es geht mir. (mehr nicht. so ist es richtig. und gut.)
* aus der heimlichen reihe: schreibspiele sind denkspiele.
das jahr liegt ausgebreitet vor mir. das kommende, nicht das vergangene. die zeichen stehen auf traum. ich weiß allerdings in den ersten tagen schon nicht, wie das gehen soll. die drei aufeinanderfolgenden bürotage schaffe ich nur unter dauermedikation, erster tag ibu, zweiter tag das migränezeug, am dritten schließlich die rheumaklopper. die für diesen zweck nicht wirklich gedacht sind, das geht sogar über meine grenze.
und es hilft nicht. ich kann den kopf kaum drehen, es zieht bis tief in den rücken hinein, es pocht unter meinem schädeldach bei jeder bewegung. auch jetzt noch, ein bißchen.
auf der straße spricht mich ein fremder an, wohl weil ich an einer wand lehne, um durchzuatmen. ob alles in ordnung sei. atmen ist schwer, besonders unter gedeckelter migräne. alles in ordnung, sage ich. normal ist das, was immer ist. so war es allerdings schon lange nicht mehr.
natürlich fällt zusätzlich in diesen tagen eine pc-neuinstallation an, alte windowstradition. die immerhin läuft bislang problemlos und hat ein klein wenig zufriedenheit im gepäck. nicht genug, fürchte ich.
den ganzen tag schon wünschte ich, mich würde jemand tragen. oder halten zumindest, für mich die richtigen entscheidungen treffen und umsetzen. nicht, daß ich das nicht allein könnte.
aber.
ich glaube, das ist das erste mal. daß ich mich überantworten möchte. daß ich die vorstellung habe, daß es leichter werden könnte. mit menschen, nicht ohne.
wie im traum, manchmal.
zwischen den jahren habe ich nicht nur gearbeitet, ich habe auch gewaschen und gebügelt, den müll runtergebracht und ein paar klamotten aussortiert. sogar die am samstag anstehende pc-neuinstallation ist grundlegend vorbereitet. das angedachte silvestertangotreffen hat sich zerschlagen, das ist pech. das ist aber auch gut, denn das hätte womöglich nicht funktioniert. tangodramen halt, aber die darf man nicht ausplaudern. das gehört dazu.
stattdessen habe ich heute schon die dezemberrechnungen geschrieben und verschickt, alle pflanzen gegossen und insgesamt dreimal gespült. ich bin zufrieden. wenn es draußen nicht so laut wäre, ich befände mich in stille.
zum abschied die dinge sauber hinterlassen. das ist doch keine schlechte idee.
der tote videorekorder hat sich gestern nacht entschlossen, doch wieder zu funktionieren. einstweilen zumindest. keine ahnung, vielleicht ein wunder.
ich dagegen bin fertig, erledigt, alle. tue den ganzen tag gegen nichts, was sicherlich gut ist. aber langweilig, unbefriedigend. schleichend schmerzhaft auch.
klingeling.
weihnachten, das sind offensichtlich tage elektronischer verwirrung, um nicht zu sagen ausfälle in diesem jahr. erst zerschmurgelt der heimische videorekorder – zum glück der eigene, nicht das schicke, geliehene kombigerät zur konvertierung der alten bänder in dvds – dann wird das hauptstadtblog gehackt – vermute ich zumindest, ich warte auf weitere info, die warnung scheint aber eindeutig – im heimischen büro zickt seit tagen der hauptcomputer, fährt nur jedes zweite mal korrekt hoch, im fremdbüro schluckt das system regelmäßig komplette kundendaten, anschließend schmurgeln die drei mich umgebenden computer auf einmal weg, kurz vor dienstschluß zum glück, mit kurzzeitig leicht giftiger geruchsentwicklung.
meiner war allerdings nicht dabei. also nicht meine schuld in dem speziellen fall. denke ich.
oder ein wunder.
zwischen den jahren, zwischen den zeiten.