am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

pause zwischen diesem und jenem. nicht viel, aber immerhin, es geht. ziemlich schnell sogar, wie immer, wenn der anfang erst einmal gemacht ist. eine gute zeit, wenn ich ehrlich bin. auch wenn ich mich aufregen könnte, niedermachen, mit all den dingen, die ich heute morgen in der zeitung lesen mußte.

das politischwirtschaftliche gezeter und gezerre. die ganzen fragen, die dadurch aufgeworfen werden. soll ich nicht z. b. am besten gleich aus der krankenkasse austreten? vielleicht nur noch eine unfallversicherung abschließen, zähneziehen kann ja letztendlich nicht soooo teuer sein? und ansonsten auf euthanasie für nutzlose unproduktive bürger wie mich hoffen?

herbstmüde bis zum umfallen. seit heute morgen beim aufstehen, sozusagen. aber der tag geht, wie alle tage, wie es eben irgendwie schon geht. immer. dies und das, aber nie, was wirklich wäre. woran das liegt? die kunst der vermeidung? die angst vor den konsequenzen, nehmen und geben und lassen, das vor allem anderen?

aber das wochenende ist frei, ganz und gar, frei. für all die arbeiten, die anstehen. bewerbungen schreiben, zwei texte überarbeiten, einen neu ansetzen, ein bißchen räumen und denken, auch über geschäftliches nachdenken vielleicht. systeme durchspielen, programme testen, recherchieren. ein fremdes manuskript überfliegen, das zumindest. hab ich versprochen. immer noch am motorrad basteln, das will einfach nicht werden. nicht so richtig zumindest. und über all dem das schlafen nicht vergessen. das klingt nicht gut, und fühlt sich nicht so an. oder ja, doch! irgendwie besser als manches andere. auf jeden fall.

ich wünschte, ich wäre, was ich bin.

lyrik durchsehen, für eine ausschreibung, nicht zuletzt. das könnte am ende sogar weiterhelfen.

viel zu müde, aber dennoch die frage. warum beschäftige ich mich mit der reparatur der maschine so viel mehr als mit der heilung der körperlichen blessuren? weil es von allein geht? weil es nicht so schlimm ist? oder die kunst des vergessens? ist es das? vergessen lernen. weiterfahren. leben?

neuer blinker, gebraucht natürlich, 2€ und in 2 minuten abgebracht. naja, in 5 oder vielleicht 7, ich gebs zu. ein gebrauchtes tachogehäuse gibt es natürlich nicht. dabei ist das auch an verschiedenen stellen gebrochen, nicht nur die scheibe zersplittert.

also 3 stunden papierschablone basteln, pappschalblone perfektionieren, plexi schneiden, plexi schleifen, plexi anpassen. das heißt immer wieder runter und wieder hoch rennen, anzeichnen, nachbessern und vorsichtig sein. plexi ist empfindlich. bald ist die ganze wohnung voll werkzeug, staub und plexispäne, aber es wird, nach und nach. ich reiße die provisorische verklebung ab. immerhin sehe ich so auf anhieb, daß ich mal dringend zum tanken fahren könnte. dann breche ich die reste der scheibe raus. das macht keinen spaß, es knirscht in alle richtungen. weil ich die scherben nicht auf der straße liegen lassen will – wegen der blöden hunde vor allem, die immer an mein motorrad pissen, warum eigentlich? – schneide ich mich gleich mehrfach. glassplitter sind widerlich. silikon ist auch scheiße, letztendlich. beim 1. klebeversuch rutscht alles weg, und alles ist verschmiert. ich rette, was zu retten ist. naja. der 2. versuch gelingt. leidlich. es ist häßlich. silikon ist halt scheiße, plexi verkratzt. sowieso.

überhaupt, ich weiß nicht, ob das dicht ist. vielleicht läßt sich ja mit isolierband noch irgendetwas retten. hatte aber keines da. morgen, morgen. aber eigentlich will ich ein neues (gebrauchtes?) gehäuse, irgendwann, und nicht erst in ein paar jahren.

bleibt die beule im tank. die gefällt mir auch nicht. und der knick in der scheinwerferhalterung. dafür bräuchte ich aber eine ziemlich riesige zange, mit mächtiger hebelwirkung. und wer weiß, ob das blech dann nicht freundlicherweise gleich ganz nachgibt…

bin ich vielleicht gerade dabei, etwas ungeschehen machen zu wollen?

