am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

schreibzeit/66

es bleibt angenehm und irgendwie einfach, wieder einmal hier in der kleinen stadt zu sein. über ein jahr ist es her, und ich habe nicht wirklich gearbeitet, damals. ich dachte, es sei vorüber. dieser ort hätte mich verlassen, sodass auch ich ihn verlassen müsste. innerlich vor allem, vielleicht längst schon verlassen hatte. die entscheidung, mich doch noch einmal hier einzumieten, war eine mischung aus zufall und versehen. oder einfach nur ein schnellschuss, so gut wie unüberlegt. eine entscheidung, um mir ausreichend zeit zu schaffen, doch wieder richtig in den text zu gehen. kontinuierlich vor allem. ihn also endlich abzuschließen, fertig zu machen, soweit ich nur kann.

danach soll mir alles egal sein, wirklich alles.

also, es läuft gut. aber ich muss zugeben, dass nichts in mir brennt oder auch nur ansatzweise begeistert ist. wie es einmal war, vor fünf oder sechs jahren. ich weiß es nicht einmal genau. und ich mag es nicht nachsehen, hier im blog, wo ich es sicher finden würde. das ist nicht wichtig. es ist anders, heute, es gibt keine zuversicht.

nicht mehr. alles ist anders, damit muss nicht nur ich leben. und schreiben. was einerseits eine herausforderung ist, andererseits ist es traurig.

entsetzlich traurig. dieses schreiben, jetzt.

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