raum für notizen

04. Januar 2013 - 02:00

es gibt keine heimat. nur in den worten, die mir nicht gehören. und die nicht reichen wollen, für ein leben.

unter tage | 4 » | plink
  • grenzbotin:
    12. Januar 2013 - 13:39

    gefällt. wenngleich ich (für mich) eher ‘kein zuhause’ gewählt hätte, denn ‘heimat’.
    aber deine beweggründe sind natürlich dir.
    salut

  • engl:
    13. Januar 2013 - 2:47

    zu einem zuhause gibt es einen schlüssel. denke ich. heimat dagegen erschließt sich nie. (ich mag das wort, wenn es frei ist von blut und boden.)

  • grenzbotin:
    13. Januar 2013 - 18:51

    okay. und genau darin liegt mein ‘problem’.

    ‘heimat’ ist für mich ein furchtbar retrospektiver begriff, der sich von blut u boden gar nicht befreien könnte, selbst wenn ich es wollte. im grunde ist das auch nicht schlecht: wer weiß, wo blut u boden sonst herumschwirren würden.
    ist ‘heimat’ für dich so frei? so unbelastet? oder hast du ihn für dich dazu gemacht? wie?

  • engl:
    16. Januar 2013 - 23:53

    ja, der begriff ist für mich tatsächlich frei geworden, stelle ich gerade fest. das hat (wohl auch) mit einer engländerin zu tun, die ich mal sehr gut kannte, und die das wort einfach wunderbar fand. im englischen scheint es keine entsprechung zu geben. meine schwierigkeiten mit „heimat“ hat sie natürlich verstanden, aber sie bestanden für sie logischerweise nicht.

    die schwierigkeiten damit sind ja außerdem nicht weg, diese begriffsbefreiung besteht erst einmal nur für mich. benutzbar ist das wort trotzdem noch kaum. allerdings ist es mir neulich, in der nacht und in müdigkeit udn was auch immer, offensichtlich durchgerutscht. erstmalig vielleicht.