am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

zwischenzeit

weihnachten, das sind offensichtlich tage elektronischer verwirrung, um nicht zu sagen ausfälle in diesem jahr. erst zerschmurgelt der heimische videorekorder – zum glück der eigene, nicht das schicke, geliehene kombigerät zur konvertierung der alten bänder in dvds – dann wird das hauptstadtblog gehackt – vermute ich zumindest, ich warte auf weitere info, die warnung scheint aber eindeutig – im heimischen büro zickt seit tagen der hauptcomputer, fährt nur jedes zweite mal korrekt hoch, im fremdbüro schluckt das system regelmäßig komplette kundendaten, anschließend schmurgeln die drei mich umgebenden computer auf einmal weg, kurz vor dienstschluß zum glück, mit kurzzeitig leicht giftiger geruchsentwicklung.

meiner war allerdings nicht dabei. also nicht meine schuld in dem speziellen fall. denke ich.

oder ein wunder.

zwischen den jahren, zwischen den zeiten.

still

gestern versehentlich in den schönhauser arcaden gelandet. ohne jede weihnachtsnot, einfach nur, weil sich dort die nächste postfiliale befand. zufall also, ein grausamer allerdings.

nach etwa zwanzig sekunden in leichten streß verfallen. nach zwei minuten zuckungen aufgrund der enormen lärmbelästigung. und im anschluß an die mühsam erledigten postdinge weitere endlose minuten auf einer panischen suche nach einem schnellen ausgang verbracht. ohne selbstdrehnde tür, versteht sich. aber die gibt es fast nirgends mehr.

ist sie das? die weihnachtlich versprochene erlösung durch den einzelhandel?

wattebäuschchen

nachts, kurz nach mitternacht, mit latend whiskyberauschtem hirn das alte zippo reparieren wollen. und können. fünf süße, kleine wattebäuschchen befinden sich darin. dazu ein langer docht, der nur zum ende hin ein wenig versäubert werden möchte. jetzt brennt es wieder, einwandfrei, und ich bin sehr zufrieden. mit mir.

nur wozu? ich rauche ja gar nicht.

yes, i can

alles neu durchrechnen, auch wenn am ende kaum ein sinnvolles ergebnis stehen kann. trotzdem. meinen alltag, mein leben ausmisten, dinge aufgeben und kündigen. inhalte, wissen und freude.

diesmal nicht tango, stattdessen lektüre. keine zeitung mehr, auch nicht wöchentlich. obwohl ich das prinzip papier eigentlich immer noch höchst attraktiv finde, beinah erotisch. passend zu diesem leisen knistern im intellekt, das mich trotz allem nicht verlassen mag. außerdem steht ja doch längst noch nicht alles im netz.

aber es hilft nicht. nichts. also: klug sein, vernünftig und diszipliniert. der armut rechnung tragen, wo es kaum etwas zu rechen gibt.

kann ich!

am tag nach der migränequälerei, die im übrigen gestern gar nicht so sehr schlimm war, geprägt nur von müdigkeit und erschöpfung sowie allgemeiner mißratenheit, bin ich ja immer ein bißchen begeistert. vom leben an sich und so, ich weiß auch nicht. so etwas ist mir ja eigentlich wesensfremd. oder?

doch nicht?

derzeit

schwer genervt durch das wechseljährige hormonchaos und das anhaltende pc-desaster. nicht wirklich schlimm, beides nicht. nur endlos eben, energie- und zeitfressend gleichermaßen.

müde bin ich sowieso.

grundlos und schwer bis in die knochen.

ich träume nicht.

ich denke nicht.

ich weiß.

nichts.

muffins gebacken, dritter versuch erst, wenn ich mich recht erinnere. diesmal mit limetten drin und zuckerguß aus cachaça, vorwiegend. mußte gleich zwei essen. geht. gutnacht.

glances

dieser tag beschert mir als erstes einen blick von nina simone auf einem alten videoband. breathtaking. dann den von der gestern verstorbenen marie marcks, alt und klar. direkt. das würde ich auch wollen, denke ich. alt werden, auch so alt. gerne. da wäre noch viel zeit für zeug, viel zu sehen. zu sagen.

das wäre gut und richtig. die chancen stehen auch nicht schlecht, die direkte weibliche verwandtschaft scheint die 80 mit leichtigkeit zu überschreiten und bleibt ausgesprochen jung und lebendig dabei. andererseits gibt es natürlich gründe, warum mir das besser nicht passieren sollte.

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