen glauben, man sollte wissen was wann wo welches ritual praktiziert wird, sonst verpasst man die hälfte. naja, nur so ein gedanke zur nacht.