raum für notizen

zwänge?

14. November 2004 - 05:15

daß angst und enge immer wieder auch zur handlung zwingt. es ist eine schande.
ein stapel post liegt neben mir, drei bewerbungen aus der heutigen zeitung. das geht schnell, ist fast schon routine, der lebenslauf wird schon lange nicht mehr angepaßt, alle möglichen versionen liegen bereits vor. der rest ist MEMORYmaterial. nachfragen, ergänzungen, adressänderung undsoweiter. das war allerhöchste zeit. außerdem die selbsteinschätzung für die ksk, deren richtlinienstudium mir immerhin die erkenntnis gebracht hat, daß man bei engpässen nicht gleich rausfliegt. auch bei längeren offensichtlich nicht. das ist doch schon mal ein ansatz.
der soziwisch, ausgefüllt, fein säuberlich mit filzer. in der bleistiftversion von gestern nacht hatte ich die gräßlichste rubrik kurz entschlossen gestrichen. ungelesen offensichtlich. ahnungslos. die unterhaltspflichtigen verwandten, kinder und eltern. kinder gibt es zwar keine und eltern auch nur noch kaum. und unterhaltspflichtig ist niemand von denen. aber das weiß ja das amt nicht. auch nicht, in welche zwangslage mich das bringt.

ach so: vielleicht beantworte ich ja morgen die frage, warum ich eigentlich in berlin bin. oder übermorgen. irgendwann auf jeden fall. ich werde es in letzter zeit schließlich beinah täglich gefragt. doch die echte, tiefste erklärung schulde ich mir wohl noch selber. aber es rückt näher, und ich bin auch gespannt.

schichtarbeit | 0 » | plink
  • Georg:
    15. November 2004 - 7:59

    Ich ging damals nach Berlin, weil es damals der einzige Ort war, an dem ich es mit anderen Menschen und mit mir selbst aushalten konnte. Es war ein bisschen Flucht aber noch viel mehr ein Ketten-Sprengen. Mein Anfang (ca. 1/2 Jahr lang) war sicher chaotischer als momentan bei dir – aber dann bleib ich doch 4 Jahre und war am Ende gesund, frei und besaß neue Freunde. Berlin ist seither gefühlsmäßig mein 2. Zuhause.
    Ich schreib das jetzt nur, da ich finde, dass nichts so schlimm sein kann, dass nicht Positives dabei rauskommt. Man könnte auch sagen: “Alles wird gut” – Ohne zu wissen, weshalb du dort bist, glaube ich ganz fest, dass die Stadt Berlin mit seinen Millionen völlig unterschiedlichen Menschen und Lebenssituationen auf geballtem Raum tatsächlich eine Zauberstadt ist.

  • engl:
    15. November 2004 - 11:04

    vermutlich warst du jünger, damals. aber das ist wohl kein argument.