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cabin fever

07. Februar 2021 - 00:21

unten bei den mülltonnen habe ich einem meiner ringe verloren. das denke ich zumindest, hab ihn mit in die gelbe tonne gekloppt. oder er ist auf die straße gefallen, als ich vor dem schuster die handschuhe ausgezogen habe. egal. er ist weg, das habe ich durchaus kommen sehen. seit wochen schon sind die finger so gut wie gar nicht mehr geschwollen, und die ringe rutschen mir immer wieder weg. vielleicht liegt es auch am winter, kälte zieht ja auch alles zusammen.

der schreibtischumbau mit den stahlblechen ist gut geworden. natürlich hätte ich es im nachhinein noch ein wenig anders, etwas besser machen können. aber das fällt mir immer erst später ein, wenn die zuschnitte schon bestellt und hier eingetroffen sind. ich hab es aber auch so retten können, mit spontan eingebauten gestalterischen elementen. das ist auch ganz gut. nur spaß hatte ich wenig beim bauen. ich war eher unsicher, fast ein wenig hektisch. das ist fast immer so in letzter zeit, das gefällt mir gar nicht. das ist nicht gut.

fertig ist die umgestaltung noch nicht, aber jetzt bräuchte ich holzzuschnitte. und wo soll ich die herkriegen? ob es click & collect in baumärkten gibt? inklusive zuschnitt? ich weiß es wirklich nicht.

in der wohnung über mir hängt seit gestern der haussegen schief, immer wieder wird geschrien und getrampelt. ich verstehe nicht, worum es geht. ich spreche die sprache nicht, die dort gesprochen wird. aber es gefällt mir gar nicht, was immer es ist. so wie es mir als kind nicht gefallen hat, die schreierei in der wohnung in der nacht. draußen vor der kinderzimmertür.

dass das manuskript nun in die verlage geschickt ist, wie ich gestern gehört habe, macht mich kirre. dass das buch gut ist, das weiß ich. aber da bin ja noch ich. ich gehöre dazu, wenigstens bis zur druckreife. und ich will wirklich dabeibleiben, auch danach. ich freue mich riesig, nicht nur, weil meine agentin mich immer wieder dazu animieren möchte. auch weil ich wirklich begeistert bin, dass ich es tatsächlich geschafft habe. noch vor zehn jahren hätte ich das nicht mehr geglaubt.

doch die derzeitige lage, die fortlaufende pandemie, gräbt einen riesigen graben zwischen mich und die welt. keine ahnung, ob ich da noch einmal rüberkomme. deshalb kann ich mich dann doch nicht freuen, so wie ich gern möchte, wie ich es sollte. stattdessen ist alles eine qual. immer wieder lasten die tage auf mir, die nachrichten und meldungen, die gedanken dazu. die schleichende verzweifling, dass es mich schwindelt, mir der blutdruck bisher kaum denkbare höhen steigt und mein herz spürbar dagegenpresst. (jaja, am montag gehts zum arzt, mal wieder.) doch es hilft alles nichts.

es brennt durch meine hütte und lässt mich nicht aus dabei. und jetzt geht das poltern da oben wieder los. na, danke!

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