fallen. fließen und sehen. (mutter der kelche)
ansonsten
mein persönliches jahr 2016 hingegen hatte wenig schrecken zu vermelden. nur einen eigentlich, den tod des freundes im sommer. nicht unerwartet, aber so unnötig wie nur was. ein tiefer schnitt. sonst war alles gut, vielleicht sogar besser.
vor allem war ausreichend arbeit, daher ausreichend geld, nahezu durchgehend vorhanden. nur im sommer klaffte ein großes loch, ausgerechnet. trotzdem: das war das erste mal seit jahren, wenn nicht noch länger. dennoch habe ich mich im frühjahr endgültig entscheiden, wenn möglich halbtags in eine anstellung zu wechseln. wer hätte gedacht, daß das tatsächlich klappen könnte? nicht einmal ich so richtig. es hat aber geklappt, es ist sogar eine festanstellung. und bislang bin ich sehr zufrieden. ich hoffe, man ist auch ausreichend zufrieden mit mir. (auch wenn es derzeit noch hartes brot ist, alles andere als routine.)
dementsprechend gibt es viel neues zeugs hier, einfach weil ich es mir auf einmal leisten konnte. unter anderm eine neue küche. selbstgebaut natürlich, aber dennoch eine investition. mit geschirrspüler und so, einer neuen, höher installierten arbeitsplatte, schicker spüle und auch sonst viel holz. hätte nie gedacht, daß eine küche so wichtig sein kann. ich meine, ist ja nur eine küche. wozu braucht man die schon. ist aber so.
viel unterwegs war ich auch, für meine verhältnisse zumindest. erst rügen, da war fast noch winter. etwas später ein bißchen durch brandenburg, da war im grunde auch noch winter. brandenburg ist wunderbar. dann klagenfurt, logisch. auch wenn viele andere nicht gekommen sind, mir ist das wichtig. und das bleibt auch so. schließlich über leipzig nach münchen und wieder zurück, zwischendurch in berlin ein bißchen rumpaddeln und rumradeln. alles sehr fein.
außerdem ist immer noch die fRau mit dabei, meistens jedenfalls. alles in allem: das macht sich ganz gut.
böse geister
zum des jahres sind die fragen um so größer. wie konnte es dazu kommen, zu brexit und trump? und was noch alles? privat wie global, was um himmels willen ist denn noch möglich, das zuvor nicht einmal denkbar war? war sarrazin nicht schlimm genug? le pen, petri und höcke. ich weiß nicht weiter, kein wort, schon lange nicht mehr. ob das alles ist, ob es wahr sein kann. wie es weitergeht. ich bin nicht sicher. ob es wirklich ist. ob es wirklich das ist, worüber ich mich aufregen soll.
oder ist es nicht vielmehr die erkenntnis, daß wir keine argumente haben gegen die mörder, die schlächter. keine instrumente und keine waffen, keinen weg. wer das töten will, wird es tun. er wird es ankündigen und in die tat umsetzen. und niemand wird wegsehen. wozu auch? so läuft die zeit und nichts hilft. das ist es, was um sich greift. diese unausweichlichkeit gegenüber der gewalt. diese trostlosigkeit in der welt, seit jahrtausenden.
die bösen geister, überall.
ratlos bin ich. mit nichts in den händen, nur mit rauschen im hirn. weiße leere, uralt. anderswo, in aleppo, nicht weit, aber nicht hier. jetzt. da liegen leichen in den kellern, massenhaft. das weiß ich. da leben menschen. noch.
so krönt sich dieses grausame jahr mit entsetzen, mit tod, mit mord. mit schlachten.
pro pulse
ein wenig betrunken nach dem tango, vom alkohol wie auch vom tanzen, beides. dabei habe ich vor zwei wochen oder so noch darüber nachgedacht, ganz damit aufzuhören. tangokrise deluxe, ernsthaft. ich ungelenkes, taktloses etwas, zu ängstlich, zu menschenscheu. es schien mir zuviel. es schien mir genug.
jetzt aber, auf einmal beginnen im tango die momente, in denen niemand mehr weiß, wer das eigentlich tut. das gehen, das tanzen, das zusammenspiel. fast wie im schreiben. ich bin überrascht.
verweis ins HSB
was lange währt. und vielleicht ist es ja auch einfach nur verrückt. aber das hauptstadtblog macht gerade wieder auf.
fail?
was für ein dämlicher tag, der mit einem eigenartigen pc-versagen begann. fast zwei stunden für eine knappe seite übersetzung, weil das arbeitsgerät dauernd festhing. beim doc dann natürlich nichts mehr davon, alles ganz geschmeidig. und danach hier dann auch wieder. was für ein driss. (vor allem, weil es vermutlich die win 7-update-politik von microsoft war, die den rechner lahmgelegt hat. ein hauseigener bug sozusagen. das mag ja sogar so gewollt sein, das kann man ja aber abschalten. zum glück.)
bei der kawa, die seit zwei wochen auf ihren tüv wartet, ein bißchen was neues. der schrauber vor ort, immerhin. aber noch keine plakette, nicht einmal die wenigen ersatzteile. also weiter warten.
zu hause zurück dann keinen überblick mehr, keinen plan. die drei noch offenen dateien bearbeitet, anschließend zu nichts mehr gekommen. statt dessen an dem alten zweitlaptop (x61) herumgebastelt. es umgebaut, ziemlich programmreduziert, um es zu einer schnittigen, kleinen maschine zu machen. ein ding, das zwar internet kann, wenn es sein muß, dem das aber nicht gnaz so leicht fällt, prozessor-und arbeitsspeicherbedingt.
eine schreibmaschine also, handlich und leicht. für unterwegs. könnte nötig werden, demnächst. hätte ich zumindest gern so.
hab ich jetzt.
schuldigung
ich muß um verzeihung bitten, daß hier aktuell so wenig passiert. derzeit geschehen große umstrukturierungen in meinem kleinen blogimperium, die ich nicht wirklich allein und daher auch nicht zügig bewältigen kann. ein kleines element davon ist die notwendige neugestaltung dieses kleinods hier, meinem erklärten lieblingsblog.
was soll ich noch sagen? es zieht sich halt, ziemlich. und so an- und umgedacht, so halbfertig, wie es mir selbst dadurch erscheint, mag ich es selbst kaum ansehen.
obwohl es bislang gar nicht anders aussieht, ich weiß. tut mir leid.
die möglichkeit von tango
ich hab da mal was über tango geschrieben, wie ich ihn kennen gelernt habe. (das kennen ist ein lernen, jaja.) und veröffentlicht wurde der text in einem rosengarden, auch das noch.
Tango ist Leben, ist also Versagen, Vergehen. Tango ist Sehnsucht, nicht Sex. Tango ist Lust und Verbrechen. Tango ist die Gelegenheit. Denn Tango er/findet Schönheit im Dreck der Straße, wie ein Dieb.