wie jedes jahr. kurz vor dem schlafengehen bedaure ich, daß ich es wieder nicht schaffen werde, bis zu meiner geburtsstunde wach zu sein. einmal dieses eigenartige jubiläum ganz allein begehen, zeitnah aber ortsfremd, dem eigentlichen geschehen längst entwunden. und wie jedes jahr ist es mir irgendwann egal. dann eben ahnungslos, tief verträumt, den augenblick verschlafen. was solls?
kurz nach fünf weckt mich das gewitter. abzüglich der inzwischen üblichen sommerzeitstunde paßt das. ja, denke ich. ja!
heute in der post. neben dem üblichen schrott, eine karte von U zunächst kann ich sie nur überfliegen, weiter nichts. über eine stunde trage ich sie mit mir herum, sehe mir nicht einmal die vorderseite an. das zu tun, fällt mir gar nicht erst ein. was jetzt, denke ich. was?
immer, wenn ich fast kaum noch an sie denken muß, ist sie plötzlich doch wieder da. und das freut mich, ohne jeden sinn. und zweck.
alle tage
time goes by
but i remember: 1979 deutschland, z. b. den ratinger hof, wenn auch nur flüchtig.
(gefunden bei hea hoa hoa …)
wissenschaftliche fragestellung
auch das noch so sorgfältige zusammenrechnen von quittungstößen ergibt, je öfter durchprobiert, jedesmal eine gänzlich andere summe. zirka ein drittel der ergebnisse weichen grundlegend von allen anderen ab, und können getrost als ‚falsch‘ deklariert werden. was aber ist mit dem rest, mit den pfennigen?
und was sagen eigentlich die mathematiker dazu? das war nämlich schon immer meine frage in bezug auf mathe: warum ist am ende immer alles ganz anders, obwohl ich doch jedesmal genau dasselbe mache? und diese frage ist unbeantwortet, bis heute.
geldgeschichten II
der zweite tag im steuersumpf, und schon ist mir ganztagsschlecht. dabei geht es gut, besser und schneller vor allem als im letzten jahr. vielleicht eine art routine, obwohl ich größtenteils nicht den blassesten schimmer habe, was ich da eigentlich tue. aber ich tue es. ich frage und rechne mich durch, ich sortiere kleine stapelchen auf ordentliche häufchen. nebenbei kritzel ich listen von dingen, die noch zu erledigen sind. erste kopierrunde morgen, dabei papier kaufen. der drucker hat eben verrückt gespielt und die letzten paar blatt mit acsi-zeichen – oder wie immer die heißen mögen – verhunzt. was soll ich machen, schließlich kann ich die abrechnungen nicht auf irgendwelchen prosarückseiten präsentieren. und die frist steht, wie jedes jahr.
eigentlich kann ich mir aber papier in diesem monat nicht mehr leisten. das geld ist längst zuende. und ich auch. keine kraft mehr, nicht einmal für ein bißchen freude. über die sonne zum beispiel, die wärme.
ich sollte nur noch über wetter nachdenken. wie mein bruder. obwohl das wohl auch nichts ändern würde. (kryptik?)
