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zahlen bitte

03. Oktober 2017 - 00:07

vor die erklärung der steuern haben die zugehörigen finanzteufel in diesem jahr die schaffung einer grundordnung zur erledigung derselben verhängt. ein neues steuerprogramm und die gewinnung frischer erkenntnisse durch eine freundschaftliche kurzberatung haben das ermöglicht bzw. höchst nötig gemacht. ein wenig beschämt bin ich, was ich in den letzten zehn jahren alles falsch gemacht habe. so richtig falsch. lediglich meine pekuniäre geringfügigkeit hat mich womöglich vor möglichen folgen meiner unzulänglichkeit bewahrt.

große reichtümer sind natürlich weiterhin nicht zu erwarten, aber es kann ja nicht so krumm und schief und unzulänglich weitergehen. nicht, wenn man es auf einmal besser weiß. also mache ich jetzt meine steuererklärung, warum auch immer. und träume nur vom schreiben.

eigentlich nicht einmal das.


  1. Barbara:

    Würdest du verraten wie das Steuerprogramm heißt?
    Noch arbeite ich mit einem Programm mit dem ich auch die Buchhaltung eines Großkonzerns machen könnte, absolut überdimensioniert inzwischen. Das jährliche update kostete 250 Öcken, was ich nicht mehr mache. Aber damit sind einige Funktionen eingeschränkt.
    Ich habe die Testversion der “Steuersparerklärung” versucht. Aber da war meine Fehlerquote zu hoch.

  2. engl:

    ich nutze tatsächlich diese steuersparerklärung, von fehlern merke ich allerdings nichts. vermutlich weil mein ahnungsloses steuer-ich allein mit der elster ohne zweifel zahllose wirkliche fehler verzapft.

  3. Barbara:

    Die Fehler bemerkte ich auch nur, weil ich mit beiden Programmen die gleichen Buchungen machte. Und da waren die Abweichungen bei der Umsatzsteuer teils erheblich.
    Mein Programm bietet mir Kontensalden, da bemerkst du den Fehler. Bei der Steuersparerklärung gibt es diese leider nicht.
    Schon mehrfach habe ich das denen erläutert, weil ich das Programm an sich gut finde (einige Umständlichkeiten könnten noch ausgemerzt werden). Aber so lange sie die Software auch so loswerden…ändert sich auch nix.

    Vielleicht überprüfst du ja auch die Buchungen. Muss nicht sein, dass du mehr an Umsatzsteuer abdrückst als tatsächlich fällig wären.

  4. engl:

    das mit der umsatzsteuer ist natürlich blöd. aber auch das werde ich wohl kaum merken, ich weiß ja nicht einmal, was kontensalden sein könnten.

  5. Barbara:

    Ja!
    Ich könnte es ja erklären, frage mich aber, ob ich mir damit nicht zuviel Raum nehme in deinem Blog.
    Zumal es für dich eher nur ein Randthema ist.

    Wieviele Buchungen hast du pro Monat denn?

  6. engl:

    ach, hier ist genug raum. : )

    aber erst einmal die (vermutlich blöde) frage: was bedeutet in dem zusammenhang „buchungen“? (randbemerkung: ich bin ein echter minibetrieb. unvorstellbar mini!)

  7. Barbara:

    Buchungen. Du gibst doch die Beträge unter bestimmten Stichworten ein: Miete, Bürobedarf usw. Das sind Buchungen.
    In meinem Programm habe ich mir einen Kontenrahmen angelegt. Miete z.B. hat die Nummer 6310, Bürobedarf 6300. Für jedes Konto muss es ein Gegenkonto geben. Miete läuft über die Bank, das Gegenkonto ist hier die 1200. Bürobedarf der in der Regel bar bezahlt wird, hat das Gegenkonto 1371 (gilt für alle Barbuchungen).
    Am leichtesten ist die Kontrolle natürlich bei den Buchungen die die Bank (1200) betreffen. Hier buche ich anhand der Kontoauszüge (Abbuchungen). Hinter dem Kontoauszug hefte ich, falls vorhanden, die entsprechenden Belege ab(Bei Miete gibt es keinen Beleg)- Nachdem ich einen Monat gebucht habe, prüfe ich, ob der Kontostand in der Buchhaltungssoftware und auf dem Kontauszug gleich ist. Falls nicht, gehe ich auf Fehlersuche.Ich drucke mir das Kontenblatt 1200 aus und gleiche es mit den Buchungen ab.
    Meist liegt ein Zahlendreher vor (dann teilt man den Fehlbetrag mal durch zwei und oft hat man es schon) oder ich habe Soll & Haben verwechselt;-), was eine Nachlässigkeit war.
    Die gebuchten Barbeträge kontrolliere ich anhand des Gegenkontos 1371. Dies natürlich nur, wenn es mir nicht stimmig vorkommt (es gibt ja keinen Kontoauszug). Da hilft das Datum weiter (vielleicht habe ich den April nicht gebucht).
    Ich mache das inzwischen schon so lange, dass mir kaum noch Fehler unterlaufen – außer eben mit der “Steuersparerklärung”. Wie ich schon schrub, kann man da sehr leicht Fehler machen. Die verkaufen ihre Software vorwiegend an Kleinunternehmer, Handwerker, Rentner und die endlich mal benutzerfreundlich zu gestalten liegt leider nicht in deren Interesse.

    Die Einkommensteuererklärung mache ich dann nicht selber (da würde ich mit der Steuersparerklärung verzweifeln. Das habe ich einmal versucht , nie wieder).
    Aufgrund meiner perfekten Vorbereitung macht meine Fachfrau das günstig und ich spare mir meine Nerven.

    Ich verstehe, dass du darüber verzweifelst, dein neuer Eintrag zeigt das ja. So einfach die die es darstellen, ist es leider nicht.

    Meinst du, du könntest die Umsatzsteuererklärung hinbekommen? Dann druckst du am Jahresende die gebuchten Zahlen aus und gibst es einem Steuerbüro.

    Good luck, genieße den sonnigen Tag!

  8. engljetzt » Blog-Archiv » toter sonntag:

    […] eben schnell noch die umsatzsteuer 2016 überwiesen. meine verzweifelten steuerbemühungen im oktober haben sich überraschend schnell in einem überaus erträglichen steuerbescheid […]