raum für notizen

18. Februar 2003 - 22:30

bin computermüde. mir ist mehr nach fensterputzen, pflanzenpflegen und frühlingsvorfreude.

dann hab ich heute noch einen brief von der uni gekriegt. ganz seltsam, handgeschrieben, und natürlich dachte ich wer-weiß-was. da hat mir doch tatsächlich der prof geschrieben, bei dem ich letzte woche versucht hatte, mein studienchaos zu sortieren. in anbetracht der geänderten finanziellen regelungen ab nächstem jahr höchst nötig, aber natürlich gänzlich ohne jeden erfolg. der mann wußte im grunde nicht mal was von den studiengebühren, obwohl er der sogenannte fachsprecher ist. allerdings wohl noch nicht so lange. na, jedenfalls hat er jetzt umständlich, wohl über meinefächerkombi und mein nebenbei erwähnte einschreibejahr (das verrat ich hier aber nicht!), meinen namen und meine adresse rausgekriegt. nur um mir zu schreiben, daß es da sicher großzügige härtefallregelungen geben wird, und ich ganz in ruhe weiterstudieren könne.

irgendwie lustig, weil ich das natürlich nicht im geringsten glaube. aber auch, weil ich ihn eigentlich nach den hier in wuppertal so viel erwähnten BA-modellen gefragt hatte. dahin will ich sobald wie möglich wechseln, das krieg ich vielleicht gerade noch finanziert. aber davon wußte er mal gar nix, hat sogar behauptet, daß die umstellung nicht einmal in vorbereitung sei. obwohl es nun wirklich nahezu wöchentlich durch die presse geht. und dazu sagt er auch jetzt kein einziges wort, obwohl ich inzwischen weiß, daß durchaus ein kommission damit beschäftigt ist. ich weiß sogar schon, an wen ich mich wenden kann. eine, die mich vor zehn jahren mal interviewt hat, als sie selbst noch studiert hat. ist noch heute in meiner pressemappe, der artikel. da kann ich also hingehen und sagen: ‚hör mal, ich hab gehört, du bist…‘ ;-) das macht mir die bettelei auf jeden fall leichter.

aber dieser prof, der fachsprecher. schon irgendwie nett, keine frage. aber ich weiß nicht, was soll ich davon halten? wo leben diese leute nur?

solche wie ich, die durch alle raster durch sind. zu alt, zu klug und gleichzeitig so unendlich blöd. sich selbst zu sicher und genauso auch unsicher, mit jedem einzelnem wort. solche haben nirgends was verloren, werden nicht einmal mehr geduldet werden, in absehbarer zeit, in den lücken und nischen, die es hier und da noch gegeben haben mag. da wo leben und arbeiten noch irgendeinen sinn macht. vielleicht.

mal ehrlich, ich werde nicht nur die studiengebühren nicht bezahlen können. ich werde auch mir auch die krankenkasse bald nicht mehr leisten können. unfälle sind ohnehin bald nicht mehr erlaubt, aber die habe ich sowie so gut wie nie. das macht ja dann nichts. und zähne, wofür brauche ich schon zähne im mund? früher ging es doch auch ohne. immerhin, die rentenkasse werde ich vermutlich nicht in belasten, bislang habe ich nicht den geringsten anspruch. bleibt also sozi, wie schön. da kommen sie dann und zählen meine unterhosen durch. und was solls. genau so komme ich mir eh schon immer vor.

aber mit ein bißchen glück ist ja bald die aktive sterbehilfe erlaubt.

(ich weiß, ich übertreibe! aber das muß heute mal sein.)

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