am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

es ist nicht immer leicht, zu wissen, was gerade ansteht, sich dann auf genau das zu konzentrieren und alles andere getrost zu vergessen. im vertrauen darauf, daß nichts verloren geht auf diese art und weise. im flow. aber der ist ja auch wichtig. lebenswichtig.

nebenbei höre ich ein bißchen silly. eigentlich wollte ich ja nur diesen einen song. den, mit den straßen von berlin. und nun entdecke ich eine ganze menge hervorragender deutscher lieder. was ist das? rock? oder pop? auf jeden fall ist es nicht leicht, nicht mit dieser sperrigen sprache. deutsch ist schwer singbar, das weiß jeder. dazu die allzu scharfe kitschgrenze, das wird erfahrungsgemäß schnell unerträglich. da geht längst nicht alles. silly kämpft offen zwischen kitsch und kraft. und gewinnt. phantastisch. tragfähig und vor allem emotional, ich glaub es kaum. auf deutsch. beinah wahr zu nennen, das ganze. dazu diese stimme! die irgendwie alles trägt. tamara danz.

ja, ich gebe zu, daß ich vieles schon mal irgendwo gehört hatte. aber mehr auch nicht. ich bin eben ganz im westen hier.

es ist nicht so, daß mich die bilder aus istanbul kalt lassen. im gegenteil. aber was ließe sich sagen? wenn alles schnattert und wenige schauen. (oder ist auch das schon tendentiös? – vermutlich ja!)

mein leben dümpelt eben weiter, mal besser mal schlechter. und die eigenen kleinen sorgen und problemchen werden eben nicht geringer durch die bomben, die anderswo detonieren. zumindest im empfinden. aber ich bin da, ich bin wach. ich bemühe mich nach kräften. zu sehen und zu achten. immer. genau deshalb bleibt dieses, nach wie vor: (peace)

wilder wechsel, stimmungsmäßig, den ganzen tag. ein frustiger anfang, traurig und schwer, in den novembernebel zu blicken. es ist eben so, ich bin eher eine abendsarbeiterin. oder sogar nachts. wenn ich einmal in gang gekommen bin, kreativ gesehen, dann kann ich mich sogar selbst fast nicht mehr bremsen. obwohl ich immer wieder muß. heute zum beispiel, weil ich morgen ins büro muß. und am abend dann den kurs leiten. aber das ist ja leicht, das geht mit links. ist eben auch kreativ.

am meisten ärger mich, daß der drucker kein rot mehr ausspuckt. obwohl noch rot drin ist, da bin ich sicher. also ist wohl die düse hin, und das finde ich ziemlich scheiße. vor allem, weil mir absolut nichts einfällt, um das gebrechen zu beheben. und (bewerbungs)fotos von mir, ohnehin schon so ein thema, dann aber noch mit zartem grüngelben teint ausgedruckt. das ist wirklich übel.

der aktuelle text ist so gut wie fertig. ich bin überrascht, wie schnell es gehen kann. höchstens 14 tage hab ich gebraucht, mit einem völlig ‚verplemperten‘ wochenende mitten drin. meine hauptarbeitszeit. dazu hab ich zwei versionen erstellen müssen. eine unter 1000 worten für einen laufenden wettbewerb. die endgültige version hat jetzt über 2500. aber so ganz korrekt sitzt es noch nicht. besonders am ende. das kommt davon, wenn man zwei plots für eine geschichte fabrizieren muß. das aktuelle ende ist ein bißchen weich, irgendwie zerfleddert. aber mal sehen. ganz so spät ist es ja noch nicht.

was soll ich sagen? ich will zu viel und komme zu nichts. die zeit vergeht, und es bleibt nicht viel.

das ist natürlich übertrieben.

der angefangene text ist fast fertig, gleich gehe ich nochmal ran, keine frage. morgen oder übermorgen geht er dann raus. wo also ist das problem? es läuft doch, was will ich denn eigentlich mehr!?

die größte schwierigkeit liegt wohl im richtigen moment, im festen zugriff zur rechten zeit. das ist wichtig. ich lasse mich zu oft warten. es sprudelt doch immer, hat U letztens gesagt. und ich habe ihm zugestimmt. ja, es sprudelt immer, auch bei mir. aber ich lasse es zu oft. ich lasse es gehen, fließen, und irgendwann ist es zu spät. dann glotze ich rückwärts, und so geht dann nichts mehr. stunden-, tagelang, mitunter.

ein ganzes wochenende rumgedümpelt. essen gehen, tanzen gehen, videos massenhaft. und lachen.

das hat was.

morgen gehts dann wieder an die arbeit. wer weiß welche? ich jedenfalls noch nicht. ;-)

keine gute zeit.

es hagelt absagen, mißverständnisse und rückschläge allerorten. ob es um jobs, stipendien oder sonst irgendetwas geht. sobald es sich um geld dreht, geht es zwangsläufig daneben.

dazu ist herbst, ich habe kein kraft mehr.

gestern in der uni gewesen. nur kurz, keine veranstaltung, nur der verzweifelte versucht, infos zu den drohenden studiengebühren zu finden. fehlanzeige. kein wunder, geht ja um geld.

statt dessen mit dem gefühl nach hause gefahren, daß ich mich endgültig für schuldig erklären muß. mich allein. die entscheidung, die uni aufzugeben – freiwillig oder nicht – ist letztendlich nur das eingeständnis, dieser welt einfach nicht begegnen zu können. den regeln und vorgaben, immer enger, immer seltsamer.

was, wenn man schon selber vorstellungen vom leben hat? immer schon gehabt hat? was dann?

nach jahrelanger schule, lehre, uni, nach beständigem wissen wollen und suchen, suchen, suchen, der unterschiedlichsten sorte, muß ich also festhalten, daß da nichts ist. daß sich wenige finden, die in der lage und bereit sind zu lehren. und zu hören.

ich bin erschöpft. weil ich nichts bin, nichts geworden, in all der zeit. nur das, was ich immer schon war. ich selbst. doch das mehr und mehr, welch ein jammer.

so bin ich gescheitert. endgültig. ich gebe auf.

vielleicht wird es so besser.

immer, wenn ich unterwegs bin, fällt mir wahnsinnig viel ein. es formuliert sich, wie von selbst. ganze räume tun sich auf.

wieder zuhause ist dann davon nicht mehr viel. auch mit der story komme ich nicht weiter.

ich muß mich besser konzentrieren!

morgen.

zähneziehen ist nichts schönes. besonders bei entzündungherden nahe der kieferhöhle, die der zahnarzt dann aus heiterem zielstrebig mit einem ’scharfen löffel‘ ausräumt.

ansonsten schreibe ich. hier und da ein bißchen, nichts besonderes. leichte, harmlose geschichten. nach MEMORY in den letzten jahren kommt es mir mitunter vor wie spazierengehen. ob das so richtig ist?

der zahn ist raus. kurzentschlossen, risiko gespielt. der rest wie immer, nur schlimmer. krachen und knacken im gesicht, gleich unter dem auge, blut und schweiß, die entzündung wird genüßlich ausgelöffelt, anschließend das material bestaunt, die kieferhöhe ist in gefahr, irgendetwas pocht, kopfschmerzen sowieso, zittern vor kälte und das an einem solchen warmen tag. zwei tage krankgeschrieben.

müde!

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