die erschöpfung hält an, jedes wort ist zuviel. die arbeit und der alltag schichtet mir aufgaben ins leben. keine pausen, die sich ergäben, keine weite, keine generelle auf-, will sagen hingabe. an was auch.
kurz vor der fahrt nach leipzig, reise kann man dazu ja wohl nicht sagen, überfliege ich im treppenhaus den zettel, der mir ankündigt, dass nun auch in meinem keller die alten verrotteten bretterwände durch metallkonstrukturen ersetzt werden sollen. versehen mit schwer umzusetzenden anweisungen, warum und wie mein dort befindliches zeug zweitweilig entfernt werden soll. nur das wann steht offensichtlich fest: ausgerechnet die woche, in der ich in spanien sein werde.
im hausportal ist dieser wisch natürlich nicht zu finden, dass ich da jetzt schnell noch ein wenig nachlesen könnte. es ist ein zufall, dass ich ihn überhaupt noch aus den augenwinkeln erwischt habe. zwischen leipzig und spanien also, da habe ich so zirka einen halben nachmittag frei. und den hatte ich völlig selbstvergessen bereits für mich gedacht. ich dumpfspatz.
die unterkunft in leipzig ist schick und solide, aber es gibt kein klopapier. und für die fensterverdunklung musste ich auf einen der hohen barstühle steigen, anders sind die dinger nicht zu erreichen. das lass ich jetzt am besten so, denn das rechte knie hat diese aktion so gar nicht gemocht. oder es ist das sitzen auf eben diesen komischen hochhockern, das ist auch nicht lustig. außerdem habe ich ja reuhma, das vergesse ich immer. das knie also, es verweigert ein bisschen das weitere funktionieren. mal sehen, was das nun wieder soll. besonders zu fuß am fuße der pyrenäen, demnächst.
eigentlich hat die neue rheumatologin gerade gestern erst die reduzierung der basismedikation angeregt. fand ich ja gut und längstens angemessen. und nun?
leipzig ist schön und ein bisschen wunderbar, wie ich es kenne. ich mag diesen grund hier, was immer das ist. es ist gut. nur ich, ich bin müde.