am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

in progress

einiges sortiert heute, papier geschichtet vor allem. oder besser entschichtet, stapelweise altes zeug weggeworfen. außerdem einiges weggelesen, abgeheftet oder sonstwie archiviert. (dabei ist der wegwerfstapel bislang noch jedesmal  deutlich größer gewesen als die archivordner. meine sammelleidenschaft hält sich zum glück in grenzen.)

im zuge der umschichtungen bis auf ein paar bücher duchgedrungen, die dringend besprochen werden wollen. schon seit wochen. außerdem auf den angefangenen text gestoßen, die novella, die ja auch immer noch wartet. ein gutes zeichen?

nicht zuletzt plötzlich doch noch ein paar ideen gehabt, wie die letzten schwarzen möbel aus dem wohnbüro zu verbannen wären. (ich kann diese ollen schwarze monster einfach nicht mehr sehen.) selberbauen, mal wieder. mehr ist nicht drin. aber warum auch nicht. mehr als grobe kisten brauche ich einstweilen nicht. leim, schrauben, beize; hab ich alles hier. und das holz läßt sich im baumarkt exakt zusägen.

alles wird besser, leichter, harmonischer am ende. das verspreche ich mir hiermit.

ich brenne durch die nacht, ratlos. es ist eine schrecklich unsinnige zeit. es gibt  nichts zu sagen, oder kaum noch etwas. ich finde den einstieg nicht mehr, den ersten schritt. oder das thema.

diese leere. vielleicht läßt die sich doch noch irgendwie nutzen. irgendwann. kurz vor schluß vielleicht. ich brenne weiter.

männerbewegung in den wochenblättern (84)

Erstens werden Opfermythen verbreitet, nach denen Männer immer und überall benachteiligt seien. Das zweite Muster bezeichnet er als „Anti-Etatismus“ – öffentliche Institutionen würden für schuldig befunden, die Gleichstellung bevormundend voranzutreiben. Und als drittes Muster nennt er den Tabubruch. Die Männerrechtler spielten sich als progressive Denker auf, die es endlich wagten, gegen Denkverbote der political correctness vorzugehen.

schreibt johanna kutsche in der zeit. nichts neues eigentlich, spannend bis entlarvend versprechen aber die kommentare zu werden. ;-)

throwing bones

die zweite alte, kleine und kurze, wirklich sehr kurze, geschichte, drüben bei den bones: Bericht (ganz leicht überarbeitet).

jesus lebt in neukölln

das fahrrad auf der schulter stehe ich auf dem treppenabsatz und warte. für zwei menschen plus rad ist die treppe einfach zu schmal. außerdem steigt die frau die stufen nur langsam, schritt für schritt. ich mag ihr nicht in den weg laufen.

jesus wohnt ja bekanntlich ganz oben, sagt sie als sie an mir vorübergeht, um sich dann gleich an den weiteren, offensichtlich mühseligen aufstieg zu machen. keine ahnung, ob sie überhaupt zu mir gesprochen hat. dennoch stehe ich da und lausche. ich höre, wie ein stockwerk weiter oben erst geklingelt wird. dann geklopft. dann öffnet sich eine tür.

was solls, ich trabe schleunigst weiter nach unten. draußen regnet es. und es ist höllisch kalt in neukölln.

der geist der maschine

rechner nervt. verweigert mitunter den start. fährt auch schon mal selbstständig runter, um sich anschließend gleich wieder selbst neu zu erwecken. aber das konnte er ja von anfang an recht gut, eigeninitiativ hochfahren, ohne jeglichen impuls von außen. deshalb wird er jede nacht radikal abgeschaltet. vielleicht nimmt er das ja übel, vielleicht hat er ja eine seele. (vermutlich verabschiedet sich aber nur das netzteil oder irgendein anderes stück hartware, das auszutauschen ich mir dann nicht leisten kann.)

throwing bones

irgendwie muß ich mich wieder auf meine arbeit konzentrieren. so dachte ich eben. so dachte ich eigentlich in den letzten wochen schon immer wieder mal. ohne großen erfolg. der aktuelle text liegt brach, seit letztem november ungefähr. mittendrin abgebrochen, verlassen und verreckt. ich weiß einfach nicht weiter. obwohl ich genau weiß, wie es weitergehen soll. die tür krieg ich trotzdem nicht auf. nichts hilft.

statt dessen fallen mir plötzlich nachts diese geschichten von damals ein. allesamt ziemlich kurz, weil noch in die schreibmaschine gehauen. uralt also, fast zwanzig jahre. (kaum zu glauben.) keine ahnung, ob ich die überhaupt noch irgendwo habe, wenigstens auf papier. die meisten sind zwar irgendwo veröffentlicht, aber ich weiß wirklich nicht mehr, wo.

was soll ich sagen? zusammengetippt in einer kleinen worddatei, ich bin ein furchtbar strukturierter mensch. gut zwei drittel der kleinen sammlung verwerfe ich heute. harmlos bis läppisch oder aber schrecklich aufgesetzt. der rest steht, damals wie heute. fast bin ich selbst erschrocken. da ist es wieder, das thema gewalt. dazu kommen noch zwei weitere, etwas längere sachen.

den anfang macht nun Das Schweigen, drüben bei den bones. (in den knochen wühlen. auch darüber habe ich mal geschrieben, vor langer zeit.)

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