ein bisschen ist es ja blöd von mir, dass ich oft wenig aus dem urlaub schreibe. und schon gar nicht, wenn ich nicht allein urlaube. da mag ich nicht über die anderen schreiben, die mit dabei sind. menschen, die sich ganz sicher hier nicht lesen wollen, obwohl ich sie nicht einmal fragen mag. es ist ja schon recht abwegig, was ich hier mache. dieses privatlebenbloggen. deshalb schreibe ich vor allem über mich, wenn ich zu hause bin. oder aber allein irgendwo anders. es ist nicht so, dass ich niemals menschen sehe. nein!

ich war also in cadaqués, unter anderem, an der costa brava. da kann es wirklich rau sein, ich sagte es bereits. in katalonien, in spanien. der ort hat ein bisschen eine geschichte für mich. mein erster lehrer *, schreibwerkstatt volkshochschule, so hieß das, glaube ich. der war in jedem sommer dort, bis fast zu seinem tod. selbst ein schwerer verehrer des surrealismus, breton, lorca, nicht so sehr dalí. der war ihm zu posh, würde man heute sagen. ich habe viel gelernt von jo, damals.
wieder zurück hacke ich mir meinen weg durchs leben, wie zuvor. durch listen und ansprüche, wo auch immer die herkommen mögen. während meiner abwesenheit wurden im keller die wände neu gezogen. jetzt klappern und scheppern da unten stahllamellen, und es gefällt mir. besonders, dass anstandslos auch all der dreck und die reste, die ich vor über zwanzig jahren dort vorgefunden habe, beseitigt wurden. das entspricht zwar der wahrheit, aber das hätte man mir nicht zwingend glauben müssen. ich habe also einen keller vorgefunden, der reichlich mehr licht und platz bietet. da musste schnell mal gleich sofort ein zweites regal gebaut werden, um meine übervolle kammer in der wohnung ein wenig zu entlasten.
einen aufgeräumten keller zu haben, beruhigt das gemüt ungemein. muss ich hier feststellen.
außerdem: zwei arzttermine, einer davon für umfassendes ultraschallen des bauchraumes, alles superunauffällig. und ich sei schön schlank, meinte der eilige doktor noch, da sähe man auch alles so fein. einmal ergo-, einmal physiotherapie, ersteres zum letzten mal, rechnung folgt.
dann das motorrad, tüv-fällig seit januar. überraschend einfach heute mal erledigt, in einem rutsch. es ist so schön, eine wunderbar moderne maschine zu haben, die problemlos, auch nach viel schnee und eis, anspringt und losfährt. und nun auch einen frischen tüv-stempel.
zusätzlich bin ich noch auf die idee gekommen, zwischendurch schnell mal neue passbilder machen zu lassen. ich brauche ja endlich wieder einen pass, von wegen brexit, und vermutlich auch einen neuen perso, wegen des neuen, zweiten vornamens. personenstand ist ja da eigentlich egal, ebenso beim führerschein. aber mal sehen. dass ich online einen termin beim allernächsten bürgeramt machen konnte, keine 500 meter entfernt und zeitnah! das war eine überraschung. berlin! was tust du?
übrigens war die fotografin, als sie mich sah, ein wenig irritiert. für einen augenblick war sie der meinung, dass wohl eine frau den termin für mich gemacht haben müsste. ich hab ihr dann versichert, dass ich schon die richtige sei. die richtige person. da war die arme dann leider ein wenig beschämt und ist schnell darüber hinweg. dabei war das doch so passend, so lustig.
schade. ich muss da selber noch üben.
* ja, ich nutze absichtlich die männliche form, das war allgemein bekannt, auch damals schon, und dennoch nie wirklich offiziell. ich könnte es belegen, mit persönlichen briefen, damit wikipedia es jetzt richtig machen kann. aber ich schreibe nicht in wikis, ich schreibe hier.