am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

bruchsekunden

das herz, dieser diffizile muskel, der so unermüdlich arbeitet, ein leben lang. der millionenmal schlägt und schlägt und schlägt, dazwischen ein wenig hüpft vielleicht. und doch jedesmal diese pause macht, die sich irgendwann dehnen wird. sekundenbruchteile, die sich auf ewig ausweiten werden. soviel ist gewiß.

nur deshalb ist alles, was von herzen kommt, für immer. weil es im jetzt lebt.

blauschimmel

eines der letzten dinge, die die geliebte mir beigebracht hat: blauschimmelkäse mögen. fast zwei monate ist das jetzt her. heute versuch ichs mal allein. das mit dem blauschimmelkäse, meine ich.

in meinem schlafzimmer wohnt neuerdings eine kleine spinne. eine von diesen hübschen, kompakten winzlingen. ein harmonischer und dabei überaus agiler fleck, mal hier und dann gleich wieder woanders. heute morgen krabbelte er auf meinem kopfkissen entlang, begrüßte mich und meinen tag. ich mag das, in diesem fall zumindest. es ist aber auch wirklich ein hübsches kleines ding.

ziemlich volle arbeitswoche.

genervt. was wie ein entspannter, lockerer sonntag anfing, sogar ein freier tag, ausnahmsweise, endete dann doch in einem batzen arbeit. und in fehlerfunden und mißgeschicken und so. shit.

vielleicht sollte ich jetzt nach wien gehen. oder nach england. ich habe eine große sehnsucht nach der tiefe und stille südenglands. berlin ist ja ohne zweifel eine oberflächliche stadt, die eher in die breite geht als in die tiefe. daß mir das jetzt erst auffällt.

aber natürlich kann ich mir nichts anderes leisten. einstweilen.

utopisches in den täglichen nachrichten (63)

vielleicht auch gar nicht so utopisch, sondern vielmehr poetisch. stühle, die auf dem feld wachsen. prozessoren, die sich fortpflanzen. im rechner womöglich, eine generation nach der anderen. man muß keine neuen mehr kaufen. wenig arbeit also. alles nur noch tausch und umgestaltung. und kunst vielleicht. wer weiß?

in jedem fall findet Vom Abtrainieren des Arbeitswillens meine genüßliche zustimmung:

Eines Tages wird die Herstellung eines hölzernen Stuhls nicht mehr einen Holzfäller, einen Schreiner und andere knochenbrechende Gewerke erfordern, sondern die Stühle werden auf dem Feld von allein der Ernte entgegenreifen, weil die Materie dem schöpferischen Menschen jenes Geheimnis verraten hat, nach dem sie sich gewaltlos von innen heraus baut. Dann wäre es gut, wenn die Gesellschaft sich nicht länger über die Arbeit definiert: Es wird nämlich keine mehr da sein. Mit dem Abtrainieren sollten wir heute schon anfangen.

via klausenerplatz

my first muffins

vielleicht, weil ich jetzt einen so schicken herd habe. der ist sogar beleuchtet, wie es sich gehört. mein vorheriger hatte da ja eines seiner großen mankos. immer mußte ich mir das sich entwickelnde essen mit einer taschenlampe betrachten. jetzt sind sogar fotos möglich.

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