raum für notizen

bonding (111)

17. Mai 2020 - 13:03

es gibt erste kleinere oder auch größere rückmeldungen aus der testleserschaft, die allgemein angetan zu sein scheint. das ist jetzt sehr vorsichtig und zurückhaltend ausgedrückt, man kennt mich hier. ich neige nicht dazu, mich über die maßen zu bejubeln. vielmehr so gar nicht, eigentlich. aber das ding ist gelungen, das steht nunmehr fest. im grunde wusste ich das natürlich schon. aber jetzt komme ich überhaupt gar nicht mehr darum herum, diese tatsache fest ins auge zu fassen.

auch die besprechung mit der agentur ist gelungen, wiewohl die umstände grauenhaft waren. der tag an sich entwickelte sich stetig zu dem wohl übelsten, den ich in jahrzehnten erlebt habe. dass soetwas wie ein gespräch am telefon überhaupt irgendwie zustande gekommen ist, wundert mich noch heute. oder es bin einfach ich, die ich geworden bin. alt. die ich dementsprechend unterscheiden kann, zwischen traumatisch belasteten, redundanten innenwelten und dem, was ich in wahrheit lebe. doch ja, da gibt es unterschiede.

schade allerdings, dass mein zustand dann doch erheblich die freude gemindert hat, mal mit jemandem kompetent über meine arbeit, meine wirkliche arbeit sprechen zu können. das war so wenig, so selten in meinem langen schreiberleben. mit klaren, konstruktiven ansätzen konfrontiert zu sein, sich auf der grundlage auszutauschen, nachzufragen, abzuwägen. verstehen lernen, in der vielschichtigkeit nach tragfähigkeit suchen. blastbarkeit im sinne von struktur, um dem gehalt der geschichte nicht im weg zu stehen. beste hinweise, die mich jetzt beschäftigen, durch den alltag, das alleinsein derzeit. knackpunkte im text, die nicht nur bedenkenswert sind. sie sind überarbeitungswürdig auch, genau das steht nun an. früher als ich dachte, aber gut. auch das kann ich. es bewegt sich bereits, in eine richtung, die ich zwar noch nicht klar erkenne. aber das wird.

und überhaupt: eigentlich geht es doch um wahr- und wahrhaftigkeiten. immer.

unter tage | 2 » | plink