am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

noch schläft das tier, ganz ruhig schnarcht es im wäschekorb vor sich hin. wo auch sonst?

in einer halben stunde aber wird die kleine, die alte ängstlich irgendwo unter der wanne hocken. oder unterm bett, in der hintersten ecke. bis morgen früh. es ist jedes jahr dasselbe. daß sie das nicht lernt.
oder daß sie sich nicht einfach ändert, die welt da draußen.

’sehr gut‘ stimmt! für mich persönlich zumindest, es stimmt wirklich. ich stehe fest dazu, ich blicke zuversichtlich wie selten um mich. möglicherweise nicht wirklich weit voraus, nur ein kleines stückchen, viel mehr aber in den moment. trotz all dem jammer, dem krieg in diesem jahr. trotz der leeren versprechungen und der unverhohlen beschwörungen. es geht aufwärts. das ist eine farce ebenso, wie es stimmen mag. das ist nur natürlich. ganz wie mans nimmt eben.

so! hier ist jetzt schluß. ab sofort gehts dann hier weiter.

see you! next year!

bye!

kein rückblick, keine bilanz. es war ein gutes jahr. sehr gut sogar, alles in allem. :-)

alles ist voller geschichten, ist schreiben, selbst die dinge sind erinnerung. auch das bügeln, zum beispiel. wieder meine oma, wie sie taschentücher bügelt. wie ich heute, eben erst, wenn auch ganz anders. dampfunterstützt. taschentücher für männer, die großen, mit den vielen streifen am rand. mit denen hab ich gespielt, als kind, habe knoten in alle vier ecken gemacht und sie mir auf den kopf gesetzt. warum auch immer. weil ich es im fernsehen gesehen hatte, in den filmen über afrikanische großwildjäger, die damals modern waren.

alles ist voller geschichten. das ist es nicht, woran es fehlt. es ist das sehen, das zuhören. es ist die zeit, die nicht genommen wird, sondern mitunter einfach nur vergeht. sogar mir. viel zu oft.

So, 28. Dez. 2003, 22:13

meister?

warum heißen die deutschländer deutschländer?
na, die sind knackig wie wiener!
heim ins reich?

eine eigenartige nacht. bis gegen halb zwei gelesen, über schutzräume, keller und bunker im 2. weltkrieg in deutschland. vielleicht keine gute idee, so kurz vorm schlafen. albträume seltsamer natur, nichts konkretes, nicht einmal ansatzweise. nur dumpfe angst, irgendwie, auch nicht greifbar und immerzu hilfe die mir abgeboten wird. auswege, die ich aber nicht nehme. ich tue das nicht für mich.

noch beim lesen, gestern, die nicht zu verleugnende tatsache, daß ich die zeilen nicht verfolgen mag, die seite nicht einmal sehen, warum auch immer. und erinnerungen, natürlich, zwangsläufig. die schokolinsen meiner oma, weiß und rosa. pfefferminzblocks in exakt denselben farben. meine oma, die die schale papierdünn von den kartoffeln schneiden konnte. in einem stück.

da, wo die straßenbahn hält, ist der bunker. alle sagen sie mir das, als kind, jedesmal, wenn wir da vorbeikommen. auf dem weg zum markt. oder wenn es wieder nach hause ging, abends, im auto. und doch meine ich, ihn nie gesehen zu haben, bis heute nicht. vielleicht war er wirklich längst nicht mehr da. oder ich konnte ihn nicht erkennen, wußte nicht, wonach ich suchen sollte.

‚bunker‘ – das könnte eines meiner ersten konkreten worte gewesen sein. ohne jemals konkret geworden zu sein. ist das jetzt sprache? oder leben?

na was!? kein wort hat bedeutung. ich sehe die bilder aus bam, heute zum ersten mal. dabei lese ich über den bombenkrieg. MEMORY, ein eigenartiger effekt. überwältigend, jenseits des eigenen. weit jenseits. oder?

ich schalte jetzt ab, begebe mich ins nebenzimmer, oder ins hinterzimmer gar, und beschäftige mich mit der erstellung von exposés. vielleicht lege ich auch zunächst einmal meinen geschundenen körper in ziemlich viel reichlich warmes wasser. das wäre auch eine möglichkeit, eine durchaus nicht zu verachtende. vielleicht lasse ich aber auch alles sein, einfach alles, was auch immer es sein mag. und ich tue nichts, gar nichts. keine liste schreiben, keine zukunft träumen, kein ton, kein licht.nichts. nicht einmal ein wort – von schreiben ganz zu schweigen – denken.

ob das überhaupt geht?

von wegen schluß, aus, ende. spätestens in einer woche darf ich dann die protokolle erstmal ad acta legen. ;-)

von wegen, ich verlasse diesen heiligen ort. bis gegen 12h saß ich noch hier. und heute dann noch einmal für drei stunden. aber jetzt ist wirklich gut. schluß! aus! ende! in den nächsten drei jahren – wenigstens! – verändere ich absolut nix mehr an meinen seiten. ich hab die schnauze voll. (noch dazu sind sie ja, vorsichtig ausgedrückt, ein bißchen rückständig. technisch gesehen zumindest. aber mir geht es da ums prinzip. so wie es ist, so kann ichs allein, und es geht schließlich ums lesen, um nix anderes. punkt. diese unzähligen ‚literatur’seiten mit hübschen blümchen, engelchen und anderem geflatter sind schließlich noch wesentlich schlimmer.)  (äh … engelchen??? ;-)

jetzt mal sehen, was es sonst noch zu tun gibt. weihnachten? ach ja, ist jetzt endlich vorbei.

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