am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

lesen lernen

was mich inzwischen massiv langweilt, mitunter sogar abstößt, ist die permanente ironisierung, das hilflose ausweichen in mittelmäßige scherzregionen, oft genug auf kosten anderer. zu oft. anders gesagt, das zunichtemachen von standpunkt im netz, insbesondere rund um das schreiben und veröffentlichen. das greift inzwischen unanständig viel raum, diese grundhaltung von desinteresse. allem propagierten hype zum trotz.

gemeint ist damit keinesfalls eine gelungene ironische brechung, die geschickt mehrere schichten freilegt. oder auch der eine oder andere intelligente schachzug, so böse wie hinterhältig, sei er nun sprachlicher oder organisatorischer art. alles das weiß ich durchaus zu schätzen. sehr sogar.

ausreichend material liegt vor, stimmig und präsentabel. auch im netz, sogar bei twitter. das ist gestern ohne zweifel bewiesen worden, wieder einmal. der eine oder die andere haben die show auch gut gemeistert. und der hier, nicht zu vergessen. alles habe ich allerdings nicht verfolgen können, dazu war das ding zu ausufernd gestrickt. mit viel zuvielen ermüdenden durchhängern ausgestattet.

das problem ist also die umsetzung. selbstverständlich ist das vertonen von einkaufzetteln, wie sven k. es lapidar vorschlägt, im grunde gar nicht so abwegig. gute leute rezitieren das telefonbuch, bringen kleinanzeigen zum klingen oder schweigen gar, ohne daß es auch nur eine sekunde langweilig werden würde. was allerdings etwas fundamental anderes ist, als (angetrunkenes) breitquatschen. ohne jedes zeitlimit, aber mit mikro. leider.

[ganz ähnlich bei ronsens, wie ich gerade erst sehe.]

0 Gedanken zu „lesen lernen“

  1. gute ansätze waren da, richtig gute sogar. aus twitter läßt sich eine art absurdes theater machen, und das könnte dann sogar genial werden. deshalb ist das “leider” mehr als angebracht.

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