am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

langer tag, seit etwa dreizehn stunden nahezu pausenlos auf sendung. kommt auch selten vor, derartige fremdarbeitsbrocken am stück. oder kommt mir das nur so vor? jetzt noch die liste für morgen. termin um zehn wurde, zum glück, abgesagt. so besteht eine chance, daß ich doch noch irgendwie hinterherkommen.

träges vieh, das ich bin, derzeit.

tacho für mädchen?

da war ich schon ein wenig erschrocken, als ich den preis für diesen gebrauchten haufen plastik und metall hörte. mäusekino hat der vorbesitzer zu meinem originalteil gesagt, und zwar nicht nur, weil die hälfte der anzeigen sowieso nicht funktioniert. nein, wenigstens eine davon blickt seit jeher sinnfreien daueralarm. vielleicht hab ich es deshalb in drei stürzen kräftig zerdeppert. (besser das, als ich.)

vielleicht war ich auch nur irritiert oder zumindest desorientiert, hatte ich doch vergessen, mich vorab umzuschauen. ist ja inzwischen ganz leicht, mit internet und ebay und so. und dennoch unerlässlich, nach wie vor, besonders als frau, wenn man sich in eine der letzten löwenhöhlen wagt. in eine wildfremde schrauberwerkstatt also, in der man (äh frau …) noch nie war, um dort nach einem gebrauchtteil für meine olle kawa zu fragen, baujahr 86, wohlgemerkt.

erschrocken genug und autentisch dazu, daß es auf jeden fall noch einmal 15 euro nachlaß gegeben hat. mein privatschrauber und selbst ebayhändler war dann auch überhaupt nicht erschrocken, scheint alles im grünen bereich zu liegen. schwein gehabt, doch nicht den mädchenbonus gezahlt.

traurig aber dann, zu sehen, wie die maschine weggeschoben wurde. nicht mal einen mucks wollte sie von sich aus machen, nach dem winter. :-(

fleißige hausfrau

einer der häufigsten suchbegriffe, die auf dieses blog verweisen, ist übrigens seit einigerzeit schon: die fleißige hausfrau. ausgerechnet. wenn ich mir da meine seit monaten ungeputzten fenster ansehe …

re:publica – was bleibt

viele eindrücke, nette begegnungen, gute kontakte und eine endlose liste verpaßter momente, vermutlich. es ist immer seltsam, hinterher zu lesen, daß ich mit anke gröner auf derselben veranstaltung war, ebenso mit liz, über deren buch ich neulich erst im common reader geschrieben habe, oder auch franzi, deren derzeitiges tagebuchbloggen ich aufmerksam verfolge. dennoch bestand kaum eine möglichkeit, die beschriebenen zu erkennen. ich gucke den menschen nicht so gerne auf die vor dem bauchnabel baumelnden schilder. und wenn doch, was dann?

außerdem ist da diese plastiktasche. die riecht wie der wasserball, den ich als kind hatte. oder war es die luftmatratze? keine ahnung, jedenfalls stinkt sie. immer noch. und weil ich noch nicht weiß, ob es der wasserball oder die luftmatratze ist, an die ich mich das ding erinnert, muß ich wohl noch ein paarmal daran riechen.

das wars, einstweilen. obwohl: es gibt da was, dafür finde ich noch keine worte. vielleicht später, vielleicht nie …

re:publica 2010 #3

der letzte tag war er längste, für mich. vor elf los, nach kurzer arbeitssession, um zwölf bei miriam meckel, dann eins aufs andere, nicht immer erste sahne, aber naja. anschließend noch zum gows-treffen. (lauter frauen im netz, hat also eindeutig was mit feminismus zu tun, auch wenn es was mit girls heißt.) warum ich da dann stundenlang draußen vor der tür rumgestanden und gefroren habe, weiß ich jetzt auch nicht mehr. die aufwärmphase in der heißen wanne hat ein wenig gedauert.

für mehr zu müde.

fazit insgesamt: die re:publica lohnt sich, immer noch, besonders natürlich für treffen auge in auge. der input ist enorm und vielfältig, er kopf ist voll. ein wenig fehlt vielleicht die basis, das vermeintich persönliche, unpolitische, in irgendwelchen netznischen verlorene. wer weiß, womöglich soll das auch nicht. was allerdings schade wäre.

re:publica 2010 #2 – identitäten

wieder erst am späten mittag, dann aber tief eingestiegen. schlag auf schlag, eines nach dem anderen. manches kommt leicht und flockig daher, anderes amüsant bis laut. das meißte ist irgendwie bekannt.

auch sexismus ist natürlich nicht neu und daher im netz satt vertreten. selbstverständlich mit der üblich vertrollten verstärkung. ein altbekanntes thema also, trotzdem war das wohl die erste tatsächlich anregende diskussion, die am ende quasi gerade erst richtig hätte anfangen können. (gerne wüßte ich ja, was zeitgleich im dazugehörigen livestream los war. leider gab es da nur eine kurze, verheerend klingende andeutung.)

identitäten – das ist mir wohl das internetthema in diesen tagen. überall wirkt und webt es sich hindurch, manifestiert sich sogar im reallife. gestern verlangte der postmensch, daß ich einen lieferschein unterschreibe, auf dem ich herr engl hieß. (na gut, eigentlich herr engel, aber das ist ja sowieso immer so.) das hab ich einfach mal gemacht, ist doch eh alles nur viruell. und heute dann wollte mich eine der kalkscheunesecuritystiernacken nachdrücklich aufs männerklo schicken. dem nachzukommen konnte ich mich dann aber doch nicht entschließen.

überhaupt weiß ich nicht, was das jetzt wieder soll. wobei mich dieses wechselspiel ja sporadisch schon das ganze leben begleitet. ich bin es also irgendwie gewöhnt. heute war ich aber frisch rasiert, ich schwöre. der schädel glatt und nicht der hauch eines kinnbarts, definitiv.

re:publica 2010 #1

eher ein kurzer besuch heute, fünf stunden und (nur) drei veranstaltungspunkte. aber morgens mußten noch zwei termine erledigt und eine kleine liste abgearbeitet werden, hilft ja nix. außerdem ist ein eher schlechter tag heute, hab ziemlich rücken. immerhin kein kopf. ;-)

das schleppen von zirka 35 kilo noch vor dem frühstück war vielleicht auch keine so gute idee.

immerhin gelernt, daß ich kommentare vielleicht einfach nicht lesen sollte. das spart nicht nur zeit und nerven, sondern ich wäre auch nicht haftbar, wenn ich sie gar nicht erst zur kenntnis nehme. sagt zumindest herr vetter.

außerdem vom netzwerk deutscher bloggerinnen (achtung: facebook! ;-) erfahren, warum eigentlich erst jetzt? natürlich sofort beigetreten. am freitag soll es ein treffen geben. nur wo, weiß ich bis jetzt noch nicht.

schließlich dem wortstream von christian heller gelauscht. berauschend, wie flüssig der reden kann. schier endlos. thema war auch ganz spannend: identitäten und gesellschaft und das netz natürlich. gab aber eigentlich gar nicht so viel wort her, wie ich dann später gemerkt habe.

soft skills

ich hasse mitdenkende software, die alles so sortiert, wie sie es will. man kriegt sie einfach nicht dazu, zu arbeiten, wie man selbst es gern hätte. am ende bleibt dann nur schlechte laune. und der hauptrechner hat sich heute auch schon wieder mächtig weggehängt, gleich mehrmals.

dafür ist – ganz nebenbei – das neue fahrradlicht angebracht. endlich, einfach so. ging überraschend schnell. aber das zählt ja nicht.

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