am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

kein kopf

schon irre, wie schnell die migränemedikation wirken kann. keine stunde diesmal. nicht schlecht, wenn man bedenkt, daß es zirka eine halbe stunde dauert, die beiden komponenten zu sich zu nehmen. irre auch, wie lange ich brauchen kann, um die migräne als solche zu identifizieren, und das nach mehr als 30 jahren erfahrung danmit. über 24 stunden diesmal. was auch daran liegt, daß der kopf mitunter den geringsten anteil an der migräne trägt. dann ist es vielmehr müdigkeit und übelkeit, blödheit auch und schwere.

nichts hören, nichts sehen, nicht atmen. und alles das natürlich doch doch tun, es tun müssen. der zustand meiner kindheit. meine jahre, meine jahrzehnte. zeit, endlich aufzugeben?

prioritäten

ein gutes halbes jahr nach der erfolgreich bewältigten koloskopie traue ich mich nun an weitere, zum teil leider notwendige arzttermine. für mich begegnungen der dritten art. etwa ein drittel dieser versuche schlägt grundlegend fehl, ein drittel versandet sinnfrei und das letzte drittes verläuft neutral bis mitunter sogar ein kleinwenig erfreulich. die dringend anstehenden zahnreparaturen lassen letzteres allerdings jetzt schon äußerst fraglich erscheinen. anfang juli geht es los mit der quälerei, nach dem klagenfurturlaub also. nach dieser haltlosen zeit in österreich, zwischen literatur und schreibich, das ich ebenso gerne zu verleugnen pflege.

bezeichnend auch, daß ich von zwei punkten auf der to-do-liste eben die arztterminierungen zu erledigen gewählt habe. nicht aber den anderen, der mich an das exposé und damit ins schreiben getrieben hätte. das ist beinah noch schlimmer.

mach mich naß

heute muß ich paddeln. das heißt: wollte ich ja, also darf ich dann. heute.

dabei kriege ich übrigens ein boot nur für mich, das habe ich ganz zum schluß erst erfahren. insgeheim vermute ich, daß man mich baden gehen sehen will. na denn.

seit tagen jede nacht zu jeder stunde wach. nicht lange, nur für einen blick auf die uhr. aber lange genug, um sich daran zu erinnern. vier, fünf, sechs, sieben, acht. das läppert sich.

aktuelles neues wort ist übrigens: love… (das wird ja immer schöner.)

früh am morgen geht es um tango und um menschen, die mir etwas aufschreiben, was ich dann vor aufregung nicht lesen kann, weil ich weiß, daß ich träume. noch.

openness

manchmal ziehe ich ja so karten, darauf stehen dann worte, einzelne worte, die dann den tag überschatten. das ist esoterik, das erfordert mut. courage stand da auch neulich auf einer meiner karten, nach vielen anderen, frustrierenden worten, die meine tage überschattet haben.

jaja, englisch sprechen sie auch noch, meine karten. mein englisch ist gut, aber einzelne worte sind mitunter schwierig. mein herz ist kein wörterbuch, bei aller schreiberei nicht.

gestern stand da übrigens delight. und heute enthusiasm. jetzt bin ich verwirrt.

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