ach! nervkram! es ist wie im schreiben. da wird es auch nie so, wie ich es will. aber da merkt es wenigstens niemand. ;-)

mammutprogramm heute abend. 2 x 1000 worte zum thema gewalt, shortstorywettbewerb in berlin. nein, nicht neu schreiben, das wäre dann doch ein wenig zuviel des guten. aber zusammenstellen, messen und zählen, die ganze zeit. kürzen vor allem. von ca. 1350, das will gekonnt sein. 999 sind es geworden. der andere, per zufall, ich schwöre, exakte 1000. das hab ich dann als zeichen genommen und nicht weiter reingesehen. nur noch ausgedruckt. zack!

morgen frei. d. h. neuer reifen fürs bike und irgendwie den tacho abdichten, solange das wetter noch entsprechend ist. haushalt wäre auch mal nicht schlecht. das erzähl ich lieber nicht, wie es hier aussieht. katzenklo. waschmaschine. staubsauger. außerdem hab ich einen friseur entdeckt, der tatsächlich für 8€ wäscht & schneidet. auch frauen. aber ob ich das auch noch schaffe.

dies und das, den ganzen tag. hier ein bißchen, und da ein bißchen. vor allem webseitenpflege und workshopvorbereitungen. ein wenig am motorrad rumgebogen. den spiegel gerichtet. irgendetwas scheint mir aber immer noch schief. der lenker vermutlich. das fühlt sich noch nicht recht gut an, beim fahren vor allem. sicher bin ich allerdings nicht, woran das genau liegt. ich trau mir nicht, derzeit, alles kann auch täuschung sein. am dienstag gibt es einen neuen reifen, mal sehen, ob das was ausmacht. oder was die leute da dazu sagen. (aber eigentlich will ich U wieder, der hat sich schließlich jahrelang um mich und meine maschine gekümmert. besser geht einfach nicht! 09.01.03)

alles in allem also nichts besonderes. heute.

ach so. der frühjahrs-workshop steht. hier.

(text, handschriftlich: Das Fahren…

… ist das Zusammentreffen des Zwillings

… die Vereinigung von rechts und links

… oben und unten

… männlich und weiblich

… die eine ganze Welt)

in einem uralten buch gefunden – Pirsig, Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten – eine alte, vergilbte handschrift von mir,über das motorrad fahren versteht sich.

damals fast noch lesbar, nicht wahr!?

bin gespannt, was da noch alles zum vorschein kommt, beim lesen. obwohl es fast zerbricht, so alt ist das ding. eines immerhin hab ich durch die wiederentdeckung schon herausgefunden. und wiedererinnert. 1983 war ich zum ersten mal in berlin. das steht innen, im buchdeckel. damals habe ich meine bücher noch markiert, so wichtig habe ich sie genommen.

irgendwie bin ich im reparaturstreß. am motorrad muß noch ein bißchen was rumgebogen werden, vor allem die tachoeinheit muß irgendwie wieder geschlossen werden. mit plexiglas, oder so, silikon vielleicht. aber das geht ja alles nicht, im regen, im dunkeln und überhaupt. ich hab grad kein plexiglas. außerdem ist soviel anderes zu tun, der workshop, der zusatzjob, schreiben, schreiben, schreiben. aber es hilft alles nix, irgendwas wollte und mußte repariert werden. den reißverschluß in die hose zu nähen kam da gerade recht. per hand, bestimmt zwei stunden lang. das hab ich seit über zwanzig jahren nicht mehr gemacht. aber es ging noch, ist sogar ganz gut geworden. jetzt hätte ich lust auf was handfesteres. hammer und nägel. vielleicht die viertelstäbe im flur, die da schon seit zwei wochen locker rumliegen … gut nacht!

auf ein neues – werbung für lebende dichter:

(Tier und Tor – Werbung)

Ausstellung und Lesung, Sonntag, 12.Oktober 2003, 19.30h in der Katholischen Hochschulgemeinde, Auer Schulstraße 13, 42103 Wuppertal, danach Mo-Fr 9h-18h bis 14.11.

ich werde da sein!

das kommt davon, wenn man an erzählwettbewerben teilnimmt. auf einmal kriegt man glückwunschmails, in denen man gleichzeitig auch noch zu einem termin beordert wird. :-)))

aber ich mach das ja gern!

dabei wollte ich doch in dem fall gar nichts mit meiner geschichte, sondern nur meine stimme da vorführen, mich sozusagen als sprecherin empfehlen. wär ja schon lustig, wenn ich auch noch nach münchen müßte. aber das seh ich nicht wirklich. zumindest nicht, wenn die ganze veranstaltung eher slam-mäßig aufgezogen sein sollte.

wie dem auch sei: wenn das ganze ding gelaufen ist, dann versuch ich mal, die originalaufnahme, quasi den siegertitel ;-) hier abrufbar zu machen. versprochen. (vorher darf ich nicht, sorry!)

klingt doch alles ganz gut. nur das knie juckt wie verrückt. aber das soll ja ein gutes zeichen sein.

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