dieses nichtschreiben ist schon ein seltsamer zustand, noch dazu begleitend zur buchmesse. so komisch und unsinnig, dass es mir schier unerträglich erscheint. zwischen schreiberschöpfung und nichtschreiben zeigt sich eine dunkle, schwere leere in mir. noch dazu war nach dem unterkunftwechsel in leipzig zunächst das wlan nicht funktionsfähig, weil abgeschaltet. dann war kein passwort zugegen, was für ein schock. kein radio, kein fernsehen, nicht einmal blogs lesen oder selber bloggen. dieser altbewährte schreibersatz, der mich durch die jahre der schreibblockade gerettet hat. diese eigenartige form der begegnung: wir lesen uns als kommunikationsform. lange her, über zwanzig jahre.
zum glück ließ sich das wlan-manko schnell beheben. also schreibe ich wieder mal, immer noch ins netz. einfach irgendwelchen unsinn über mein leben oder auch nicht über mein leben. wer weiß das schon.
das rechte knie hat sich über nacht quasi bereits wieder beruhigt. auch das ist seltsam, aber vielleicht ist es ja so im alter. ohne dass ich irgendwie eingegriffen hätte, nur geschlafen habe ich. lange geschlafen und mich nicht weiter gegrämt. geträumt stattdessen, doch auch das ist natürlich eine herausforderung. gestern stand ich da, wie im kampf, im traum, und alle rüstung fiel von mir ab. heute war da ein gesicht, im traum, ganz nah, und wollte, dass ich etwas öffentlich mache. unbedingt. ich wusste aber nicht, was gemeint war. und ich weiß es noch immer nicht.
ansonsten: gestern war tanztag in den messegängen, die besucher*innen*zahl noch so gering, dass laufen und schauen ganz entspannt möglich war. ich liebe das, das sollte ich mir merken. auf jeden fall immer am donnerstag recht früh dort aufschlagen, der rest ist eher ein kampf um raum. heute wollte ich in leipzig sein, herumlaufen und schauen. ich mag dieses stadt, aber es ist bewölkt, es regnet sogar hin und wieder ein bisschen. es ist märz, denke ich. es ist winter, im grunde. aber schade ist es schon.