nach der gestrigen misere versuche ich es heute mit ein wenig struktur. zwei stunden früher am rechner, weil ich mir (relativ) konsequent alles gerangel und geschummel vorher verkniffen habe. (fast) keine emails angesehen, kein gesurfe über die tagtäglich vertrauten seiten. statt dessen gleich in den text. auch noch sofort in den vertraktesten teil, in dem ich gestern stecken geblieben bin. ohne rücksicht auf verluste also, nur mit kaffee, milch und zucker. so bin ich also nun nach zwei stunden so gut wie durch die szene durch. eine abschließende gesamtkontrolle fehlt noch, aber das sollte jetzt nicht mehr so schwer sein.
ich will aber weiterhin konsequent bleiben und begebe ich jetzt erstmal in die küche. kochen und andere alltäglichen vor- und nachbereitungen. mit ein bißchen glück macht das den kopf frei. dann könnte das arbeitsleben heute vielleicht noch richtig gut werden.
Monat: Februar 2005
wip – zum kotzen
schon beim überblättern war klar, daß die anstehende szene nicht gerade eine der leichtesten sein würde. gestern hatte ich schon hineingesehen und gleich auch hineingearbeitet. heute aber sträubt sich alles. ich kämpfe mich durch wortgestrüpp, verwirre mich im inhalt, nicht einmal die zeitformen kriege ich strukturiert. was soll das denn? das ist zum kotzen!
es hilft also nix, ich drucke aus und gehe in papierarbeit. morgen dann erst wieder an den bildschirm. sonst gibt das sowieso nichts.
wip – verwirrt
himmel nochmal! den ganzen nachmittag sitze ich – erfreut und inspiriert – an einer szene, die ich aber gestern schon als abgeschlossen abgehakt hatte. ohne das zu merken, arbeite ich einfach fröhlich daran weiter. es wird besser, es wird gut. ich bin zufrieden, ohne frage. erst als ich komplett durch bin, merke ich, daß ich eigentlich anderwo hatte ansetzen wollen. und das war es dann mit der zufriedenheit. das kann doch nicht wahr sein! dabei hatte ich mir extra noch die nummer notiert, wohlwissend, daß mir derzeit leicht einiges durcheinandergehen könnte. schließlich ändern sich auch ständig die numerierungen, wenn ich neue szenen einfüge. ich (trottel!) hatte sogar auf den zettel geguckt und dann beschlossen, daß ich da wohl was falsches aufgeschrieben habe.
jetzt werde ich das gefühl nicht los, daß ich getrost alles, was ich schon offiziell ‚abgeschlossen‘ habe (= 69 seiten), noch einmal von vorn anfangen könnte. ist ja vermutlich ohnehin so, aber irgendwie schaffe ich das heute einfach nicht mehr. es ist also vor allem ein problem meiner momentanen ungeduld. und meiner daraus folgenden unkonzentration, immer noch. shit!
where is my brain?
(andererseits ist die überarbeitete szene nun wirklich gut.)