viel regen heute, besonders gegen abend. es ist lange hell dieser tage, also habe ich aus dem fenster gesehen, in den regendunst hinein. das war viel für ein paar minuten. die schönen, kürzlich erst geputzten scheiben. damit geht es jetzt bergab, bis ins nächste jahr.
das mit dem bloggen ist auch nicht so leicht, richtig regelmäßig zumindest krieg ich das offensichtlich nicht hin. ich bewundere alle, die das können und tun, tag für tag und das seit jahren. das war zwar ohnehin nie mein vermögen, auch nicht mein ziel. aber dennoch. es wäre so viel zu sagen, immerzu und immer mehr. worte sind denken, und ich kann nicht nicht denken. eigentlich.
meine osteopathin und ich, wir hatten heute den letzten termin. sie ist so alt wie ich, selber jahrgang, nur ein paar monate trennen uns. im nächsten monat schon lässt sie berlin hinter sich, zieht richtung westen. ins sauerland, wenn ich mich recht erinnere, auf jeden fall nicht weit von meiner ruhrpottherkunft. so eine berlinflucht, das freut mich für sie, auch wenn ich ein wenig neidisch bin. doch es ist grundsätzlich gut, denn ich kann mir diese überaus wohltuenden, sehr ruhigen behandlungen sowieso bald nicht mehr leisten. das passt also, alles.
zum abschied sagt sie mir noch, ich könne mir hin und wieder mal einen tennisball in die achselhöhle stecken, damit die gelenkapsel der malden schulter sich wieder weiten kann. und ich solle ihr bescheid geben, wenn eines meiner bücher veröffentlich wird, das wolle sie nicht verpassen.
tatsächlich hat mir die regelmäßige osteopathische ruhe und weite der letzten jahre das schreibwesen immer wieder zu öffnen vermocht. das ist nicht zu verachten, das ist ein wissen und können über viele der vorhandenen menschlichen ebenen. das ist verbindung.
jetzt sitze ich hier am rechner und habe einen tennisball unter der achsel. viel mehr kann ich nicht tun.